Transport, Verkehr

KÖLN - Annullierte Flüge, lahmgelegte Straßenbahnen, geschlossene Kitas: Der landesweite Warnstreik im öffentlichen Dienst hat in Nordrhein-Westfalen den Alltag von Reisenden und Eltern umgekrempelt.

10.04.2018 - 08:27:24

Warnstreik in NRW lässt Flüge ausfallen und Bahnen stillstehen. "Sichtbar und spürbar" nannte der Kölner Bezirksgeschäftsführer der Gewerkschaft Verdi, Daniel Kolle, die Folgen der Arbeitsniederlegungen am frühen Dienstagmorgen.

Am Flughafen Köln/Bonn wurden vorsorglich mehr als 70 Flüge gestrichen, wie der Airport mitteilte. Passagiere wurden gebeten, sich kurzfristig bei ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter zu erkundigen, ob und wie sie betroffen sind. Köln/Bonn gehörte zu den vier Flughäfen in Deutschland, die bestreikt wurden. Arbeitsniederlegungen gab es auch an den Airports in München, Frankfurt und Bremen.

Die Folgen waren auch an anderen Flughäfen zu spüren. Am Flughafen Dortmund fiel die Verbindung nach München zeitweise aus. An den einstmals staatlich betriebenen Airports werden noch zahlreiche Beschäftigte nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlt.

Auch der Nahverkehr in den Städten erlahmte vielerorts. "Gewerkschaftlich organisierter Warnstreik. Heute fahren keine Bahnen", warnten etwa die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) ihre Kunden per Laufband. Ähnlich sah es bei der Ruhrbahn in Essen und Mülheim aus. Auch der Nahverkehr in Dortmund stand still, wie Verdi-Bezirksgeschäftsführer Michael Bürger mitteilte. Wer zur Arbeit oder Schule wollte, musste notgedrungen umsteigen. Eine Ausnahme bildete Düsseldorf. Bei der Rheinbahn sollte es erst am Mittwoch einen Warnstreik geben.

Improvisationstalent wurde auch Eltern von Kita-Kindern abverlangt. Mehrere Städte hatten bereits zuvor gewarnt, dass städtische Kitas geschlossen bleiben müssten oder nur einen Notbetrieb fahren können. Betroffen sein konnten aber auch die Müllabfuhr, Sparkassen, Stadtverwaltungen, Krankenhäuser und der Schiffsverkehr.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. An diesem Sonntag beginnt in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde.

Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat Verdi für Dienstag auch zu drei Großkundgebungen in Köln, Dortmund und Bielefeld aufgerufen. Erwartet wurden mehr als 25 000 Teilnehmer. Am Mittwoch will der Beamtenbund dbb, der auch Angestellte vertritt, nachlegen - mit weiteren Warnstreiks und einer Demo in Bonn.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Presse: Deutsche Post zahlt bei neuer Postboten-Ausbildung hohes Gehalt. Dies seien 2172 Euro brutto im Monat und damit mehr als doppelt so viel wie bei der klassischen Postboten-Ausbildung zur "Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen" (FKEP). Bei dieser zweijährigen Ausbildung liege das Gehalt ab Oktober im ersten Lehrjahr bei 820 Euro, schrieb die Zeitung. Die Deutsche Post wollte den Bericht am Sonntag nicht kommentieren und verwies auf eine Veröffentlichung im vergangenen Herbst. BONN - Die Deutsche Post will bei einer neuen berufsbegleitenden Ausbildung zum Postboten laut "Bild am Sonntag" von Anfang an das Einstiegsgehalt als Zusteller bezahlen. (Boerse, 22.04.2018 - 14:55) weiterlesen...

EU und Mexiko erzielen Durchbruch für neues Handelsabkommen. Dies teilten beide Seiten am Samstagabend in Brüssel mit. Es blieben allerdings noch Einzelheiten zu klären, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der EU-Kommissare Cecilia Malmström und Phil Hogan und des mexikanischen Wirtschaftsministers Ildefonso Guajardo Villarreal. BRÜSSEL - Nach monatelangen Verhandlungen haben die Europäische Union und Mexiko einen Durchbruch für ein runderneuertes Freihandelsabkommen erzielt. (Wirtschaft, 22.04.2018 - 12:16) weiterlesen...

Bürgerinitiative: Ryanair dünnt Angebot am Flughafen Hahn weiter aus. Das irische Unternehmen hatte bereits im Februar sechs dortige Streckenstreichungen mitgeteilt. Laut der Bürgerinitiative gegen den Nachtflughafen Hahn hat Ryanair im Sommerflugplan "auch noch die Frequenzen auf den Strecken nach Faro, Montpellier und Vilnius um jeweils einen wöchentlichen Flug reduziert". HAHN - Europas größter Billigflieger Ryanair dünnt nach Angaben einer Bürgerinitiative sein Angebot am Hunsrück-Flughafen Hahn weiter aus. (Boerse, 22.04.2018 - 11:59) weiterlesen...

ILA: Luftfahrtmesse wirft Blick in die Zukunft des Fliegens. SCHÖNEFELD - Konzepte für Flugtaxis, Kerosinsparen und Drohnen aus dem Drucker: Die Luftfahrtbranche präsentiert von diesem Mittwoch an (25. April) ihre Neuheiten und Zukunftsthemen auf der ILA. Die Messe in Schönefeld bei Berlin gilt als Nummer drei unter den europäischen Luftfahrtschauen nach Le Bourget und Farnborough. 150 000 Besucher werden bis Sonntag auf dem Gelände am neuen Hauptstadtflughafen erwartet. ILA: Luftfahrtmesse wirft Blick in die Zukunft des Fliegens (Boerse, 22.04.2018 - 11:38) weiterlesen...

EU und Mexiko auf dem Weg zu neuem Handelsabkommen. Dies teilte die EU-Kommission nach einer Verhandlungsrunde diese Woche mit. An diesem Samstag will EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström deshalb mit dem mexikanischen Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo Villarreal zur möglichen Schlussrunde zusammenkommen. BRÜSSEL - Die Europäische Union und Mexiko haben erhebliche Fortschritte auf dem Weg zu einem neuen Freihandelsabkommen erzielt. (Wirtschaft, 21.04.2018 - 13:57) weiterlesen...

Studie: Zwei Milliarden Euro Schaden wegen Rastatter Bahnsperrung. RASTATT/BERLIN - Der Einbruch der Bahn-Tunnelbaustelle in Rastatt und die folgende Sperrung der Rheintalbahn haben nach einer Studie einen volkswirtschaftlichen Schaden von mehr als zwei Milliarden Euro verursacht. Die wichtige Nord-Süd-Verbindung musste vom 12. August bis zum 2. Oktober vergangenen Jahres gesperrt werden, nachdem Wasser und Erdreich in den Tunnel der Neubaustrecke unterhalb der bestehenden Bahnlinie eingedrungen waren. Tausende Züge fielen aus oder mussten umgeleitet werden. Studie: Zwei Milliarden Euro Schaden wegen Rastatter Bahnsperrung (Boerse, 20.04.2018 - 18:07) weiterlesen...