Lindt & Sprüngli Aktie: 19% Preisaufschlag vertreibt Käufer
17.05.2026 - 12:27:49 | boerse-global.dePremium-Schokolade hat ihren Preis. Bei Lindt & Sprüngli zahlen Kunden diesen immer seltener. Der Schweizer Konzern verliert spürbar an Absatzvolumen. Parallel dazu bricht das lukrative Geschäft an den Flughäfen ein. Die Folge: Der Aktienkurs rutscht ab.
Preisschock an der Kasse
Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz auf fast sechs Milliarden Franken. Das Wachstum stammte jedoch fast komplett aus Preiserhöhungen. Lindt schlug im Schnitt 19 Prozent auf. Das schreckte Käufer ab. Die verkaufte Menge schrumpfte um 6,6 Prozent.
Auch deutliche Preisnachlässe retteten das Ostergeschäft nicht. In Europa hob der Konzern die Tarife zuvor drastisch an. Damit lag Lindt weit über dem Marktschnitt. Kunden reagierten mit Zurückhaltung.
Ein weiteres Problemfeld ist der Reiseverkehr. CEO Adalbert Lechner verweist auf fehlende Touristen an Knotenpunkten wie London, Paris und Wien. Der Nahost-Konflikt drückt auf die Reiselust. Das trifft Lindt hart. Dieses Segment erzielt traditionell höhere Margen als der Supermarkt.
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Leere Flughäfen und teurer Kakao
Auf der Kostenseite blockiert teurer Kakao die Bilanz. Die Weltmarktpreise sinken nach guten Ernten in Westafrika. Lindt profitiert davon kurzfristig nicht. Der Konzern hat seinen Bedarf für 2026 bereits zu hohen Kursen abgesichert.
Aktuell bindet der Rohstoff 320 Millionen Franken im Lager. Finanzchef Martin Hug will diesen Bestand zügig abbauen. Sein Ziel: ein freier Cashflow von rund zehn Prozent des Umsatzes.
An der Börse reagieren Anleger nervös. Die Aktie schloss am Freitag bei 9.950 Euro. Das entspricht einem Minus von gut 20 Prozent seit Jahresanfang. Damit notiert das Papier gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief von 9.880 Euro.
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Rückkaufprogramm verpufft
Das Management versucht gegenzusteuern. Seit Anfang Mai läuft ein neues Aktienrückkaufprogramm. Lindt will bis April 2029 eigene Papiere für bis zu einer Milliarde Franken erwerben. Bislang stoppt diese Maßnahme den Abwärtstrend nicht.
Der nächste Fixpunkt ist der Halbjahresbericht im Juli. Für die ersten sechs Monate 2026 rechnet der Vorstand noch mit leicht rückläufigen Mengen. Ab der zweiten Jahreshälfte soll das Wachstum zurückkehren. Dann greifen keine großen Preiserhöhungen mehr. Lindt muss im kommenden Weihnachtsgeschäft zwingend Marktanteile zurückgewinnen, um die Talfahrt der Aktie zu beenden.
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