Produktion, Absatz

KAARST - Kunden des Stromanbieters Stromio erhalten ihre Elektrizität nach Angaben der Netzbetreiber seit Mittwoch vom örtlichen Grundversorger.

22.12.2021 - 07:51:29

Netzbetreiber kündigen Vertrag mit Stromversorger Stromio. Der Grund: Die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) haben ihre Verträge mit Stromio kurzfristig gekündigt, wie am Dienstag bekannt wurde. Die sogenannten Bilanzkreis-Verträge sollten mit Ablauf des Dienstags enden. "Stromio konnte seinen Bilanzkreisverpflichtungen nach eigenen Angaben nicht mehr nachkommen", sagte ein Sprecher des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz. Bestätigt wurde die Kündigung auch von Amprion, TransnetBW und Tennet.

Das im rheinischen Kaarst ansässige Unternehmen Stromio war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Auch auf der Internetseite gab es zunächst keine Informationen über die Kündigung. Mehrere Medien und ein Internetportal hatten zuvor über die Kündigung durch die ÜNB berichtet. Wieviele Kunden betroffen sind, wurde nicht bekannt.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen keinen Stromausfall befürchten. Der Strom fließt durchgehend weiter. Es gibt in solchen Fällen keine Versorgungsunterbrechung, wie die Verbraucherzentrale berichtet. Der örtliche Grundversorger übernimmt die Strom- oder Gaslieferung zunächst als sogenannte Ersatzversorgung. Der Grundversorger ist immer das Unternehmen, das in einem bestimmten Netzgebiet die meisten Kunden beliefert. Meistens sind das die Stadtwerke.

Anfang Dezember hatte ein Schwesterunternehmen von Stromio, das unter den Marken gas.de und Grünwelt Gas verkauft hatte, seine Gaslieferungen an Haushaltskunden eingestellt. Als Grund hatte die Firma eine "nie dagewesene Preisexplosion an den europäischen Energiehandelsplätzen" angegeben.

Die Übertragungsnetzbetreiber kündigen solche Verträge, wenn etwa ein Stromanbieter nicht mehr so viele Strommengen liefert, wie er liefern müsste. Grund dafür könnten zum Beispiel die derzeit hohen Einkaufspreise im Großhandel sein, sofern der Anbieter keine langfristigen Strom-Lieferverträge abgeschlossen hat.

@ dpa.de

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