Transport, Verkehr

K├ľLN - Drohnen werden nach Ansicht eines Luftfahrtexperten schon in wenigen Jahren in Deutschland ├╝ber weite Strecken unterwegs sein.

16.11.2021 - 06:34:04

Experte: Drohnen-Einsatz au├čerhalb der Sichtweite bald Normalfall. "Die Drohnentechnologie schreitet voran, in f├╝nf bis zehn Jahren d├╝rften Eins├Ątze au├čerhalb der Sichtweite des steuernden Piloten ├╝blich sein", sagte der Vorsitzende des Europ├Ąischen Hubschrauber Verbandes (EHA - European Helicopter Association), Peter M├Âller, der dpa in K├Âln.

Dabei geht es zum Beispiel um Inspektionsfl├╝ge entlang von Bahnstrecken, Wasser- und Gasleitungen, Stromautobahnen sowie an Fabriken, Kraftwerken und Windparks. Hierf├╝r sind bisher Hubschrauber unterwegs. Zudem d├╝rfte die Drohnen-Suche nach vermissten Personen ebenso auf die Tagesordnung r├╝cken wie Versorgungsfl├╝ge vom Festland auf Inseln, etwa f├╝r Medikamente, so die Einsch├Ątzung des Fachmanns.

An diesem Dienstag beginnt in K├Âln die dreit├Ągige Messe "European Rotors" mit rund 150 Ausstellern. Darunter sind Hubschrauberfirmen, aber auch Drohnen-Anbieter - etwa Avy Drones aus Belgien, Dufour Aerospace aus der Schweiz oder Airial Robotics aus Deutschland. Neben dem Verband EHA ist die Europ├Ąische Agentur f├╝r Flugsicherheit (EASA) Mitveranstalter der Messe. Die in K├Âln ans├Ąssige EU-Beh├Ârde ist f├╝r das Regelwerk der gesamten europ├Ąischen Luftfahrt zust├Ąndig, so auch f├╝r die Zulassung und den Einsatz von unbemannten Luftfahrzeugen.

Laut dem Verband f├╝r unbemannte Luftfahrt sind in Deutschland etwa 430 000 Drohnen im Umlauf, die meisten davon sind kleine Flugk├Ârper f├╝r private Zwecke. Gut ein Zehntel der Drohnen wird kommerziell genutzt - dieses Marktsegment wuchs zuletzt stark. Allerdings fliegen die allermeisten Profi-Drohnen nur in Sichtweite des Fernpiloten: Fl├╝ge au├čerhalb der Sichtweite sind nur im Versuchsstadium m├Âglich - im Fachjargon hei├čen solche Eins├Ątze "Beyond Visual Line of Sight" (BVLOS).

Dass solche Fl├╝ge noch nicht der Regelfall sind, hat aus Sicht von M├Âller zwei Gr├╝nde. Zum einen m├╝sse die Flugdauer der Drohnen erh├Âht werden, damit sich ein gewerblicher Einsatz lohne. Zum anderen m├╝sse technisch gew├Ąhrleistet sein, dass eine Drohne einen Hubschrauber und andere Luftfahrzeuge erkennen und automatisch ausweichen ann. Entsprechende Signale m├╝ssten verschickt und von den anderen Luftfahrzeugen auch empfangen werden. "Bisher kann man den bemannten und unbemannten Flugverkehr noch nicht miteinander koordinieren - daf├╝r sind Technologien n├Âtig, an deren Entwicklung die Branche mit Hochdruck arbeitet", sagt M├Âller.

Derzeit w├╝rden BVLOS-Drohnentests vorab angek├╝ndigt und dann ein Teil des Luftraums gesperrt. F├╝r einen kommerziellen Regelbetrieb ├╝ber weite Strecken sei das aber zu aufwendig.

@ dpa.de

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