Einzelhandel, Konsumgüter

KARLSRUHE - Ein kräftiges Wachstum im Online-Handel hat der Drogeriekette dm trotz Corona-Pandemie ein deutliches Umsatzplus beschert.

11.11.2021 - 13:33:26

Umsatzplus bei Drogeriekette dm. Wie Deutschlands größter Drogist am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte, wuchsen die Erlöse im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr um 6,5 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro, nach 11,5 Milliarden im Vorjahr.

Die coronabedingten Einschränkungen bis hin zu Grenzschließungen hätten zeitweise zwar auch bei dm zu Umsatzrückgängen im stationären Handel geführt, teilte das Unterenhmen mit. Andererseits habe dies das Online-Shopping der Kundinnen und Kunden enorm beflügelt - "die Nachfrage hat deutlich an Dynamik zugenommen", sagte Geschäftsführer Christoph Werner.

Inzwischen werden den Angaben zufolge rund 20 000 Pakete täglich verschickt, rund 18 Millionen Menschen besuchen jeden Monat den Online-Shop. Welchen Anteil der Umsatz im Online-Geschäft am Gesamtumsatz hat, wollte Werner nicht sagen. Auch zum Gewinn macht dm traditionell keine Angaben.

Die Märkte seien aber weiter das "Herzstück" des Unternehmens. Die Drogeriemarktkette ist in bislang 13 europäischen Ländern - Polen soll als 14. Land bald hinzukommen - mit mehr als 3800 Filialen vertreten, mehr als 2000 davon in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2020/21 hatte dm rund 110 Millionen Euro in sein deutsches Filialnetz gesteckt und 45 Filialen neu eröffnet. Weitere 120 Millionen sollen in den kommenden Monaten folgen und in den Umbau sowie Neueröffnungen von Märkten fließen.

Alleine in Deutschland erwirtschaftete dm mehr als 9 Milliarden Euro

- ein Plus von 5,8 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 66

000 Mitarbeiter, davon mehr als 42 500 in Deutschland.

Ob dm erneut in das Geschäft mit kostenlosen Selbsttests einsteigt, ließ das Unternehmen zunächst offen. Dafür sei es noch zu früh und die politischen Äußerungen dazu seien zu unkonkret, sagte Werner. Generell sei man gerne bereit zu unterstützen, wenn die Rahmenbedingungen stimmten. Von März an hatte dm Schnelltest-Zentren betrieben. Zum Höhepunkt der Pandemie waren es bundesweit mehr als 500, bevor sie zum 30. September wieder geschlossen wurden. Testen war dabei nur draußen erlaubt, nicht in den Märkten selbst. Unter diesen Umständen wäre das über den Winter hinweg ohnehin nicht zu bewerkstelligen, sagte Werner.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Eurozone: Einzelhandel weitet Umsatz leicht aus. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sie sich um 0,2 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Analysten hatten im Mittel mit einem leicht stärkeren Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Der Rückgang im September fiel mit 0,4 Prozent etwas stärker aus als bisher bekannt. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Erlöse im Oktober um 1,4 Prozent. LUXEMBURG - Die Einzelhändler der Eurozone haben ihre Umsätze im Oktober leicht ausgeweitet. (Wirtschaft, 03.12.2021 - 11:03) weiterlesen...

Rio verlangt Corona-Impfnachweis auch in Bars, Restaurants und Hotels. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Dekret der Stadt hervor. Damit wird die Pflicht zum Vorzeigen eines Impfnachweises ausgeweitet. Genesene sind ausdrücklich nicht ausgenommen, auch sie müssen einen Nachweis haben. RIO DE JANEIRO - In Rio de Janeiro dürfen nur noch gegen das Coronavirus geimpfte Menschen Bars, Restaurants, Shoppingcenter sowie Schönheitssalons und Hotels betreten. (Boerse, 02.12.2021 - 19:46) weiterlesen...

WDH/STICHWORT: Die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern im Überblick (Im sechsten Absatz wurden "Bars" gestrichen: "CLUBS, PARTYS: (Wirtschaft, 02.12.2021 - 18:09) weiterlesen...

Neue Corona-Regeln sorgen für Aufschrei in Handel und Gastronomie. Der Handelsverband Deutschland befürchtet durch die geplante bundesweite Einführung der 2G-Regel in weiten Teilen des Einzelhandels Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent in den betroffenen Geschäften. Ausgenommen von der Verschärfung sind Läden des täglichen Bedarfs, also etwa Supermärkte. Bei 2G haben nur Geimpfte und Genesene Zutritt. BERLIN - Laute Rufe nach mehr staatlichen Hilfen im Handel und in der Gastronomie, Angst vor weiteren Mitarbeiterverlusten in der Gastronomie, Entsetzen bei den Feuerwerksherstellern: Die Verschärfung der Corona-Bestimmungen durch Bund und Länder hat am Donnerstag für Aufregung in vielen Branchen gesorgt. (Boerse, 02.12.2021 - 18:06) weiterlesen...

WTO-Pakt für einfachere Zulassung von Dienstleistern aus dem Ausland. Die Verhandlungen seien erfolgreich abgeschlossen worden, teilten die WTO und Botschafter von Mitgliedsländern am Donnerstag in Genf mit. GENF - Wenige Tage nach der Absage der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) haben sich 67 Mitgliedsländer auf neue Regeln über die Zulassung ausländischer Dienstleister geeinigt. (Boerse, 02.12.2021 - 17:53) weiterlesen...

Dehoga: Brauchen Fortführung des erhöhten Kurzarbeitergeldes. BERLIN - Angesichts der am Donnerstag beschlossenen bundesweiten Einschränkungen und 2G-Regeln für Gastronomie, Clubs und Diskotheken hat sich der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) für eine Fortführung des erhöhten Kurzarbeitergeldes ausgesprochen. "Wenn zum 1. Januar viele Beschäftigte kein aufgestocktes Kurzarbeitergeld mehr erhalten, sondern nur noch 60 Prozent, droht der Verlust von weiteren 100 000 Beschäftigten", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Deutschen Presse-Agentur. Auch die vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge für die Unternehmen müsse fortgesetzt werden. Dehoga: Brauchen Fortführung des erhöhten Kurzarbeitergeldes (Boerse, 02.12.2021 - 17:45) weiterlesen...