Tourismus, Getränke

KÖLN - Krach zwischen den rheinischen Karnevalshochburgen: Die Verschiebung des Düsseldorfer Rosenmontagszuges hat zu einem Streit mit den Karnevalisten in Köln geführt.

25.11.2021 - 18:05:28

Zoff zwischen Köln und Düsseldorf wegen Rosenmontagszug. "Es ist mehr als traurig, dass in Düsseldorf rein wirtschaftliche Gründe dafür sorgen, dass alle Regeln des Brauchtums über Bord geworfen werden", sagte der Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, am Donnerstag laut Mitteilung. "Der Karneval ist kein reines Partyevent, das man beliebig planen und verschieben kann." Köln wie auch die Nachbarhochburgen Aachen und Bonn lehnten eine Verschiebung klar ab, teilte das Festkomitee nach einem Online-Treffen von Karnevalsvertretern der drei Städte und der Staatskanzlei mit.

Das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) hatte am Mittwochabend angekündigt, den Rosenmontagszug wegen der Pandemie im kommenden Jahr auf den 8. Mai zu verschieben. Dies biete die Chance, den Rosenmontagszug in gewohnter Weise mit Tausenden von Zuschauern am Straßenrand durchzuführen, hieß es zur Begründung. An dem schon vorher für Donnerstag geplanten Treffen mit den Karnevals-Kollegen nahmen die Düsseldorfer dann kurzfristig nicht teil. "Man hat mich ausgeladen", sagte CC-Präsident Michael Laumen der Deutschen Presse-Agentur.

Den Vorwurf, den Zoch aus wirtschaftlichen Interessen zu verschieben, wies er zurück: "Es geht uns um den Gesundheitsschutz." Natürlich spiele beim Karneval auch Geld eine Rolle. "Wenn wir den Rosenmontagszug bei hohen Corona-Inzidenzen im Februar machten, würden nur wenige Zuschauer kommen. Das würde den Wagenbauern und der ganzen Mühe nicht gerecht."

Die Kölner Karnevalisten wurden von der Entscheidung der Düsseldorfer nach eigenen Angaben völlig überrumpelt. Und das soll Folgen haben: "Gemeinsam mit Aachen, Bonn und Düsseldorf sind wir eigentlich gerade dabei, die nächsten Schritte in Richtung immaterielles Weltkulturerbe der Unesco zu gehen. Schade, dass sich Düsseldorf aus diesem Kreis nun selbst verabschiedet", erklärte Kuckelkorn. "Denn die Verschiebung von Karnevalsaktivitäten gefährdet unsere Bewerbung, da das zu schützende Brauchtum inhaltlich und zeitlich exakt definiert ist", meinte er.

"Wir werden da jetzt ausgeschlossen", sagte CC-Präsident Laumen. "Schade. Aber dann ist es eben so."

In diesem Jahr waren die großen Rosenmontagszüge wegen des Lockdowns ausgefallen. In Köln hatte es als kleinen Ersatz einen "Puppen-Zoch" im Hänneschen-Theater gegeben, der im Fernsehen übertragen wurde. 2022 soll der Rosenmontagszug in der Domstadt unter 2G-Bedingungen stattfinden, so dass nur Geimpfte und Genesene teilnehmen und zuschauen dürfen. Auch die Stadt Köln will nach Angaben eines Sprechers am Rosenmontag als Termin festhalten - "zumal für eine Großstadt wie Köln ein Rosenmontagszug mit Tribünen und allem, was dazugehört, an einem Frühlings- oder Sommerwochenende kaum durchführbar ist".

Allerdings würden die Planungen immer wieder den aktuellen Entwicklungen angepasst, betonte das Festkomitee. "Wenn die Pandemie es nicht anders zulässt, werden wir auch in diesem Jahr notfalls wieder kleine kreative Lösungen finden müssen. Das entspricht aber viel mehr der Seele des Karnevals, als einfach alle Sitzungen und Züge ins Frühjahr zu verlegen."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Ministerium bewertet Passagierflüge über Ukraine noch als sicher. "Derzeit liegen die Voraussetzungen für den Erlass eines Flugverbotes für den Luftraum der Ukraine nicht vor", teilte das Ministerium laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" mit. Die Entwicklung der Lage werde aber kontinuierlich überwacht. Das Verkehrsministerium kann eigenen Angaben zufolge bei Anhaltspunkten für eine erhebliche Gefährdung der Betriebssicherheit von Luftfahrzeugen auch außerhalb Deutschlands ein Überflugverbot verhängen. BERLIN - Der russische Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine stellt nach Einschätzung des Bundesverkehrsministeriums noch keine Gefährdung für den Luftverkehr dar. (Boerse, 22.01.2022 - 15:40) weiterlesen...

Tourismusbranche fordert vor Corona-Beratungen klare Regeln. "Wir müssen zurück zu klaren, verständlichen und nachvollziehbaren Regeln. Sie sind jetzt das Gebot der Stunde", sagte der Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV), Reinhard Meyer, der Deutschen Presse-Agentur. BERLIN - Vor den Spitzenberatungen von Bund und Ländern über Corona an diesem Montag fordert die Tourismuswirtschaft eine klare und einheitliche Linie für die Branche. (Boerse, 22.01.2022 - 15:31) weiterlesen...

Airbus kündigt im Streit mit Qatar Airways Vertrag für A321neo. Der Flugzeugbauer kündigte der Airline einen Auftrag für seinen aktuell schwer verfügbaren neuen Jet A321neo. Mit der Verweigerung der Lieferung von 50 bestellten Jets wehrt sich Airbus auch außergerichtlich gegen einen seiner wichtigsten Kunden. An der Börse setzte die Nachricht der Airbus-Aktie zu, sie gab kurz nach dem Handelsbeginn am Freitagmorgen um knapp 1,7 Prozent nach. LONDON - Der Streit zwischen Airbus und Qatar Airways geht in eine neue Runde. (Boerse, 21.01.2022 - 19:58) weiterlesen...

Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf. Von diesem Samstag an dürfen Pubs, Restaurants und Discos wieder öffnen, ohne Impfnachweise zu verlangen oder Abstandsregeln zu beachten, wie Regierungschef Micheal Martin am Freitagabend in Dublin sagte. Teilnehmerbeschränkungen für Veranstaltungen fallen ebenso weg wie Vorschriften für private Treffen. Vom kommenden Montag an endet zudem die Pflicht zum Homeoffice. Für internationale Reisen gelten allerdings noch immer die 3G-Regeln, wie Martin sagte. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss sich weiterhin isolieren. Auch die Maskenpflicht bleibt mindestens bis Ende Februar in Kraft. DUBLIN - Irland hebt fast alle Corona-Regeln auf. (Boerse, 21.01.2022 - 19:42) weiterlesen...

Krankenstand beim Personal: Flughafen Frankfurt erwartet Flugausfälle. Für das Wochenende rechnet der Betreiber Fraport mit Verzögerungen, Wartezeiten und vereinzelten Flugausfällen. FRANKFURT - Die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante zeigt Auswirkungen auf den Frankfurter Flughafen. (Boerse, 21.01.2022 - 17:12) weiterlesen...

Hamburg erwartet bei Bund-Länder-Runde keine Lockerungen. "Eine Lockerung der Regelungen ist derzeit nicht geboten", sagte Vizesenatssprecherin Julia Offen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) erwarte bei dem Treffen der Regierungschefs mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) am Montag vielmehr "eine Bestätigung der aktuellen Strategie und der in Hamburg bereits ergriffenen Maßnahmen wie beispielsweise die FFP2-Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr und das flächendeckende 2G-plus-Zugangsmodell". HAMBURG - Angesichts massiv steigender Infektionszahlen sieht Hamburg bei der nächsten Bund-Länder-Runde kommende Woche keine Chancen für eine Lockerung der Corona-Regeln. (Boerse, 21.01.2022 - 17:03) weiterlesen...