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NOVARTIS AG, CH0012005267

(In dem Text wurden Tippfehler entfernt.)

25.11.2019 - 05:10:24

WDH: Novartis setzt mit Medicines-Kauf auf Geschäft mit neuem Cholesterin-Senker

ZÜRICH - Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will mit der Milliardenübernahme des US-Arzneimittelherstellers Medicines das lukrative Geschäft mit Medikamenten gegen Herzkrankheiten stärken. Medicines habe einer Offerte in Höhe von 85 US-Dollar je Aktie zugestimmt, wie Novartis am Sonntagabend mitteilte. Die Transaktion habe damit - Wandelanleihen und ausstehende Zusatzvergütungen mit Aktien etwa für Mitarbeiter eingeschlossen - ein Volumen von 9,7 Milliarden Dollar (8,8 Mrd Euro). Zuvor hatte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, dass sich beide Unternehmen einig seien.

Der Preis von 85 Dollar je Aktie liegt fast ein Viertel über dem Schlusskurs der Medicines-Papiere vom Freitag. Allerdings hatten Spekulationen über eine Offerte den Kurs bereits in der vergangenen Woche nach oben getrieben. Laut Novartis entspricht der Preis einem Aufschlag von rund 41 Prozent zum volumengewichteten Durchschnittskurs der 30 Tage bis zum 22. November.

Novartis, das es an der Börse auf einen Wert von mehr als 200 Milliarden Dollar bringt, hofft mit der Akquisition das Geschäft im lukrativen Markt für Medikamente gegen Herzkrankheiten auszubauen. Die Schweizer heben dabei den Cholesterinsenker Inclisiran von Medicines hervor, der Patienten helfen soll, bei denen sogenannte Statine eher schlecht wirken. Daten aus drei klinischen Phase-III-Studien zu Inclisiran hätten einer dauerhafte Senkung des LDL-Cholesterins gezeigt bei einem gleichzeitig guten Sicherheitsprofil, heißt es von Novartis.

Medicines wird den Angaben zufolge noch im Schlussquartal 2019 einen Zulassungsantrag für Inclisiran in den USA einreichen, sowie in Europa im ersten Jahresviertel 2020. Daher rechnen die Schweizer mit einem Umsatzbeitrag des Mittels bereits ab 2021. Zudem verspricht sich Novartis Umsatzsynergien, da die Vertriebler dann noch mehr Mittel gegen Herzkrankheiten aus einer Hand anbieten könnten.

@ dpa.de