Medien, Produktion

KIEW / HAMBURG - Ein halbes Jahr nach Beginn des russischen Angriffskrieges stellen die ARD-"Tagesthemen" am Mittwoch live aus Kiew die Menschen in der Ukraine in den Mittelpunkt ihrer Sendung.

24.08.2022 - 11:22:25

'Einblicke von vor Ort': 'Tagesthemen' senden live aus Kiew. "Krieg in Europa, daran dürfen wir uns nicht gewöhnen", sagte Helge Fuhst, Zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell, der Deutschen Presse-Agentur.

Moderatorin Caren Miosga sprach laut ARD in den vergangenen Tagen mit Ukrainerinnen und Ukrainern über ihr Leben und das Überleben im Krieg, auf einer Reportage-Reise gemeinsam mit WDR-Reporter Vassili Golod. "Wir haben mit einem Unternehmer gesprochen, der vor kurzem noch Schlösser herstellte und jetzt Fahrzeuge für die Soldaten an die Front liefert", sagte Miosga. "Wir haben eine Frau getroffen, die aus einer besetzten Stadt geflohen ist und berichtet, wie die Russen versuchen, Stadt und Menschen unter ihre Kontrolle zu bringen." Zudem sei der ukrainische Verteidigungsminister in der Sendung zu sehen. Mit ihm spreche sie über das deutsch-ukrainische Verhältnis und seine Erwartungen an Deutschland.

Es ist nicht das erste Mal, dass die "Tagesthemen" aus dem Ausland gesendet werden. Unter anderem 2020 kam die Sendung anlässlich der US-Wahlen live aus Washington, 2012 gab es wegen der Präsidentenwahlen in Russland eine geteilte Sendung aus Moskau und Hamburg.

Auch bei den anderen Nachrichtensendungen steht der Krieg in der Ukraine am Mittwoch im Fokus. Beim ZDF-"Morgenmagazin" war bereits am Mittwochmorgen der scheidende Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, zu Gast. Auch im "heute-journal" werde über den Krieg berichtet. Bei ntv werde es mehrere "News Spezials" geben, teilte eine Sprecherin mit. Bei RTL laufe in der Nacht zu Donnerstag eine Sonderausgabe des "Nachtjournals" inklusive eines Interviews mit dem Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko. Auch der Nachrichtensender Welt zeige Dokumentationen aus der Ukraine, zudem berichte ein Reporter den ganzen Tag über live aus Kiew, hieß es.

@ dpa.de