Rocket Internet, DE000A12UKK6

(In der Meldung vom 21.12, 09.53 Uhr wurde im dritten Absatz der Name "Alexander Samwer" gestrichen.

22.12.2021 - 15:54:26

KORREKTUR: Rocket Internet einigt sich mit Hedgefonds auf Rückkauf seiner Aktien

BERLIN - Die Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet hat sich mit ihrem streitbaren Großaktionär Elliott auf den Rückkauf seiner Anteile geeinigt. Mit 35 Euro je Aktie soll der Hedgefonds fast doppelt so viel Geld bekommen, wie Rocket Internet im Zuge des Rückzugs von der Frankfurter Börse vor über einem Jahr gezahlt hatte. Für den Deal plant das Unternehmen ein allgemeines Angebot zum Aktienrückkauf, wie es am Dienstag in Berlin mitteilte. Die Aktionäre sollen der Einziehung der Aktien und der Herabsetzung des Grundkapitals auf einer außerordentlichen Online-Hauptversammlung am 31. Januar zustimmen.

An der Hamburger Börse werden die Rocket-Aktien noch gehandelt. Dort legte ihr Kurs nach den Neuigkeiten am Morgen um fast 30 Prozent auf 34,88 Euro zu.

Hinter Rocket Internet stehen die Gründer und Brüder Marc und Oliver Samwer. Das Unternehmen hatte im September 2020 seinen Rückzug von der Börse eingeleitet. Die Samwer-Holding Global Founders hält mit gut 62 Prozent die Mehrheit an dem Unternehmen. Den übrigen Aktionären bot Rocket Internet 18,57 Euro je Anteilsschein, hatte damit aber nur beschränkten Erfolg. Der Hedgefonds Elliott des Investors Paul Singer baute daraufhin bis Ende vergangenen Jahres eine Beteiligung von 15 Prozent auf. Inzwischen hält er den letzten Angaben zufolge rund 21,86 Millionen Aktien, was einem Anteil von 20,22 Prozent entspricht. Der Hedgefonds ist bekannt dafür, sich in solche Fälle wie Rocket einzukaufen, um dann später einen höheren Preis herausschlagen zu können.

Im Zuge des nun geplanten Rückkaufangebots würde Rocket Internet bis zu knapp 27,7 Millionen Anteile zurückkaufen. Dabei will Global Founders den Großteil seiner Andienungsrechte an Elliott übertragen, damit der Hedgefonds bei dem Rückkauf ausreichend zum Zuge kommt. Sowohl Global Founders als auch Elliott haben den Angaben zufolge vereinbart, für die Kapitalherabsetzung zu stimmen. Elliott habe sich im Gegenzug verpflichtet, seine Anteile anzudienen.

@ dpa.de