CONSTANTIN FILM, DE0005800809

KARLSRUHE - Wer raubkopierte Filme auf YouTube einstellt, riskiert Schadenersatz-Forderungen - sofern die geschädigte Firma herausfinden kann, wer dahintersteckt.

08.11.2018 - 15:24:24

YouTube könnte E-Mail-Adressen von Raubkopierern herausgeben müssen. Der Bundesgerichtshof (BGH) klärt seit Donnerstag, welche Auskünfte Inhaber von Urheberrechten dabei von der Internet-Plattform erwarten dürfen. Ihre Entscheidung wollen die Karlsruher Richter an einem separaten Verkündungstermin bekanntgeben, der zunächst nicht feststand. (Az.

gab zu bedenken, dass die E-Mail-Adresse allein in vielen Fällen nicht weiterhelfe. Wer vorhabe, geschützte Werke online zu stellen, werde sich beim E-Mail-Provider kaum mit seinem richtigen Namen registrieren. Inzwischen sei auch die Telefonnummer zu einer Art "Anschrift" geworden, über die man beispielsweise Textnachrichten empfange.

"Wir brauchen Rechtssicherheit", hielt der BGH-Anwalt von YouTube dem entgegen. Auch im Interesse des Datenschutzes müsse klar sein, an wen ein Plattform-Betreiber Auskünfte zu erteilen habe und in welchem Umfang. Die Regelung im Gesetz sei abschließend. Wenn das nicht ausreiche, sei es Sache des Gesetzgebers, daran etwas zu ändern.

@ dpa.de