Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

AMAZON COM INC, US0231351067

LEIPZIG - Mit Beginn der Nachtschicht hat am Sonntagabend beim Versandhändler Amazon in Leipzig ein viertägiger Streik vor Ostern begonnen.

29.03.2021 - 15:04:04

Streik bei Amazon in Leipzig - Unternehmen sieht keine Auswirkungen. Wie Streikleiter Thomas Schneider am Montagmorgen sagte, sei nach seinen Informationen ein großer Teil der Kollegen dem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gefolgt. Wegen der Corona-Pandemie finde der Ausstand in "stiller Form" statt. Die Streikteilnehmer blieben einfach zu Hause.

Ein Firmensprecher bezeichnete die Teilnahme an dem Streik als "sehr gering". Die Nachtschicht sei "normal angelaufen". Amazon erwartet keine Auswirkungen. Bei vergangenen Streikaufrufen hätten mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter in den Logistikzentren "ganz normal gearbeitet", hieß es. Laut Amazon liegt der Einstiegslohn für Beschäftigte je nach Standort zwischen 11,30 Euro und 12,70 Euro brutto. Nach 12 und 24 Monaten steige er automatisch. Nach zwei Jahren verdienten Mitarbeiter im Schnitt etwa 2600 Euro brutto im Monat.

Die Gewerkschaft Verdi kämpft in Leipzig seit acht Jahren für den Abschluss eines Tarifvertrages. Amazon sieht sich zu Unrecht kritisiert. "Wir sind zu einer Projektionsfläche für Gruppen geworden, die Aufmerksamkeit für ihre Themen suchen", hieß es in einer Stellungnahme. Man arbeite eng mit den Betriebsräten in den Logistikzentren zusammen. Die Beschäftigen würden von "exzellenten Löhnen, exzellenten Zusatzleistungen und exzellenten Karrierechancen" profitieren: "Wir beweisen jeden Tag, dass wir auch ohne Tarifvertrag ein guter Arbeitgeber sind."

Streikleiter Schneider relativierte die Äußerungen. Wenn das Unternehmen so toll wäre, müsste es nicht so viel Werbung machen, um neue Mitarbeiter zu bekommen, sagte er. Auch die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat sei nicht so, wie von Amazon dargestellt. Zwei Mal habe das Unternehmen die Betriebsratswahl in Leipzig angefochten.

Auch in den USA liegen Gewerkschaften mit Amazon im Clinch. Am Montag endet die Frist für eine Briefwahlabstimmung über eine Arbeitnehmervertretung in einem Logistiklager im US-Bundesstaat Alabama. Es wäre der erste US-Standort von Amazon mit einer Arbeitnehmervertretung in der über 26-jährigen Geschichte des Konzerns.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Mitarbeiter stimmen gegen erste US-Gewerkschaft bei Amazon. Auch wenn die Auszählung der Stimmen am Freitag noch andauerte, ist bereits klar, dass die Mehrheit der Beschäftigten in Bessemer im Bundesstaat Alabama sich gegen die Initiative der Arbeitnehmervertretung entschieden hat. Dem letzten Stand nach waren von insgesamt 3215 abgegebenen Stimmen 1608 gegen den Anschluss an die US-Handelsgewerkschaft RWDSU. BESSEMER - Der Online-Riese Amazon hat die Abstimmung über die erste Gewerkschaft in einem US-Werk gewonnen. (Boerse, 09.04.2021 - 18:34) weiterlesen...

Norwegischer Ölfonds investiert 1,4 Milliarden in Offshore-Windpark. Für 1,375 Milliarden Euro erwirbt der Staatsfonds die Hälfte an dem niederländischen Offshore-Windpark Borssele 1 & 2, wie die norwegische Zentralbank am Mittwoch mitteilte, die den Fonds verwaltet. Verkauft werden die Anteile vom dänischen Energiekonzern Ørsted, der die andere Hälfte behält und den Park auch weiter betreibt. Eine Vereinbarung dazu wurde nach Angaben beider Seiten am Mittwoch unterzeichnet, abgeschlossen wird der Verkauf im zweiten oder dritten Quartal 2021 sein. OSLO - Der als Ölfonds bekannte norwegische Pensionsfonds investiert nach eigenen Angaben erstmals in Infrastruktur für Erneuerbare Energien. (Boerse, 07.04.2021 - 15:37) weiterlesen...

Amazon-Chef Bezos spricht sich für höhere Unternehmenssteuern aus. "Wir unterstützen eine Anhebung des Unternehmenssteuersatzes", erklärte Bezos am Dienstag (Ortszeit) in einer im Firmenblog von Amazon veröffentlichten Stellungnahme. Der Multimilliardär ermutigte Kongress und Regierung zu einer "richtigen, ausgewogenen Lösung, die die Wettbewerbsfähigkeit der USA aufrechterhält oder erweitert". SEATTLE/WASHINGTON - Der weltgrößte Onlinehändler Amazon steht seit langem wegen Steuervermeidung in der Kritik, jetzt spricht sich ausgerechnet Konzernchef Jeff Bezos für höhere Abgaben aus. (Wirtschaft, 07.04.2021 - 05:38) weiterlesen...

'Eigentor': Amazon entschuldigt sich für 'Pinkeln in Flaschen'-Tweet. Am Osterwochenende räumte der Konzern von Multimilliardär Jeff Bezos in einer Mitteilung ein, dass Lieferfahrer mitunter keine Toiletten fänden und bestätigte somit erstmals Berichte, wonach Mitarbeiter unter hohem Zeitdruck im stressigen Arbeitsalltag in Flaschen urinieren. Dass dies zunächst über einen offiziellen Twitter-Account von Amazon abgestritten wurde, sei ein "Eigentor" gewesen. SEATTLE - Der weltgrößte Onlinehändler Amazon hat sich nach einer Twitter-Auseinandersetzung darüber, wo und wie Beschäftigte ihre Notdurft verrichten, bei einem US-Abgeordneten entschuldigt. (Boerse, 06.04.2021 - 05:44) weiterlesen...