BASF SE, DE000BASF111

LEVERKUSEN - Bayer hat in einem Streit mit der BASF im Zusammenhang mit dem Verkauf des Saatgutgeschäfts einen Erfolg erzielt.

12.08.2022 - 12:22:00

Bayer erringt Erfolg im Streit mit BASF um Kaufpreis für Saatgutgeschäft. BASF hatte 2019 eine Schiedsklage angestrengt und dabei Schadenersatz von den Leverkusenern gefordert, da angeblich bestimmte Kostenpositionen, insbesondere Personalkosten, nicht hinreichend offengelegt und einigen der veräußerten Geschäftsbereiche nicht in angemessener Weise zugerechnet worden waren. Bayer hatte das bestritten. Wie Bayer am Freitag mitteilte, hat das Schiedsgericht die Klage abgewiesen. Die Aktien des Dax-Konzerns bauten ihre Gewinne daraufhin etwas aus und notierten zuletzt 4,3 Prozent im Plus.

Der Pharma- und Chemiekonzern hatte 2017 und 2018 große Teile seines Geschäfts mit Saatgut- und Unkrautvernichtungsmitteln an den heimischen Rivalen BASF für 7,4 Milliarden Euro verkauft, um die Bedenken der Wettbewerbshüter hinsichtlich einer zu großen Marktmacht durch die mehr als 60 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto auszuräumen.

BASF hatte 2019 eine Schiedsklage angestrengt und dabei Schadenersatz von Bayer gefordert, da angeblich bestimmte Kostenpositionen, insbesondere Personalkosten, nicht hinreichend offengelegt und einigen der veräußerten Geschäftsbereiche nicht in angemessener Weise zugerechnet worden waren. Bayer hatte das bestritten.

Dem Vernehmen nach forderte die BASF 1,7 Milliarden Euro plus Zinsen. Analyst Richard Vosser von der Bank JPMorgan kalkuliert indes damit, dass Bayer rund 1,5 Milliarden Euro Rückstellungen für den Fall gebildet hat. Das wären dann etwa drei Prozent des Börsenwertes. Genau ist das der Bilanz des Konzerns nicht zu entnehmen. Die Position dürfte in den im Geschäftsbericht 2021 ausgewiesenen sonstigen Eventualverbindlichkeiten von insgesamt rund drei Milliarden Euro stecken.

@ dpa.de