Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Produktion, Absatz

KÖLN - Ein halbes Jahr nach Wiedereröffnung ihrer Salons haben Deutschlands Friseure weiter mit den Folgen der Coronakrise zu kämpfen.

31.08.2021 - 05:22:31

Friseure tun sich weiter schwer in der Coronakrise. "Zunächst hatten wir einen enormen Zulauf, weil die Menschen endlich wieder zum Friseur wollten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller, der dpa in Köln. In den vergangenen Wochen sei dann aber spürbar gewesen, dass viele Kunden nicht so häufig zum Friseur gehen wie vor der Pandemie. "Mit dem Anstieg der Infektionszahlen in Deutschland haben wir eine gewisse Kundenzurückhaltung bemerkt." Dadurch sinke der Umsatz.

Das Statistische Bundesamt hatte für die ersten drei Quartale 2020 ein Umsatzminus von 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ermittelt. Kurz vor Weihnachten 2020 mussten die Friseure bis Ende Februar geschlossen bleiben und erst am 1. März wieder aufmachen.

Offizielle Umsatzzahlen für die Zeit danach gibt es noch nicht. Im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten ist das Umsatzminus nach Schätzung von Müller aber weiter zweistellig. Die Branche sei unterschiedlich betroffen. Salons, die auf Laufkundschaft setzten, hätten stärkere Einbußen als Friseure, die auf Stammkunden setzten und mehr Zeit für einen Kunden investierten. Auch der Standort spiele eine Rolle: So hätten viele Friseure in Einkaufszentren sehr hohe Einbußen.

In den nächsten Jahren rechnet Verbandsvertreter Müller nicht mit einer wirtschaftlichen Besserung in seinem Handwerk. "Das wird ein schwieriger Herbst und ein schwieriger Winter." Die Kosten seien in vielen Betrieben "aus dem Ruder gelaufen", und die immensen Einnahmeausfälle des Lockdown-Winters 2020/21 hätten die Friseurmeister nicht mal annähernd kompensieren können - trotz zuletzt gestiegener Preise, die das Statistikamt vermeldet hatte. In Deutschlands Friseursalons gibt es nach Verbandsangaben rund 240 000 Vollzeitstellen und damit fünf Prozent weniger als vor Corona.

Ließen sich die Sorgenfalten von Verbrauchern glätten, wenn nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt hätten? "Diese Frage wird in unserer Branche hitzig debattiert", sagte Verbandsvertreter Müller. Dann müssten Friseure viele ungeimpfte Stammkunden wieder nach Hause schicken, was auch langfristig schlecht für das Geschäft wäre. "Unsere Branche lebt von einem guten Kontakt mit unseren Kunden - "2G" wäre daher keine gute Lösung." Ungeimpfte sollten weiter bedient werden können, Tests böten ausreichende Sicherheit, sagt Müller.

Der Hauptgeschäftsführer appellierte an die Politik, der angeschlagenen Branche stärker unter die Arme zu greifen. Eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Friseurdienstleistungen von 19 auf 7 Prozent wäre ein guter Weg, sagte Müller.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Fedex-Gewinn verfehlt Markterwartungen. Der Paketdienst senkte am Dienstag deshalb bereits nach dem ersten Geschäftsquartal seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr. Fedex verwies auch darauf, dass es schwerer als zuvor ist, genügend Arbeitskräfte zu finden. Insgesamt seien die Kosten im vergangenen Vierteljahr im Jahresvergleich um 450 Millionen US-Dollar gestiegen. Die schwierigen Bedingungen dürften sich noch einige Zeit auswirken, hieß es. MEMPHIS - Der Post-Rivale Fedex wird nach kräftigen Zuwächsen in der Corona-Pandemie nun von steigenden Arbeits- und Transportkosten gebremst. (Boerse, 21.09.2021 - 22:41) weiterlesen...

Axel Springer will Zahl der Journalisten auf mehr als 3000 aufstocken BERLIN - Der Medienkonzern Axel Springer will die Zahl seiner Journalistinnen und Journalisten in den nächsten Jahren um mehrere Hundert aufstocken. (Boerse, 21.09.2021 - 21:08) weiterlesen...

VW-Stammwerk verlängert Kurzarbeit wegen fehlender Halbleiter. Wie ein Sprecher des Unternehmens am Dienstagabend mitteilte, wird in der kommenden Woche bis Donnerstag nur an der Montagelinie 3 in der Frühschicht gearbeitet. Die anderen Bänder stünden dann still. Zuvor hatte die "Wolfsburger Allgemeine" darüber berichtet. WOLFSBURG - Der Mangel an Mikrochips und Elektronik-Bauteilen hat im Volkswagen -Stammwerk in Wolfsburg auch in der kommenden Woche eine deutlich gebremste Produktion und Kurzarbeit zur Folge. (Boerse, 21.09.2021 - 20:13) weiterlesen...

EU-Kommission unterschreibt Vertrag für weiteres Covid-19-Medikament. 18 EU-Staaten beteiligten sich am gemeinsamen Kauf von 220 000 Behandlungen eines Medikaments mit sogenannten monoklonalen Antikörpern, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit. BRÜSSEL - Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag über die gemeinsame Anschaffung eines Covid-19-Medikaments des Pharmaunternehmens Eli Lilly abgeschlossen. (Boerse, 21.09.2021 - 19:32) weiterlesen...

Leverkusener Explosion: Weitere Hinweise auf chemische Reaktion. Dies hätten experimentelle Untersuchungen des Abfalls, der in dem explodierten Tank gelagert wurde, ergeben, teilte die Bezirksregierung Köln am Dienstag mit. Die Ergebnisse der Untersuchungen habe ein Sachverständiger jetzt in seinem zweiten Zwischenbericht vorgelegt. LEVERKUSEN - Im Fall der Explosion in der Leverkusener Sondermüll-Verbrennungsanlage mit sieben Toten haben sich die Hinweise verdichtet, dass eine chemische Reaktion des Abfalls das Unglück ausgelöst hat. (Boerse, 21.09.2021 - 19:09) weiterlesen...

Kreise: Ende der Verdienstausfall-Entschädigung ab 11. Oktober im Gespräch. BERLIN - In der Corona-Krise ist ein Ende der Entschädigungen für Verdienstausfälle wegen angeordneter Quarantäne für Ungeimpfte spätestens ab 11. Oktober im Gespräch. Das geht aus einem Entwurf für Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern an diesem Mittwoch hervor, über den zuerst das "Handelsblatt" (Dienstag) berichtete. Auch "Business Insider" berichtete über diesen Termin. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war er zunächst noch nicht final zwischen Bund und Ländern abgestimmt. Kreise: Ende der Verdienstausfall-Entschädigung ab 11. Oktober im Gespräch (Wirtschaft, 21.09.2021 - 17:51) weiterlesen...