Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Medien, Produktion

JENA - Die Corona-Pandemie hat in sozialen Medien eine Vielzahl von Fake News hervorgerufen.

29.03.2020 - 10:31:34

VIRUS/ROUNDUP/Medienforscher: Corona-Krise verleiht Fake News hohe Verbreitung. "Falschinformationen gibt es im Prinzip immer", sagte der Jenaer Medienpsychologe Tobias Rothmund der Deutschen Presse-Agentur. Aber wenn Menschen verunsichert seien oder sich bedroht fühlten, würden sie besonders stark weiterverbreitet.

Im Extremfall führten solche Falschmeldungen nicht nur zu mehr Angst und Panik, sondern schadeten der Gesundheit - etwa bei irreführenden Tipps zur Vorbeugung oder Behandlung einer Infektion, warnte der Social-Media-Forscher. Jeder sei daher gefordert, Informationen kritisch zu hinterfragen, bevor er sie an Bekannte weiterleite.

So kursieren Behauptungen, der Erreger Sars-CoV-2 sterbe bei 26 bis 27 Grad ab - was falsch ist. In anderen Meldungen wird Luftanhalten als Schnelltest für eine Corona-Infektion empfohlen oder behauptet, wegen der Pandemie würden Festnetztelefonate nach einer bestimmten Zeit unterbrochen. In Thüringen sorgten Spekulationen über ein riesiges Zelt auf dem Flugplatz Nobitz für wirre Spekulationen: Mal sollte es als Quartier für heimlich per Flugzeug eingeschleuste Flüchtlinge dienen, mal als Quarantänestation für Corona-Infizierte. Tatsächlich parkt der Autokonzern VW in dem Zelt Neuwagen.

Die Corona-Pandemie mache den Menschen Angst und schaffe einen Hunger nach Informationen, konstatierte Rothmund. "Wir suchen nach Antworten und dabei stoßen Falschinformationen in Informationslücken." Zu unterscheiden seien zum einen Informationen, die künstlich erzeugt und absichtlich falsch seien; zum anderen Meldungen mit einem wahren Kern, der aber falsch oder missverständlich dargestellt werde. Oft reiche allerdings schon eine kurze Recherche, um Fake News auf die Schliche zu kommen. Vorsicht sei zumal immer geboten, wenn keine, ungenaue oder dubiose Quellen angegeben seien.

Dabei ist nach Ansicht des Medienpsychologen niemand vor Fakes gefeit. "Es gibt für jeden Menschen die passende Falschmeldung", betonte er. "Wenn eine Information meine Sorgen, Wünsche, Überzeugungen anspricht, dann bin ich besonders gefährdet, sie zu glauben und zu teilen." Zudem seien impulsive und spontane Menschen stärker gefährdet, Falschmeldungen in sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter oder in Messengerdiensten wie Whatsapp weiterzuverbreiten. Denn dazu reicht ein schneller Klick.

Generell gebe es Akteure, die kommerziell Falschmeldungen verbreiten und damit im Internet Geld verdienten, weiß der Fachmann: "Da gibt es eine florierende Fake-News-Industrie." Hier sehe er die Notwendigkeit rechtlich vorzugehen und entsprechende Seiten zu verbieten. In der aktuellen Corona-Krise sei ihm das aber noch nicht aufgefallen.

Auffällig sei jedoch, dass aus der rechtsextremen Szene versucht werde, die aktuelle Situation mit Hilfe von Fake News für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Dabei gehe es etwa darum, der Regierung Versagen vorzuwerfen oder Ausländer zu diskreditieren.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Mehr Angriffsfläche für Cyberkriminelle in der Corona-Pandemie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung. "Hinzu kommt, dass sich die weniger gut geschützte IT-Oberfläche, seitdem Millionen von Menschen kurzfristig von zu Hause aus arbeiten, vergrößert hat", heißt es in dem Papier der CDU-nahen Stiftung, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Anders als bei großen Unternehmen, Behörden und Organisationen fehle dort in der Regel professioneller Schutz für das IT-System. BERLIN - Die Corona-Pandemie verschafft Cyberkriminellen und Geheimdiensten mehr Möglichkeiten für Angriffe. (Boerse, 06.06.2020 - 16:35) weiterlesen...

Biden sichert sich offiziell Nominierung der US-Demokraten. WASHINGTON - Der Demokrat Joe Biden hat sich nach eigenen Angaben die nötigen Stimmen für die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei gesichert. Damit kann es nun als sicher gelten, dass er bei der Wahl am 3. November für die Demokraten gegen den Republikaner Donald Trump antreten wird, der sich um eine zweite Amtszeit bemüht. Biden erklärte in der Nacht zum Samstag, mit den Erfolgen bei den jüngsten Vorwahlen habe er sich nun mehr als die nötigen 1991 Delegiertenstimmen für die Nominierung der Partei gesichert. Biden sichert sich offiziell Nominierung der US-Demokraten (Wirtschaft, 06.06.2020 - 16:32) weiterlesen...

Frankreichs Corona-Warn-App knackt Millionen-Marke. Innerhalb von drei Tagen sei die App eine Million Mal aktiviert worden, schrieb der Staatssekretär für Digitales, Cédric O, am Samstag auf Twitter. Die kostenlose Anwendung steht seit Dienstag zum Herunterladen auf das Handy bereit. Die Regierungs hatte zuvor erklärt, damit die App aber wirksam sei, müsste sie von mehreren Millionen Französinnen und Franzosen genutzt werden. PARIS - Frankreichs Coronavirus-Warn-App "StopCovid" hat nach Angaben der Regierung die erste Millionen-Marke übertroffen. (Wirtschaft, 06.06.2020 - 16:32) weiterlesen...

Macron und Xi sprechen über Kampf gegen Corona. Macron habe in einem Telefongespräch am Freitag seine Entschlossenheit für eine starke internationale Reaktion auf die Pandemie mit drei Prioritäten zum Ausdruck gebracht, teilte der Élyséepalast mit. PARIS - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping haben sich über die Bekämpfung der Covid-19-Pandemie ausgetauscht. (Wirtschaft, 06.06.2020 - 16:32) weiterlesen...

RKI meldet 407 Neuinfektionen in Deutschland - Ausbruch in Vorpommern. Nach Pfingstgottesdiensten in Vorpommern mit einem positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Priester sind inzwischen weitere Infizierte ermittelt worden. Der katholische Priester hatte am vergangenen Wochenende Gottesdienste mit insgesamt mehr als 100 Gläubigen in Stralsund, Demmin und Grimmen gefeiert, wie das Erzbistum Berlin mitteilte. Am Dienstag wurde er positiv auf Corona getestet. Bis zum Freitag wurden insgesamt acht mit den Gottesdiensten in Zusammenhang stehende Infektionen nachgewiesen, weitere Testergebnisse standen zunächst noch aus. BERLIN - Die Serie auf Zusammenkünfte von Gruppen zurückgehender Corona-Ausbrüche in Deutschland hält an. (Wirtschaft, 06.06.2020 - 16:32) weiterlesen...

Weitere Lockerungen trotz Anstiegs der Corona-Infektionszahlen. "Es bleibt uns nichts anderes übrig, als gleichzeitig mit dem Kampf gegen die Pandemie den Menschen auch die Aufnahme ihrer Arbeit zu ermöglichen", sagte Ruhani am Samstag. Daher sollen ab Mitte Juni auch Kitas und Kinos wieder öffnen, eingeschränkt und unter Beachtung von Hygieneauflagen. Konzerte sollen ebenfalls wieder möglich sein. Auch die Moscheen sollten aufmachen und Freitagsgebete wieder veranstaltet werden, kündigte Ruhani auf seiner Webseite an. TEHERAN - Trotz steigender Infektionszahlen im Iran will Präsident Hassan Ruhani weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen vornehmen. (Wirtschaft, 06.06.2020 - 16:32) weiterlesen...