Transport, Verkehr

KIEL / HAMBURG - Die Bahn will kräftig in das Schienennetz in Schleswig-Holstein und Hamburg investieren und denkt über ein Wasserstoff-Pilotprojekt nach.

07.03.2017 - 18:45:24

GESAMT-ROUNDUP: Weiche, Gleise, Brücken - Bahn investiert ins Netz im Norden. Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla machte nach einem Treffen am Dienstag mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) zudem den Mitarbeitern des Fahrzeug-Instandhaltungswerks Neumünster Hoffnung. "Wir werden alles für den Erhalt des Standortes in Neumünster prüfen", sagte er.

Möglichst bis Jahresende will das Unternehmen entsprechende Konzepte vorlegen. Die Auslastung des Werkes mit 700 Arbeitsplätzen sei aus derzeitiger Sicht nicht so, dass langfristig schwarze Zahlen zu erwarten seien, sagte Pofalla. Eine Lösung könnte die Öffnung des Werks für Drittanbieter sein. Bei der Sicherung des Standortes gebe es zwar noch viel Arbeit, sagte Albig. "Aber wir haben uns miteinander versichert, dass wir das hinbekommen wollen."

"Wir könnten uns vorstellen, hier in Schleswig-Holstein ein Pilotprojekt im Zusammenhang mit Wasserstoff aufzusetzen", sagte Pofalla. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur dazu: "Neumünster könnte dann die Kompetenzen erwerben, solche Züge zu warten."

Allein in diesem Jahr investiert die Bahn in das Schienennetz zwischen Flensburg, Westerland, Elmshorn und Hamburg rund 170 Millionen Euro. Von den zehn umfassendsten Baustellen betreffen vier Hamburg, die übrigen Gleise, Weichen und Bahnhöfe sind in Schleswig-Holstein.

Es gehe um Instandhaltung und Modernisierung mit dem Ziel, den Verkehr flüssiger zu gestalten, sagte die DB-Konzernbevollmächtigte Manuela Herbort in Hamburg. Für die Arbeiten seien bewusst Zeiten gewählt worden, wenn wenig Züge und wenig Pendler unterwegs sind. Auf betroffenen Streckenabschnitten müssen Pendler und Reisende mit Ausfällen oder Verspätungen rechnen. Informationen sollen rechtzeitig in Fahrplänen und Apps veröffentlicht werden.

Die Finanzmittel werden aus einer Vereinbarung mit dem Bund abgerufen, die von 2015 bis 2019 etwa eine Milliarde Euro für die Erneuerung der Bahn-Infrastruktur im Norden vorsieht. Instandgesetzt werden in dem Zeitraum 21 Brücken, 440 Kilometer Schiene und 360 Weichen. Rund 410 Millionen Euro wurden in den vergangenen beiden Jahren "verbaut".

Die Sanierungsmaßnahmen betreffen in Hamburg vor allem Bahnhöfe: Im Sommer (24.7. bis 2.9.) wird im Hauptbahnhof der Bahnsteig 8 erneuert. Einige Züge des Fernverkehrs werden dann teilweise in den Stadtteilen Bergedorf oder Harburg halten. Am Nadelöhr "Berliner Tor" werden im Dezember Brückenbauarbeiten fortgesetzt, die den Nahverkehr behindern können. In Hamburg-Wilhelmsburg werden Weichen erneuert (8.9. bis 21.9.), was nach Angaben der Bahn keine Auswirkungen auf den S-Bahn-Verkehr hat. Im Nahverkehr sei mit Einschränkungen zu rechnen. Zwischen Hamburg-Harburg und Buchholz (Nordheide) wird eine Lärmschutzwand entlang der Strecke errichtet (12.6. bis 30.10.).

In Schleswig-Holstein verteilen sich die Arbeiten über das Landesnetz. Zwischen Elmshorn und Glückstadt werden Gleise und Weichen erneuert (14.10. bis 27.11.), mit Zugausfällen im Nah- und Fernverkehr. Solche Arbeiten werden noch bis zum 7. April auf der Strecke Husum-Niebüll ausgeführt. Die Strecke müsse vom 10. bis 15. März komplett gesperrt werden, ein Ersatzverkehr mit Bussen werde eingerichtet, teilte die Bahn mit.

Auch auf der weiteren Strecke von Lehnshallig nach Westerland auf Sylt werden Gleise und Weichen erneuert (18.11. bis 4.12.), mit Ausfällen im Fern- und Nahverkehr sei zu rechnen. Außerdem werden entlang der Strecken Flensburg-Neumünster und Elmshorn-Neumünster bis Anfang Dezember Bauarbeiten vollzogen - nicht allerdings während der Kieler Woche (17. bis 25. Juni). In Reinfeld wird der Bahnhof mit einer Überführung barrierefrei ausgebaut.

Zufrieden zeigten sich Albig und Pofalla mit der aktuellen Entwicklung des Bahnverkehrs nach Sylt. "Wir haben Pünktlichkeitswerte von 95 Prozent", sagte Pofalla. Die Ausfallrate der Züge liege mittlerweile bei weniger als einem Prozent.

@ dpa.de

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