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Compugroup Medical, DE000A288904

KOBLENZ - Der auf Arztpraxen und Krankenhäuser spezialisierte Softwareanbieter Compugroup will nach seinem aktuell laufenden Investitionsprogramm mittelfristig wieder deutlich profitabler werden.

15.09.2021 - 10:41:59

Compugroup will mittelfristig wieder profitabler werden. Für 2023 peilt der Vorstand um Dirk Wössner eine um Sondereffekte bereinigte Marge des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 25 Prozent an, wie das MDax -Unternehmen am Dienstag in Koblenz mitteilte. 2025 sollen vom Umsatz dann 27 Prozent operativer Gewinn hängenbleiben. In diesem Jahr rechnet das Unternehmen bei einem Umsatz von einer Milliarde bis 1,04 Milliarden Euro nur mit einem operativen Ergebnis von 210 bis 230 Millionen Euro. Das wären rechnerisch demnach zwischen 20 und 23 Prozent Umsatzrendite. Vergangenes Jahr hatte die Compugroup noch rund 26 Prozent erwirtschaftet.

Der Aktienkurs des Unternehmens knickte am Mittwochvormittag um rund ein Prozent ein. Analyst Knut Woller von der Baader Bank zeigte sich skeptisch, was das Ausmaß der angepeilten Profitabilitätssteigerung angeht. Etwas hoffnungsvoller äußerte sich Andreas Wolf von der Investmentbank Warburg Research: Der mittelfristige Ausblick des Unternehmens untermauere die Markterwartungen, schrieb er.

Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen bei einem Umsatz von 1 bis 1,04 Milliarden Euro weiter nur mit einem operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereffekten (bereinigtes Ebitda) von 210 bis 230 Millionen Euro. Das entspricht einer bereinigten Marge von 20 bis 23 Prozent. Vergangenes Jahr hatte Compugroup hier noch rund 26 Prozent erreicht.

Das Unternehmen hatte im Dezember angekündigt, dieses Jahr viel Geld ins Wachstum zu stecken, um Chancen aus der Digitalisierung im Gesundheitswesen wahrzunehmen. "Die Regierungen in Europa haben die Notwendigkeit erkannt, das Gesundheitswesen zu digitalisieren und zu modernisieren", sagte Wössner laut Mitteilung. Bei der Transformation wolle auch Compugroup mitmischen. "Um unser organisches Wachstum zu beschleunigen, haben wir in diesem Jahr unsere Investitionen deutlich erhöht", ergänzte Finanzchef Michael Rauch.

Zuletzt hatte sich das laufende Geschäft des Softwareanbieters etwas besser entwickelt als erwartet. Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz vor allem dank Übernahmen um 34 Prozent auf 241 Millionen Euro. Aus eigener Kraft lag der Anstieg bei gut 10 Prozent - und damit über dem für das Gesamtjahr angepeilten Plus von 4 bis 8 Prozent. Derzeit befindet sich der Softwareanbieter auf Einkaufstour, um das Wachstum anzukurbeln. Dazu zählt die Übernahme des Bildarchivierungsspezialisten Visus Health für 50 Millionen Euro Anfang Juni.

Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 51 Millionen Euro. Auch die entsprechende Marge lag mit 21 Prozent etwas höher als erwartet, lag jedoch wegen gestiegener Investitionen niedriger als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn um rund fünf Prozent auf 17 Millionen Euro.

An diesem Mittwoch richtet der Konzern eine Analysten- und Investorenveranstaltung aus.

@ dpa.de