Immobilien, Maschinenbau

KÖLN - Der Fachkräftemangel in Deutschland hat im ersten Quartal dieses Jahres trotz der Belastungen der Wirtschaft durch die Corona-Pandemie und den Ukrainekrieg Rekordniveau erreicht.

14.05.2022 - 17:34:59

Studie: Fachkräftemangel erreicht Rekordniveau. Im März sei die Zahl der offenen Stellen, für die es rechnerisch bundesweit keine passend qualifizierten Arbeitslosen gab, auf den neuen Höchstwert von gut 558 000 gestiegen, berichtete das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) am Samstag. Damit habe sich die Fachkräftelücke innerhalb von nur drei Monaten um weitere 88 000 offene Stellen vergrößert.

Der steigende Fachkräftemangel trifft der Untersuchung zufolge den gesamten Arbeitsmarkt. Besonders ausgeprägt sind die Engpässe jedoch im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung, sowie im Bereich Bau, Architektur Vermessung und Gebäudetechnik. Allein im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung konnten der Studie zufolge im März gut sechs von zehn Stellen nicht mit passend qualifizierten Arbeitslosen besetzt werden.

Auch in den Sparten Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung, Naturwissenschaft, Geografie und Informatik sowie Land-, Forst und Tierwirtschaft sowie Gartenbau ist der Fachkräftemangel der Studie zufolge überdurchschnittlich hoch. Stark zugenommen habe zuletzt außerdem die Zahl der offenen Stellen für qualifizierte Bewerber in Berufen des Luftverkehrs und der Energietechnik.

Die Linke-Arbeitsmarktexpertin Susanne Ferschl betonte mit Blick auf die besonders betroffenen Bereiche Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung, hier könne angesichts der Entwicklung der Tarifverdienste und der Arbeitsbelastung nicht von "Fachkräftemangel" die Rede sein. "Vielmehr geht es um einen Mangel an angemessenem Lohnniveau, attraktiven Arbeitsbedingungen und Wertschätzung", teilte Ferschl am Samstag in Berlin mit.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Adler Group verkauft Wohnungsbestand an Tochter Adler Real Estate. Für das Bestandsportfolio mit rund 1400 Wohneinheiten in Berlin und einem Marktwert von 326 Millionen Euro per Ende März flössen unter Berücksichtigung von Minderheitsanteilen, Finanzverbindlichkeiten sowie latenten Steuern rund 275 Millionen Euro, wie die Adler Group am Freitagabend mitteilte. "Die Transaktion steht vor dem Hintergrund der Optimierung der Prozesse und Strukturen innerhalb der Adler Group", die nach den Anschuldigungen eines Leerverkäufersaktuell an der Verbesserung ihrer Transparenz und Unternehmensführung arbeite. LUXEMBURG - Der angeschlagene Immobilienkonzern Adler Group verkauft im Zuge der angestrebten Vereinfachung der verschachtelten Unternehmensstruktur ein Immobilienportfolio an seine Tochter Adler Real Estate. (Boerse, 24.06.2022 - 21:11) weiterlesen...

Adler Group S.A. verkauft Bestandsportfolio in Berlin an ADLER Real Estate AG. Adler Group S.A. verkauft Bestandsportfolio in Berlin an ADLER Real Estate AG Adler Group S.A. verkauft Bestandsportfolio in Berlin an ADLER Real Estate AG (Boerse, 24.06.2022 - 20:10) weiterlesen...

USA: Neubauverkäufe steigen deutlich. Im Mai seien die Verkaufszahlen im Monatsvergleich um 10,7 Prozent geklettert, teilte das Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt hingegen einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Zuvor waren die Verkäufe vier Monate in Folge gefallen. Der Rückgang im Vormonat fiel zudem weniger deutlich als zunächst ermittelt aus. WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser nach den jüngsten Rückschlägen deutlich gestiegen. (Boerse, 24.06.2022 - 16:23) weiterlesen...

Deutlich weniger Aufträge am Bau im April. Die Auftragseingänge sanken preisbereinigt (real) um 16,4 Prozent zum starken Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Einen kräftigeren Rückgang gegenüber dem Vormonat habe es zuletzt im November 2012 mit minus 20,1 Prozent gegeben. WIESBADEN - Die Baubranche hat im April einen herben Rückgang im Neugeschäft hinnehmen müssen. (Wirtschaft, 24.06.2022 - 10:15) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Stifel startet Vonovia mit 'Hold' - Ziel 34 Euro. Im Niederigzinsumfeld habe der Wohnmmobilienkonzern die Branche mit massiven Investitionen in Wachstum und Modernisierung angeführt, schrieb Analyst Tom Carstairs in einer am Freitag vorliegenden Studie. FRANKFURT - Die Investmentbank Stifel hat die Bewertung der Papiere von Vonovia bei einem Kursziel von 34 Euro mit "Hold" aufgenommen. (Boerse, 24.06.2022 - 09:48) weiterlesen...

Wohnimmobilien verteuern sich erneut um mehr als zehn Prozent. Allerdings scheint sich der Preisanstieg etwas zu verlangsamen. Im Zeitraum Januar bis März 2022 stiegen die Preise für Wohnimmobilien im Schnitt um 12,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Freitag anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Damit lag die Steigerungsrate binnen eines Jahres zum vierten Mal in Folge über zehn Prozent. WIESBADEN - Häuser und Wohnungen in Deutschland haben sich das vierte Quartal in Folge um mehr als zehn Prozent verteuert. (Boerse, 24.06.2022 - 08:34) weiterlesen...