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KARLSRUHE / BERLIN - Ob Volkswagen , Deutsche Bahn oder Opel: Viele große Unternehmen stehen mit eigenen Impfstraßen schon in den Startlöchern für einen flächendeckenden Impfstart durch die Betriebsärzte.

03.05.2021 - 17:00:28

Impfungen in Betrieben: Lange Vorbereitung und kreative Lösungen. Mitarbeiter kleinerer Firmen werden nach Einschätzung des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) künftig wohl in den Praxen der Betriebsärzte die Gelegenheit zur Impfung bekommen.

zur Verfügung stehen werde, weil davon aktuell sehr viel produziert werde. "Der Impfstoff ist labil, da kann man nicht mit der Kühltasche über Land ziehen."

Laut Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger arbeiten viele kleinere Unternehmen schon an weiteren Lösungen, mit denen sie sich an der Impfkampagne beteiligen können. "Diese reichen von regionalen Zusammenschlüssen und Kooperationen bis hin zu Gesprächen mit den regionalen Verbänden", sagte Dulger der dpa. In einzelnen Ländern, etwa in Bayern, hätten sich schon Impfallianzen der Unternehmen gebildet.

Der VDBW blickt sehr positiv auf den Impfstart durch die Betriebsärzte, warnt aber auch vor kleineren Enttäuschungen. Es werde nicht jeder am 7. Juni drankommen, sagte Wahl-Wachendorf. "Wir haben ja viele Betriebsärzte in Deutschland und da können sicher keine Zusagen gemacht werden." Vor allem die Verfügbarkeit von den Impfstoffen sei noch nicht ganz klar.

Spätestens ab der Woche vom 7. Juni soll es dann so weit sein: Laut Bundesgesundheitsministerium sind mindestens 500 000 Impfdosen pro Woche vorgesehen. "Sollte der Impfstoff schneller geliefert werden, dann können die Betriebe auch schon vor dem 7. Juni loslegen", sagte Arbeitgeberpräsident Dulger. "Wir sollten in zwei Wochen noch einmal den Zeitplan und die Liefermengen überprüfen."

Der Industrie würde sich einen früheren Impfstart wünschen: "In vielen Unternehmen stehen die Impfstraßen für den Einsatz bereit. Statt das Impfpotenzial der Betriebsärzte jetzt flächendeckend zu nutzen, verspielen Bund und Länder einen weiteren Monat", sagte Iris Plöger, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Die über 12 000 Betriebsärzte könnten Hausärzte und Impfzentren bereits im Mai stark dabei entlasten, den über 31 Millionen Beschäftigten einen Zugang zu Corona-Impfungen zu ermöglichen.

Noch sind die Impfungen in Unternehmen allerdings auf Pilotvorhaben wie bei BASF oder Volkswagen beschränkt - etwa für Menschen aus der zweiten Priorisierungsgruppe. Für eine flächendeckende Impfung durch die Betriebs- und Werksärzte warten viele nur noch auf das Signal: "Wir sind startklar", sagte VW -Kernmarken-Chef Ralf Brandstätter der dpa am vergangenen Sonntag. Die Impfung der Belegschaft gegen das Coronavirus solle sofort beginnen, wenn die nötigen Impfstoff-Lieferungen vorliegen. Laut aktueller Planung reichten die Kapazitäten, um bis zu 15 000 Beschäftigte pro Woche einschließlich Familienangehöriger zu impfen.

Auch der Autobauer Opel hat seine Vorbereitungen abgeschlossen und könnte an seinen Standorten Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern täglich 500 und mehr Menschen impfen, wie ein Sprecher am Montag sagte. Nach der Belegschaft sollen in einem zweiten Schritt deren Angehörige geimpft werden. Ob auf dem Werksgelände auch Zulieferer oder Lieferanten geimpft werden können, werde zur Zeit geprüft.

Andere Unternehmen machen sich ebenfalls bereit. So plant die Deutsche Bahn bundesweit mindestens zehn Impfzentren. Beim Versicherer Allianz sind nach Unternehmensangaben 27 Impfstraßen an 15 Standorten vorbereitet. Beim Autozulieferer Continental könnten sich bald täglich mehr als 1000 Mitarbeiter impfen lassen.

@ dpa.de

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