Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

KORREKTUR / ROUNDUP: Verkehrsunternehmen kämpfen um Rückkehr der Fahrgäste

08.07.2021 - 18:36:28

KORREKTUR/ROUNDUP: Verkehrsunternehmen kämpfen um Rückkehr der Fahrgäste. (Berichtigt werden im zweiten Absatz, erster Satz, die Größenordnung und der Bezug: 10,4 Milliarden rpt Milliarden Fahrten rpt Fahrten.)

BERLIN - Vor allem Pendler dürften es in den Stoßzeiten schon wieder merken: Busse und Bahnen werden wieder voller. "Aktuell liegen die Fahrgastzahlen zumindest in den Großstädten und Ballungsräumen wieder bei etwa 60 Prozent des Vorkrisenniveaus", teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Donnerstag mit. Im zweiten Lockdown Ende vergangenen Jahres lag das Vergleichsniveau demnach bei lediglich 40 Prozent.

Dennoch: Von den rund 10,4 Milliarden Fahrten aus dem Vor-Krisenjahr 2019 ist der ÖPNV noch deutlich entfernt. Das lässt sich auch an den Abozahlen erkennen, die weiter sinken. Laut VDV lag die Abo-Quote im Februar dieses Jahres rund 13 Prozent unter dem Vorkrisen-Niveau.

"Nach dem, was mir bisher vorliegt, hat sich dieser leichte Rückgang bei den Abos weiter fortgesetzt", sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann am Donnerstag mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf. Es bleibe abzuwarten, wie sich die Situation nach den Sommerferien entwickle, wenn Schülerinnen und Schüler wieder verstärkt vor Ort unterrichtet werden.

Bund und Länder haben deshalb in diesem sowie im vergangenen Jahr insgesamt sieben Milliarden Euro bewilligt, um die Verluste der Verkehrsunternehmen auszugleichen. Die Summe decke die Corona-Schäden vollständig ab, betonte Wortmann.

Doch will der ÖPNV seiner Rolle beim Erreichen der Klimaziele gerecht werden, muss die Zahl der Fahrgäste schnell wieder steigen. "Wir müssen jetzt wieder den ÖPNV bewerben", sagte VDV-Präsident Wortmann. Zahlreiche Auftragsstudien mit unterschiedlicher Methodik hätten seit dem Beginn der Pandemie immer wieder gezeigt: Das Infektionsrisiko in Bussen und Bahnen sei nicht höher als in anderen Alltagssituationen.

Auch das subjektive Sicherheitsempfinden müsse erhöht werden, etwa durch ausreichend Platz in den Fahrzeugen. Das gehe bis zu einem gewissen Maße etwa über angepasste Einsatzplanungen von Fahrzeugen. "Es ist aber vollkommen klar, das kostet Geld", betonte Wortmann. Und: "Auf ausgelasteter Infrastruktur ist es sehr schwierig, mehr Platz zu schaffen." Er appellierte daher erneut an die Schulen, die Anfangszeiten für Schüler so weit wie möglich zu entzerren, damit nicht alle gleichzeitig mit dem ÖPNV unterwegs sein müssen.

Nicht zuletzt versuchen die Verkehrsunternehmen aber auch, finanzielle Anreize für die Rückkehr der Fahrgäste zu schaffen. Mehrere Anbieter haben neue Rabatt- und Abomodelle eingeführt, etwa Mehrfahrten oder auch Mehrtagestickets. Dazu gehören unter anderem der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) oder der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS).

Im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) wiederum haben Fahrgäste die Möglichkeit, für zehn Euro einen Monat lang 50 Prozent Nachlass auf jedes Einzelfahrticket zu erhalten. Auch in Leipzig gibt es ein ähnliches Modell.

Die Unternehmen haben gemeinsam mit dem Branchenverband zudem noch eine weitere Aktion für Abo-Kunden aufgelegt: Wer ein gültiges ÖPNV-Abo besitzt, soll für zwei Wochen zwischen dem 13. und dem 26. September bundesweit in sämtlichen regionalen Verkehrsverbünden das Bus- und Bahn-Angebot ohne Zusatzkosten nutzen dürfen. Die Zusage einzelner Verbünde stehe noch aus, 90 Prozent hätten aber bereits ihre Teilnahme an der Aktion bestätigt, hieß es vom VDV. Das Angebot richtet sich demnach auch an Neukunden, die rechtzeitig zum September ein ÖPNV-Abo abschließen.

Aus Sicht des Fahrgastverbands Pro Bahn gehen solche Aktionen "in die richtige Richtung", wie Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann am Donnerstag sagte. Das Problem des ÖPNV sei aber eine zerklüftete Struktur mit zahlreichen Verkehrsverbünden mit jeweils eigenen Tarifen, Angeboten und Reichweiten. "Das ist nach wie vor das große Manko", sagte Naumann: "Sie können eben keine einheitliche Werbung machen, wenn Sie keine einheitlichen Angebote haben."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Bierhoff: DFB-Präsidium will mit Lufthansa über Verlängerung reden. Das sagte Oliver Bierhoff, der Direktor Nationalmannschaften und Akademie, im Interview der "Welt am Sonntag". Das DFB-Präsidium habe in seiner Sitzung am Freitag festgehalten, dass mit der Lufthansa die Möglichkeit für eine Fortsetzung der Partnerschaft, die im kommenden Jahr ausläuft, abzustimmen sei, sagte der 53 Jahre alte Bierhoff. BERLIN/DOHA - Der Deutsche Fußball-Bund will mit der Lufthansa über eine Verlängerung des auslaufenden Sponsoren-Vertrages reden. (Boerse, 25.07.2021 - 15:57) weiterlesen...

Britische Regierung lockert Quarantäne-Regeln für weitere Berufe. So dürfen in England auch Zugführer, Grenzbeamte oder Feuerwehrleute, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten, sich nun täglich testen, statt in Quarantäne zu gehen. Dies gab die Regierung am Samstag bekannt. Zunächst hatten diese Sonderregeln nur für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes und später auch für Beschäftigte der Lebensmittelversorgung gegolten. LONDON - Wegen massiver Personalausfälle in vielen Bereichen hat die britische Regierung die Corona-Quarantäne-Regeln für weitere Berufsgruppen gelockert. (Wirtschaft, 25.07.2021 - 14:43) weiterlesen...

Mangel an Fahrern: Britische Bauern fürchten um ihre Lebensmittel. Der Mangel sei ein erhebliches Problem für die Branche, sagte der Vize-Präsident der National Farmers Union, Tom Bradshaw, der dpa. "Wir hören von Lieferungen, die gestrichen oder verschoben werden müssen, was bedeutet, dass hochwertige britische Früchte, Salate, Milch und andere Produkte womöglich vernichtet werden müssen." In den vergangenen Tagen machten in den sozialen Netzwerken und in den britischen Medien gehäuft Bilder von leeren Supermarktregalen die Runde, da etliche Filialen ihre Bestände nicht wie gewohnt auffüllen konnten. STONELEIGH - Der anhaltende Mangel an Lastwagenfahrern in Großbritannien stellt britische Landwirte vor Probleme. (Boerse, 25.07.2021 - 14:27) weiterlesen...

Flughafen BER verzeichnet erstmals mehr als 50 000 Passagiere am Tag. "Der positive Trend der letzten Wochen setzt sich in den Ferien deutlich fort", teilte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Samstag mit. "An unserem Flughafen herrscht Urlaubsstimmung." Mehr als 51 000 Fluggäste reisten nach Angaben des Flughafens am Freitag über den BER. Im vergangenen Jahr waren es an den Hauptreisetagen rund 30 000. SCHÖNEFELD - Am Hauptstadtflughafen BER sind erstmals mehr als 50 000 Passagiere an einem Tag gezählt worden. (Boerse, 25.07.2021 - 14:20) weiterlesen...

IG Metall: Mit emissionsfreiem Küstenverkehr Werften sichern. "Wir sind immer noch beseelt davon, dass die weltweit verschifften Waren in einem großen Hafen ankommen und dann auf die Schiene oder die Straße verlagert werden", sagte Bezirksleiter Daniel Friedrich der Deutschen Presse-Agentur. Stattdessen könnten die Waren auf moderne und auf hiesigen Werften gebaute Schiffe geladen werden und dann in kleineren Häfen für Belebung sorgen. Die Antriebe sollten emissionsarm beziehungsweise emissionsfrei sein. ROSTOCK/HAMBURG - Die IG Metall Küste hat ein neues Mobilitätskonzept unter Einbeziehung der Seewege an den Küsten gefordert. (Boerse, 25.07.2021 - 14:14) weiterlesen...

Spanien und Niederlande werden Hochinzidenzgebiete. Auch die Niederlande fallen dann in diese Kategorie, die verschärfte Auflagen bei der Rückreise nach Deutschland vorschreibt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag bekanntgab. Die Entscheidung folgt auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern in den vergangenen Wochen. BERLIN/MADRID - Die Bundesregierung stuft mit Spanien das beliebteste Urlaubsland der Deutschen von Dienstag an als Corona-Hochinzidenzgebiet ein. (Boerse, 23.07.2021 - 21:04) weiterlesen...