Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

HENKEL VORZUEGE, DE0006048432

Konjunkturschwäche und Probleme in der Kosmetik belasten Henkel

14.11.2019 - 13:06:23

gelungen, der seit langem angeschlagenen Marke Wella wieder auf die Beine zu helfen.

Doch nicht nur in der Kosmetik liegt einiges im Argen. Auch die renditestarke Klebstoffsparte läuft derzeit nicht rund. Gute Geschäfte mit Konsumenten, Handwerk und Bau können die derzeitige Schwäche im Autosektor nicht ausgleichen. Der organische Umsatzrückgang beschleunigte sich noch einmal gegenüber dem Vorquartal und fiel stärker aus, als von Analysten erwartet. Van Bylen sieht im Automobilgeschäft kurzfristig auch keine Besserung.

Einzig die Wasch- und Reinigungsmittelsparte konnte mit Zuwächsen aufwarten. Regional profitierte Henkel vor allem in den Schwellenländern von guten Geschäften. In Nordamerika bleibt das Waschmittelgeschäft jedoch insgesamt weiter unter Druck. Kassenschlager bleibt bei Henkel der Waschmittelklassiker Persil, neue Variationen führten zu einem zweistelligen Umsatzplus der Marke.

Insgesamt stieg der Umsatz des Henkel-Konzerns im dritten Quartal leicht um 0,8 Prozent auf rund 5,1 Milliarden Euro, was jedoch lediglich positiven Währungseffekten und Zukäufen geschuldet war. Aus eigener Kraft sanken die Erlöse um 0,3 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank um 8,2 Prozent auf 850 Millionen Euro, was etwas besser war, als von Analysten erwartet. Die entsprechende Umsatzrendite verschlechterte sich um 1,7 Prozentpunkte auf 16,7 Prozent. Unter dem Strich verdienten die Düsseldorfer mit 556 Millionen Euro 9,4 Prozent weniger.

Den Ausblick bekräftigte Henkel. Für 2019 erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft von bestenfalls 2 Prozent. Dabei sind Währungsschwankungen sowie Zu- und Verkäufe herausgerechnet. Im schlechtesten Fall dürfte die Entwicklung stagnieren. Das bereinigte Ergebnis je Aktie dürfte im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich sinken. Bei der bereinigten Umsatzrendite geht der Konzern weiter von einem Rückgang auf 16 bis 17 Prozent aus. Dabei belasten Investitionen die Profitabilität. Henkel will rund 300 Millionen Euro im Jahr in die Stärkung seiner Konsumentengeschäfte investieren und seine digitale Transformation beschleunigen.

@ dpa.de