Produktion, Absatz

JÄNSCHWALDE - Klimaaktivisten sind am Montagmorgen auf das Gelände des Kohlekraftwerks in Jänschwalde im Süden Brandenburgs eingedrungen.

19.09.2022 - 10:07:28

Blockade durch Klimaaktivisten in Kohlekraftwerk Jänschwalde. Der Betreiber des Kraftwerks, das Energieunternehmen Leag, bezeichnete den Vorfall als "Angriff auf die Versorgungssicherheit". Zwei Blöcke seien komplett vom Netz genommen worden, sagte ein Sprecher.

Die Aktivisten besetzten Schienen, Gleisanlagen und Förderbänder, wie ein Sprecher der Polizei Cottbus berichtete. In den Tagebau seien die Demonstranten nicht eingedrungen. Zur Anzahl der Menschen auf dem Gelände könne er noch keine Angaben machen, sagte der Sprecher.

Die Gruppe "Unfreiwillige Feuerwehr" teilte mit, etwa 40 Menschen befänden sich auf dem Gelände und blockierten unter anderem den Kohlebunker und die Gleisverbindungen zum drittgrößten Braunkohlekraftwerk in Deutschland. Einige hätten sich an Förderbändern festgekettet. Die Aktivisten protestieren nach eigenen Angaben gegen den Betrieb des Tagebaus Jänschwalde und die Folgen der Braunkohleverstromung im Kraftwerk in Jänschwalde. Der Leag-Sprecher bestätigte, dass sich Menschen am sogenannten Grabenbunker befänden, wo Kohle gelagert wird.

Derzeit werden in dem Kraftwerk nördlich von Cottbus zusätzlich zu den vier aktiv laufenden Kraftwerksblöcken zwei Reserveblöcke reaktiviert. Sie sollen zum 1. Oktober aufgrund der Energiekrise wieder ans Netz gehen, um mehr Energiesicherheit zu haben.

@ dpa.de

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