USA, Branchen

LAKE FOREST / SOUTHFIELD / NEW YORK - In der US-Zulieferindustrie bahnt sich ein weiteres Milliardengeschäft an: Tenneco will den Konkurrenten Federal Mogul für 5,4 Milliarden US-Dollar schlucken.

10.04.2018 - 14:37:24

Investor Icahn fusioniert Autozulieferer Federal Mogul mit Tenneco. Eingefädelt hat den Deal Investor Carl Icahn, zu dessen Firmenimperium Federal Mogul seit rund zehn Jahren gehört. Alle Seiten seien sich handelseinig und hätten eine entsprechende Erklärung unterzeichnet, teilte die beteiligten Parteien am Dienstag mit.

Bei der Transaktion sollen 800 Millionen Dollar in bar fließen, der Rest wird in Aktien von Tenneco beglichen. Im Anschluss will sich die fusionierte Firma in zwei unabhängige, börsennotierte Unternehmen aufspalten: Eine Gesellschaft, die sich um die Belieferung der Autoindustrie mit Komponenten wie Schall- und Stoßdämpfern oder um Ersatzteile kümmert, und ein auf Antriebstechnik spezialisiertes Unternehmen.

Der Verkauf soll in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen sein, alle notwendigen Genehmigungen vorausgesetzt. Die Spaltung soll dann in in der zweiten Jahreshälfte 2019 über die Bühne gehen.

Durch den Vormarsch der Elektromobilität befindet sich auch die Zulieferbranche in Umbruch. Icahn gehört eine ganze Reihe von Beteiligungen an Firmen, die dem Auto- oder Transportsektor zuzuordnen sind. Dazu zählen etwa der Uber-Konkurrent Lyft oder der Autovermieter Hertz.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

US-Großbank Wells Fargo stellt Zehntausende Jobs in Frage. Die Zahl der Beschäftigten dürfte um 5 bis 10 Prozent sinken, sagte Vorstandschef Tim Sloan auf einer Betriebsversammlung am Donnerstag. Mitte des Jahres hatte die Bank 265 000 Angestellte - damit stehen bis zu 26 500 Jobs auf dem Spiel. Die in San Francisco beheimatete Großbank hatte zuletzt deutlich Federn lassen müssen. Das Institut musste unter anderem milliardenschwer für faule Hypothekendeals von vor der Finanzkrise büßen, hinzu kam eine Milliardenstrafe wegen eines Scheinkontenskandals. Obendrein enttäuschte das Geldhaus mit einem Gewinnrückgang. Sloan will die Kosten deutlich drücken, bis Ende kommenden Jahres um 4 Milliarden US-Dollar (3,4 Mrd Euro). SAN FRANCISCO - Die US-Großbank Wells Fargo rechnet in den kommenden drei Jahren mit dem Wegfall Zehntausender Jobs. (Boerse, 20.09.2018 - 22:54) weiterlesen...

US-Softwarekonzern Adobe kauft Marketing-Spezialist Marketo. Dafür will Adobe dem Finanzinvestor Vista Equity Partners 4,75 Milliarden US-Dollar zahlen, wie der Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Adobe ist mit seiner Software vor allem auf Multimediaanwendungen ausgerichtet, hat aber auch Marketingsoftware im Angebot. Marketo soll das mit seiner Cloud-Plattform für Marketing, Werbung und Kundenservice abrunden. Die Übernahme soll im laufenden vierten Geschäftsquartal von Adobe bis Ende November abgeschlossen werden. Vista Equity Partners hatte Marketo im August 2016 von der Börse genommen. SAN JOSE/SAN MATEO - Der US-Softwarehersteller Adobe will den Marketing-Spezialisten Marketo übernehmen. (Boerse, 20.09.2018 - 22:42) weiterlesen...

Kreise: US-Fahrdienstvermittler Uber wirft Auge auf Essenslieferdienst Deliveroo. Der US-Konzern befinde sich in frühen Gesprächen, die in London ansässige Firma zu übernehmen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstagabend unter Berufung auf eingeweihte Personen. Uber-Chef Dara Khosrowshahi würde mit einem entsprechenden Deal das Standbein des Konzerns im Lieferdienstmarkt in Europa kräftig ausbauen. Die Amerikaner müssten für eine Übernahme aber wohl tief in die Portokasse greifen, zuletzt bewerteten Investoren Deliveroo mit mehr als 2 Milliarden US-Dollar. SAN FRANCISCO - Der US-Fahrdienstvermittler Uber ist Kreisen zufolge an einem Kauf des Essenslieferdienstes Deliveroo interessiert. (Boerse, 20.09.2018 - 22:38) weiterlesen...

Aktien New York Schluss: Gute Daten treiben Dow und S&P 500 auf Rekordhochs. Sowohl der US-Leitindex Dow Jones Industrial als auch der marktbreite S&P 500 erreichten am Donnerstag historische Höchststände. Der amerikanisch-chinesische Handelsstreit hingegen geriet in den Hintergrund. NEW YORK - Erfreuliche Konjunkturnachrichten haben die Wall Street wieder auf Rekordjagd geschickt. (Boerse, 20.09.2018 - 22:36) weiterlesen...

US-Anleihen: Überwiegend leichte Verluste - Rekordjagd am Aktienmarkt belastet. Nachdem die Wall Street angesichts guter Konjunkturdaten ihre Rekordjagd wieder aufgenommen hatte, seien die als sicher geltenden Papiere kaum gefragt gewesen, sagten Börsianer. NEW YORK - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Donnerstag überwiegend etwas nachgegeben. (Sonstige, 20.09.2018 - 21:14) weiterlesen...

Devisen: Euro weiter auf höchstem Niveau seit Juli. NEW YORK - Der Euro hat sich am Donnerstag im US-Handel auf hohem Niveau behauptet. Der Eurokurs notierte zuletzt bei 1,1771 US-Dollar. Bereits im europäischen Geschäft wurden für die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1777 Dollar gezahlt und damit so viel wie seit dem 9. Juli nicht mehr. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1769 (Mittwoch: 1,1667) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8497 (0,8571) Euro. Devisen: Euro weiter auf höchstem Niveau seit Juli (Boerse, 20.09.2018 - 21:01) weiterlesen...