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KERPEN - Die Polizei hat am Donnerstag erneut Aktivisten aus zwei besetzten Häusern am Braunkohletagebau Hambach geholt.

08.11.2018 - 13:32:35

Hundertschaften holen Aktivisten aus besetzten Häusern in Hambach. Die Besetzer hätten nicht auf die Aufforderung reagiert, die Gebäude im Kerpener Ortsteil Manheim freiwillig zu verlassen, sagte ein Polizeisprecher. Deshalb hätten mehrere Hundertschaften begonnen, die Braunkohlegegner aus den Häusern zu holen. Wie viele Besetzer insgesamt noch in den beiden Gebäuden waren, blieb für die Einsatzkräfte zunächst unklar.

Das Dorf Manheim soll dem Tagebau weichen. Die besetzten Gebäude gehören dem Energiekonzern RWE , der Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs bei der Aachener Polizei gestellt hatte. Ende Oktober hatte die Polizei bereits 13 besetzte Häuser geräumt und 23 Besetzer herausgeholt. Seit Wochen gibt es Konflikte zwischen der Polizei und Braunkohlegegnern, die die Ausweitung des Tagebaus Hambach verhindern wollen.

Seit Ende der Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst Anfang Oktober konzentriert sich die Besetzerszene offenbar auf leerstehende Häuser in Manheim. Binnen eines Monats seien dort mehr als 20 Strafanzeigen gestellt worden - zumeist wegen Hausfriedensbruchs, aber auch wegen Diebstahls oder Bedrohung. Das geht aus einem Bericht für den Innenausschuss des Landtags hervor. 13 Tatverdächtige seien auf frischer Tat ertappt worden. Die Polizei habe ihre Präsenz in Manheim intensiviert.

"Die Landesregierung duldet keine rechtsfreien Räume, auch nicht im Hambacher Forst", heißt es in einem Bericht von Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) für den Innenausschuss. Die Regierung werde auch "dafür Sorge tragen, dass keine Verfestigung unrechtmäßiger Zustände auf den Waldflächen eintritt".

Die Polizei hatte bis Anfang Oktober mehr als 80 Baumhäuser im Hambacher Forst geräumt und entfernt. Schon kurz darauf begannen Aktivisten mit der Errichtung neuer Baumhäuser. Mitte Oktober seien dort zwei seit Jahren polizeibekannte Angehörige der Waldbesetzerszene aufgespürt worden, hieß es weiter.

@ dpa.de

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