Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

KAIRO - Acht Wochen nach der Blockade des Suezkanals kann die "Ever Given" ihre Fahrt trotz rechtlicher Schritte des japanischen Eigentümers noch immer nicht fortsetzen.

23.05.2021 - 16:51:59

Streit um beschlagnahmtes Schiff am Suezkanal weiter ungelöst. Ein Gericht in Ägypten lehnte am Sonntag dessen Berufungsklage gegen die Beschlagnahme des 400 Meter langen Containerschiffs ab. Das Gericht in der Stadt Ismailia sei nicht zuständig und habe den Fall an ein anderes Gericht verwiesen, sagte der für die Kanalbehörde auftretende Anwalt. Nun ist am dortigen Wirtschaftsgericht am nächsten Samstag eine Anhörung geplant.

Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff lief im März im Suezkanal auf Grund. Sechs Tage lang blockierte es die wichtige Wasserstraße zwischen Asien und Europa, die Ägypten 2020 Einnahmen in Höhe von 5,6 Milliarden Dollar (4,6 Mrd Euro) brachte. Wegen wirtschaftlicher Verluste fordert die Kanalbehörde rund 600 Millionen Dollar (495 Mio Euro) Entschädigung. Die Behörden wollen dem Schiff die Weiterfahrt erst erlauben, wenn der Streit geklärt ist.

Die Anwälte der japanischen Leasingfirma Shoei Kisen argumentierten vor Gericht, der Fehler liege bei der Kanalbehörde. Diese hätte der "Ever Given" die Durchfahrt wegen des schlechten Wetters gar nicht erlauben dürfen, sagte Anwalt Ahmed Abu Schanab. Laut den geltenden Vereinbarungen am Kanal sei die Behörde zudem verpflichtet, ein bei der Durchfahrt havariertes Schiff zu befreien. Die Firma fordert ihrerseits eine Entschädigung von 100 000 Dollar.

Die Behörde hat jegliche Schuld an dem Vorfall von sich gewiesen und pocht darauf, das Schiff vor dem Zerbrechen bewahrt und ohne Schäden an dessen 18 000 Containern befreit zu haben. Wegen der Arbeiten und dem tagelangen Stau hatte sie zunächst mehr als 900 Millionen Dollar Schadenersatz gefordert - "übertrieben", wie die Anwälte der Shoei Kisen argumentierten. Sie meinen, wegen der Verweisung an ein neues Gericht erneut Berufung gegen die Beschlagnahme einlegen zu können.

Als Reaktion auf die Blockade kündigte Präsident Abdel Fattah al-Sisi an, den Kanal erneut erweitern zu lassen. Die Arbeiten dafür begannen vergangene Woche. Nach ihrer Eröffnung 1869 wurde die Wasserstraße mehrfach ausgebaut, um mit dem zunehmenden Schiffsverkehr und den größer werdenden Schiffen mitzuhalten. 1956 wurde sie verstaatlicht. In den vergangenen Jahren fuhren im Schnitt täglich zwischen 40 und 60 Schiffe durch. Zuletzt war der Kanal 2015 erweitert worden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

UN-Flüchtlingshilfswerk: 2020 erneut mehr Menschen auf der Flucht. 82,4 Millionen wurden durch Konflikte, Verfolgung und Gewalt aus ihrer Heimat vertrieben, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) am Freitag in Genf berichtete. Das waren doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Auch der Klimawandel treibe immer mehr Menschen in die Flucht, weil sie in ihrer Heimat nicht mehr überleben können. GENF - Weltweit sind ungeachtet der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr so viele Menschen auf der Flucht gewesen wie nie zuvor. (Wirtschaft, 18.06.2021 - 07:03) weiterlesen...

Kim: Nordkorea zu Konfrontation und Dialog mit den USA bereit. Kim betonte jedoch am dritten Tag eines Treffens des Zentralkomitees der herrschenden Arbeiterpartei am Donnerstag in Pjöngjang, dass es nötig sei, "sich besonders auf Konfrontation vollständig vorzubereiten". Es gelte, die Würde des Staats und seine Interessen für eine unabhängige Entwicklung zu schützen, wurde Kim am Freitag von den Staatsmedien zitiert. Kim ist auch Parteichef. PJÖNGJANG - Nordkorea muss sich nach den Worten von Machthaber Kim Jong Un zugleich zum Dialog und zur Konfrontation mit den USA bereithalten. (Wirtschaft, 18.06.2021 - 06:44) weiterlesen...

Aktivistin Neubauer wirft Parteien 'verlogene Klimadebatte' vor. Ärmere Menschen würden "als Ausrede genutzt", um weniger Klimaschutz zu betreiben, sagte Neubauer der Deutschen Presse-Agentur. Dabei hätten die politisch Verantwortlichen "jahrzehntelang soziale Ungerechtigkeit befürwortet und eine Politik für die Wirtschaft und nicht für die Menschen gemacht", erklärte die Aktivistin. BERLIN - Die Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer wirft den politischen Parteien eine "verlogene Klimadebatte" vor. (Wirtschaft, 18.06.2021 - 06:43) weiterlesen...

Messebranche fordert Coronahilfen bis Jahresende. "Sollte die Überbrückungshilfe schon Ende September auslaufen, brächte das viele Dienstleister auf den letzten Metern der Coronakrise womöglich noch ins Straucheln", sagt Jörn Holtmeier, der Geschäftsführer des Messebranchen-Verbandes Auma. Seit März 2020 sind die Umsätze der Branche eingebrochen - nur im Spätsommer 2020 wurden einige Messen mit Publikum durchgeführt, zudem brachten Online-Angebote nur wenig Geld in die Kassen. "Die Lage ist katastrophal", sagt Holtmeier. BERLIN - Die von der Pandemie schwer gebeutelte Messebranche fordert vom Bund die Fortsetzung von Coronahilfen bis zum Jahresende. (Boerse, 18.06.2021 - 06:35) weiterlesen...

Präsidentenwahl im Iran angelaufen - Machtwechsel erwartet. Mehr als 59 Millionen Stimmberechtigte wählen am Freitag einen Nachfolger für Präsident Hassan Ruhani, der nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten durfte. Wegen der Corona-Krise wurde die Öffnungszeit der Wahllokale verlängert und ihre Zahl auf mehr als 70 000 erhöht. Erste Ergebnisse werden laut Innenministerium am Samstag oder spätestens Sonntag erwartet. Der neue Präsident soll dann im August vereidigt werden. TEHERAN - Die Präsidentenwahl im Iran hat begonnen. (Wirtschaft, 18.06.2021 - 06:35) weiterlesen...

Luftfahrtkoordinator: 'Flugscham' zuweilen eher Stammtisch-Thema. "Die Leute sind ein Stück weit ausgehungert von Reisen", sagte Luft- und Raumfahrtkoordinator Thomas Jarzombek der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld der Nationalen Luftfahrtkonferenz am Freitag in Schönefeld. Das Vorkrisenniveau werde ziemlich schnell wieder erreicht werden. SCHÖNEFELD - Nach der Corona-Krise werden die Menschen aus Sicht der Bundesregierung rasch wieder so häufig mit Flugzeugen in den Urlaub fliegen wie zuvor. (Boerse, 18.06.2021 - 06:34) weiterlesen...