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KARLSRUHE - Der Sturz eines Reisenden auf einer Fluggastbrücke kann Airlines teuer zu stehen kommen.

21.11.2017 - 17:29:39

Fluggesellschaft haftet bei unverschuldetem Sturz auf Passagierbrücke. Der Gang über eine solche Brücke oder eine Flugzeugtreppe in den Flieger gehöre zum Einsteigevorgang, urteilte der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag.

48 000 Euro geltend gemacht - unter anderem als Schadenersatz für Heilungskosten, die erlittene Erwerbsunfähigkeit und als Schmerzensgeld.

Ob er das wirklich bekommt, ist noch offen. Das OLG muss laut BGH nun prüfen, ob die Behauptungen des Klägers zum Unfallhergang, zu dem das Berufungsgericht noch keine Feststellungen getroffen hat, richtig sind. Dabei muss auch geklärt werden, ob der Mann unverschuldet fiel oder ob ihm ein Mitverschulden angelastet werden kann. Die Lufthansa wollte sich inhaltlich zunächst nicht äußern und die ausführliche Urteilsbegründung abwarten.

Anders als das OLG Düsseldorf sieht der BGH eine Haftung nach dem Montrealer Übereinkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr für gegeben an, wenn die Feststellungen des Klägers zutreffen. Dieses Übereinkommen soll Flugreisende vor spezifischen Gefahren während einer Luftbeförderung schützen. Es erfasse auch die Vorgänge des Einsteigens und Aussteigens aus dem Flugzeug, so der BGH.

@ dpa.de

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