Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

KIEL - Der Nord-Ostsee-Kanal beschert der deutschen Wirtschaft nach Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) jährlich einen volkswirtschaftlichen Nutzen von 570 Millionen Euro.

09.06.2021 - 14:25:07

IfW: Nord-Ostsee-Kanal bringt 570 Mio Euro Wohlfahrtseffekt. In ganz Europa betrage der Wohlfahrtseffekt sogar rund eine Milliarde Euro, unter anderem aufgrund deutlich reduzierter Handelskosten für Exporteure und Importeure, erklärte das IfW am Mittwoch in Kiel.

Überdies helfe der Kanal, die CO2-Emissionen im Schiffsverkehr zu dämpfen. Das IfW geht in seinen Berechnungen von 783 000 Tonnen CO2 aus, die wegen der um rund 250 Seemeilen kürzeren Ost-West-Strecke durch den Kanal vermieden würden.

Allerdings sind die bis Ende 2021 ausgesetzten Nutzungsgebühren für den Nord-Ostsee-Kanal nach Einschätzung der Kieler Forscher angesichts aktuell relativ niedriger Treibstoffkosten zu hoch. "Die Wahrscheinlichkeit einer Umfahrung über die Skagen-Route nimmt signifikant zu, wenn die Durchfahrtsgebühren steigen und/oder die Treibstoffkosten sinken", heißt es in der Studie.

Die Autoren schlagen daher vor, die bislang nur an die Schiffsgröße gekoppelten Abgaben flexibler zu gestalten: Bei sinkenden Treibstoffkosten sollte nach ihrem Vorschlag auch das Nutzungsentgelt sinken, damit die Abkürzung durch den Kanal finanziell attraktiv bleibt.

Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) sagte, nun sei "auch wissenschaftlich belegt, dass der Nord-Ostsee-Kanal für die gesamte Republik eine hohe wirtschaftspolitische Bedeutung hat". Auch der Zusammenhang zwischen Transitkosten der Kanalpassage und Bunkerkosten - also den Treibstoffkosten - werde in der Studie klar herausgestellt. "Dieses Ergebnis ist nicht überraschend. Es unterstreicht meine Auffassung, dass die Gestaltung flexibler Befahrungsabgaben, die sich an den Bunkerkosten und den Effekten für den Klimaschutz orientieren, der richtige Weg ist."

Der knapp 99 Kilometer lange Kanal zwischen Kiel und Brunsbüttel ist die weltweit meistbefahrene künstliche Seewasserstraße. Er hat als wichtige Ader für den Seefrachtverkehr große Bedeutung weit über Norddeutschland hinaus.

Als Corona-Hilfe für den Kanal hatte der Bund Mitte 2020 die Nutzungsgebühren zunächst bis Ende des vorigen Jahres ausgesetzt; diese Regelung wurde später bis Ende 2021 verlängert. Im vorigen Jahr war der Verkehr im Kanal corononabedingt massiv eingebrochen: 2020 transportierten Schiffe nur gut 73,8 Millionen Tonnen Ladung auf der künstlichen Wasserstraße, 11,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Schiffe sank um 12,3 Prozent auf 25 247. Im Spitzenjahr 2008 waren auf dem Kanal 105 Millionen Tonnen Ladung befördert worden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Merkel trifft Biden am Rande des G7-Gipfels zu Gedankenaustausch. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert per Twitter mit. Die Kanzlerin habe mit Biden am Mittag zwischen den Arbeitssitzungen gesprochen. Es war wegen der Corona-Pandemie das erste physische Treffen von Merkel und Biden im engsten Kreis. CARBIS BAY - Kanzlerin Angela Merkel hat den neuen US-Präsidenten Joe Biden am Samstag am Rande des G7-Gipfels im südwestenglischen Cornwall zu einem Gedankenaustausch getroffen. (Wirtschaft, 12.06.2021 - 18:19) weiterlesen...

EU setzt Johnson wegen Nordirland unter Druck. EU-Spitzenvertreter drängten den britischen Premierminister Boris Johnson am Rande des G7-Gipfels mit deutlichen Worten zur Einhaltung von Absprachen, der Regierungschef sieht hingegen die EU in der Pflicht. CARBIS BAY - Der zwischen der EU und Großbritannien geführte Streit über Brexit-Sonderregeln für Nordirland droht weiter zu eskalieren. (Wirtschaft, 12.06.2021 - 18:05) weiterlesen...

Merkel mahnt Großbritannien zur Einhaltung der Nordirland-Regeln. Sie habe im Gespräch mit dem britischen Premierminister Boris Johnson deutlich gemacht, dass es der EU um die Kontrolle des Binnenmarktes gehe, ohne dass Grenzkontrollen zwischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland eingeführt werden. Dieser Punkt sei vertraglich geregelt, sagte Merkel am Samstag am Rande des G7-Gipfels im südwestenglischen Carbis Bay. CARBIS BAY - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Großbritannien zur Einhaltung des Brexit-Vertrags zu Nordirland aufgefordert. (Boerse, 12.06.2021 - 17:55) weiterlesen...

Konflikte, Klima, Umwelt: Demonstrationen beim G7-Gipfel. Klima- und Umweltschützer zogen am Samstag in einem langen Protestzug durch das Küstenstädtchen Falmouth. Dort ist das Medienzentrum des G7-Gipfels untergebracht. Mit Trommeln, bunten Kostümen und Maskottchen machten sie im Zentrum auf sich aufmerksam. "Taten statt Worte" oder "Handelt jetzt - letzte Chance", war beispielsweise auf den Plakaten und Bannern der Klimaschützer von Extinction Rebellion zu lesen. FALMOUTH - Mit weniger Teilnehmern als bei früheren G7-Gipfeln, aber durchaus lautstark haben Hunderte Menschen bei der Konferenz der führenden westlichen Wirtschaftsmächte für ihre Anliegen geworben. (Wirtschaft, 12.06.2021 - 17:54) weiterlesen...

Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr. Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entfallen unter anderem auch die letzten zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Nur Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen. BERLIN - Die Liste der von der Bundesregierung ausgewiesenen Corona-Risikogebiete wird am Sonntag deutlich kürzer. (Wirtschaft, 12.06.2021 - 17:53) weiterlesen...

Johnson: 'Harte Botschaften' Bidens für Putin bei Gipfel in Genf. Er glaube und befürworte, dass Biden Putin "einige ziemlich harte Botschaften" übermitteln werde, sagte Johnson dem US-Sender CNN am Samstag am Rande des G7-Gipfels im südenglischen Cornwall. Auf die Frage, ob er - wie Biden - Putin für einen "Killer" halte, antwortete Johnson: "Ich denke auf jeden Fall, dass Präsident Putin Dinge getan hat, die skrupellos sind." Als ein Beispiel führte der Premierminister die Inhaftierung des Kremlkritikers Alexej Nawalny wegen "erdichteter Anklagen" an. Nawalny werde "praktisch gefoltert". CARBIS BAY - Der britische Premierminister Boris Johnson erwartet beim bevorstehenden Gipfel zwischen US-Präsident Joe Biden mit Kremlchef Wladimir Putin deutliche Ansagen der amerikanischen Seite. (Wirtschaft, 12.06.2021 - 17:53) weiterlesen...