Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Vonovia, DE000A1ML7J1

KÖLN - Ob Köln oder Stuttgart: In deutschen Metropolen werden einer Studie zufolge viel zu wenige Wohnungen gebaut.

22.07.2019 - 06:32:24

Wohnungsnot in Metropolen - Zu viele Neubauten auf dem Land. So sei der Bedarf an Neubauwohnungen in Köln seit 2016 noch nicht mal zur Hälfte gedeckt worden (46 Prozent), heißt es in der Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Die Autoren verglichen hierbei die Zahl der in den vergangenen drei Jahren fertiggestellten Wohnungen mit dem Bedarf, den sie anhand von Faktoren wie Bevölkerungsentwicklung und Leerständen schätzten.

In anderen Großstädten sieht es ebenfalls schlecht aus. So wurden in Stuttgart 56 Prozent der Wohnungen gebaut, die nötig gewesen wären. Nur etwas besser war die Lage in München (67 Prozent), Berlin (73) und Frankfurt/Main (78). "Hier fehlen nicht nur aktuell Wohnungen, sondern auch längerfristig bedarf es einer weiteren Steigerung der Bautätigkeit", schreiben die Autoren Ralph Henger und Michael Voigtländer. Auch in vielen Universitätsstädten wie Münster werde zu wenig gebaut. Gründe für die Misere sind der hohe Zuzug in die Städte, das knappe Personal in Bauämtern, strenge Vorschriften und der Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft. "Man kommt mit dem Bauen nicht hinterher", sagte Henger.

Die Städten müssten sich anstrengen, um die Mietenentwicklung zu bremsen, mahnen die Autoren. Entscheidend hierfür sei in den Metropolen die Bereitstellung von Bauland, um Investoren anzulocken. Zudem sollten mancherorts alte Gebäude umgebaut werden, anstatt neue zu errichten. Auch sollten der Bund und das Land finanziell klamme Städte wie Köln stärker unterstützen, etwa für den Ausbau des Nahverkehrs. Wenn das Umland besser angeschlossen wäre, würde das Wohnen dort attraktiver und der innerstädtische Druck des Wohnungsmarktes würde sich etwas abschwächen.

Ganz anders sieht es auf dem Land aus: Dort wird mancherorts zu viel neu gebaut, etwa in Sachsen-Anhalt, Sachsen, im Saarland und in den Randgebieten Bayerns. "Obwohl es auf dem Land viel Leerstand gibt, entstehen relativ viele Neubauten, die bevorzugt werden, obwohl Umbauten im Altbestand vielerorts sinnvoller sind", sagte Studienautor Henger.

Durch Neubaugebiete vor den Türen von Kleinstädten verlieren Stadt- und Dorfzentren an Bedeutung und das Leerstand-Probleme verschärfe sich da. "Kommunen auf dem Land fernab der Metropolen sollten ein besseres Flächenmanagement betreiben, um attraktiv zu bleiben und Leerstände in der Ortsmitte zu vermeiden." Der Grundsatz "Umbau vor Neubau" sei hier wichtig. In einem Drittel der deutschen Kreise sollte "die Bautätigkeit im Neubau gebremst werden, um ein Überangebot zu vermeiden", heißt es in der Studie.

In den Jahren 2019 und 2020 werden den Angaben zufolge in ganz Deutschland je 342 000 neue Wohnungen benötigt, um den Bedarf zu decken. 2018 wurden nur 287 000 Wohnungen fertiggestellt. Dieser Wert dürfte dieses Jahr nicht deutlich anspringen - die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage bleibt also groß.

Immerhin eine halbwegs gute Nachricht enthält die Untersuchung auch. Denn perspektivisch könnte sich das Problem Wohnungsknappheit etwas entschärfen: Nach Schätzung der Studienautoren sinkt der Bedarf bis 2025 auf jährlich rund 260 000 und bis 2030 auf rund 246 000 Wohnungen. Hauptgrund hierfür: Die zu erwartende sinkende Zuwanderung, die nicht dauerhaft auf einem Niveau von mehr als 400 000 Menschen pro Jahr bleiben dürfte.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Senat bringt Berliner Mietendeckel auf den Weg. Weil die Wohnkosten in der Hauptstadt in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, will Rot-Rot-Grün die Mieten für fünf Jahre einfrieren. Das soll für 1,5 Millionen Wohnungen gelten, die vor dem Jahr 2014 gebaut wurden. BERLIN - Nach monatelangen Diskussionen will der Berliner Senat am Dienstag einen bundesweit einmaligen Mietendeckel auf den Weg bringen. (Wirtschaft, 22.10.2019 - 06:31) weiterlesen...

Städtetagspräsident zum Mietendeckel: Wir brauchen andere Lösungen. "Ich kann gut verstehen, dass Berlin wegen der schwierigen Situation auf dem Wohnungsmarkt neue Lösungen auf den Weg bringt. Berlin agiert mit seinen Plänen für einen Mietendeckel allerdings eindeutig als Land", sagte Jung (SPD) am Montag. "Die Städte könnten diesen Weg ohne die Länder gar nicht gehen. Ich glaube, dass wir andere Lösungen brauchen", erläuterte der Leipziger Oberbürgermeister. LEIPZIG - Andere Großstädte können Berlins Entscheidung für einen Mietendeckel nach Einschätzung des Städtetagspräsident Burkhard Jung nicht einfach kopieren. (Boerse, 21.10.2019 - 13:54) weiterlesen...

Höchstmiete bei Neuvermietung in Berlin soll 9,80 Euro betragen. Das geht aus der am Montag bekanntgewordenen Tabelle von Obergrenzen für das geplante Gesetz zum Mietendeckel hervor. Im Moment liegt der Durchschnitt der Angebotsmieten laut Portal Immowelt bei 11,60 Euro. BERLIN - Wohnungen in Berlin sollen bei Wiedervermietung künftig maximal 9,80 Euro kalt je Quadratmeter kosten dürfen. (Boerse, 21.10.2019 - 13:28) weiterlesen...

Kritik am Berliner Mietendeckel reißt nicht ab - Offener Brief. Wirtschafts- und Bauverbände sowie mehrere Politiker zeigten sich am Wochenende skeptisch bis ablehnend. Am Montag sollte zudem ein Offener Brief von Unternehmen der Bau- und Wohnungswirtschaft, baunaher Branchen und von Einzelpersonen an die Mitglieder des Berliner Senats öffentlich gemacht werden. Es gehe um befürchtete "weitreichende negative Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft", hieß es in der Ankündigung der Unterzeichner. Berlins SPD-Fraktionschef Raed Saleh verteidigte unterdessen die Pläne und sprach von positiven Folgen für die Konjunktur, da die Bürger finanziell entlastet würden. BERLIN - Die Einigung zum Berliner Mietendeckel ist auch überregional kritisch aufgefasst worden. (Boerse, 20.10.2019 - 16:46) weiterlesen...

Mieterverein: Mietendeckel ist 'historisch einmalige Chance'. Man sei "sehr glücklich" über die Einigung, sagte Verbandsgeschäftsführer Reiner Wild der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Der Mietendeckel sei "eine historisch einmalige Chance, dass die Länder eine öffentlich-rechtliche Preisregelung für den Mietwohnungsbestand entwickeln". BERLIN - Der Berliner Mieterverein begrüßt den Kompromiss zum Mietendeckel in der Hauptstadt. (Boerse, 19.10.2019 - 11:40) weiterlesen...

Abwärtstrend bei Baugenehmigungen für Wohnungen hält an. Von Januar bis einschließlich August 2019 stimmten die Behörden dem Neubau oder Umbau von 228 500 Wohnungen zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank damit die Zahl der Baugenehmigungen um 2,5 Prozent. WIESBADEN - Ungeachtet großer Nachfrage nach Immobilien und vielerorts enger Wohnungsmärkte hält der Abwärtstrend bei den Baugenehmigungen in Deutschland an. (Boerse, 17.10.2019 - 08:53) weiterlesen...