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KERPEN / BERLIN - Demonstrationen von mehreren tausend Braunkohlegegnern haben die weitere Räumung des Hambacher Forstes am Wochenende nicht stoppen können.

16.09.2018 - 17:08:25

GESAMT-ROUNDUP: Demos am Hambacher Forst - Streit um Ende der Kohleverstromung. Umweltschützer protestierten gegen die geplante Rodung des uralten Waldes westlich von Köln und forderten einen schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung. Die Polizei sprach von mehr als 4000 Demonstranten. Die verschiedenen Aktivistengruppen zählten 5000 bis zu 9000 Teilnehmer.

will im Herbst weite Teile des Hambacher Forstes abholzen, um weiter Braunkohle baggern zu können.

Breite Kritik an Pofallas Zeitplan zum Kohleausstieg kommt aus der Kommission selbst, aber auch aus den betroffenen Ländern. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) sagte am Sonntag der dpa, das Gremium habe noch viel Arbeit vor sich; wichtige Grundlagen seien ungeklärt. "Umso unverständlicher ist es, dass zu so einem frühen Zeitpunkt Ausstiegsdaten genannt werden." Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte der dpa, die Kohlekommission sei obsolet, wenn es solche Vorfestlegungen gebe.

Michael Vassiliadis, Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, mahnte: Wenn Pofalla mit irgendwelchen Ausstiegsdaten jongliere, "dann kappt er fahrlässig das zarte Pflänzchen des Vertrauens, das sich in dem Gremium gerade erst gebildet hatte". Mit neun anderen Kommissionsmitgliedern schrieb Vassiliadis an Pofalla, die Berichterstattung habe sie "in höchstem Maße irritiert". Die im "Spiegel" veröffentlichten Zahlen gäben nicht die bisherigen differenzierten Beratungen der Kommission wieder.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter kritisierte: "Vorfestlegungen und Geheimabsprachen erschweren die Arbeit der Kohlekommission unnötig." Zudem sei der Vorschlag viel zu ambitionslos, die Pariser Klimaziele würden damit verfehlt.

RWE bezeichnete einen Ausstieg bis 2038 als "nicht akzeptabel". Das Ende der Kohleverstromung hänge auch vom schnellen und konsequenten Ausbau der Netze und der erneuerbaren Energien ab. Die Kohlekommission müsse dafür ein schlüssiges Gesamtkonzept vorlegen.

@ dpa.de

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