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KORREKTUR / ROUNDUP 3: Bundesregierung mietet weiteres Flüssiggas-Terminal

01.09.2022 - 18:30:27

KORREKTUR/ROUNDUP 3: Bundesregierung mietet weiteres Flüssiggas-Terminal. (Berichtigt wird im letzten Absatz, vorletzter Satz, die Zahl der Kubikmeter: rund 30 Milliarden rpt 30 Milliarden)

Green Gas und Engie betreiben. Der Chef von TES, Marco Alverà, erklärte, sein Unternehmen baue "das weltgrößte Terminal für Wasserstoff und grüne Energie".

Das schwimmende Flüssiggas-Terminal werde zwar für fünf Jahre gechartert, aber nur so lange betrieben werden, bis das Wasserstoff-Terminal an den Start gehe, sagte Habeck. Dies solle nach Angaben des Konsortiums voraussichtlich im Laufe des Jahres 2025 der Fall sein, so sein Ministerium. Der Vertrag sei zwar noch nicht geschlossen, räumte Habeck ein, aber wie auch die übrigen LNG-Schiffe sie auch dieses "vorreserviert, so fest, dass wir weiter planen können und loslegen können". Er betonte: "Dieses Schiff ist gechartert."

Bislang waren Planungen zu vier staatlich gecharterten LNG-Terminals geplant. Früher oder später solle die Infrastruktur aber privat geführt werden, betonte Habeck. "Wir sind ja nicht das Gasbeschaffungsministerium."

Zwei schwimmende Anlagen in Wilhelmshaven und in Brunsbüttel sollen zum Jahreswechsel mit einer Leitungsanbindung zum Weitertransport in Betrieb gehen. Im kommenden Winter ermöglichten die bestehenden Anbindungsleistungen hier eine Kapazität von im Schnitt mindestens 3,5 Milliarden Kubikmeter pro Schiff und Jahr, so das Ministerium. Nach Bau und Inbetriebnahme einer neuen, 55 Kilometer langen Gasleitung könne die Kapazität ab Ende 2023 pro Schiff auf mindestens 5 Milliarden Kubikmeter im Jahr gesteigert werden.

Die beiden Terminals in Brunsbüttel und Wilhelmshaven sollen von RWE und Uniper betrieben werden. Um die Terminals vollständig auszulasten, sind auch EnBW und die EnBW-Tochter VNG ab dem Jahreswechsel 2023/2024 bis Ende März 2024 mit an Bord.

Die Terminals an den Standorten Stade und Lubmin sollen laut Ministerium voraussichtlich ab Ende 2023 zur Verfügung stehen. In Stade wird die FRSU von der Hanseatic Energy Hub GmbH betrieben werden, in Lubmin von den Unternehmen RWE und Stena-Power. Die schwimmenden Terminals dort sollen so lange genutzt werden, bis Ersatzanlagen an Land in Betrieb gehen, was 2026 geschehen soll.

In Lubmin soll zudem bis Ende 2022 ein weiteres schwimmendes Terminal durch ein privates Konsortium entstehen mit einer Kapazität von 4,5 Milliarden Kubikmeter im Jahr. Vor Rostock sei zudem ein weiteres privates Projekt geplant, sagte Habeck. Dies sei "aber noch nicht so, dass ich es als fertig einloche". Es gebe aber eine gute Perspektive, darüber zum kommenden Winter ebenfalls Flüssiggas nach Deutschland zu importieren.

Wenn alle Projekte realisiert würden, käme Deutschland pro Jahr auf ungefähr 25 Milliarden Kubikmeter LNG-Importe über staatlich gecharterte Schiffe, sagte Habeck. Mit den zwei privaten Projekten komme man auf rund 30 Milliarden Kubikmeter. Im Jahr verbrauche Deutschland ungefähr 90 Milliarden Kubikmeter Gas.

@ dpa.de

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