Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

UNITED INTERNET AG, DE0005089031

(Im letzten Absatz muss es heißen "1&1" rpt "1&1".

17.06.2021 - 10:20:28

WDH/Kein Huawei: Netzbetreiber setzen beim 5G-Kernnetz auf Ericsson

gab am Donnerstag einen Vertrag für das sogenannte Kernnetz mit dem schwedischen Konzern Ericsson bekannt, die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Die anderen beiden deutschen Netzbetreiber Telefónica und die Deutsche Telekom setzen ebenfalls nicht auf Huawei.

Im Antennennetz, das nur die Antennen umfasst und keine Datenverarbeitung beinhaltet, sieht das allerdings anders aus: Vodafone und die Deutsche Telekom arbeiten hier mit Ericsson und Huawei, Telefónica hat hier Verträge mit Nokia und Huawei.

Nach einer langen politischen Debatte um Sicherheitsbedenken gegen Huawei und andere Technologiekonzerne aus China hatte der Bund im vergangenen Jahr strenge Zertifizierungsauflagen festgelegt. Danach können auch chinesische Anbieter wie Huawei und ZTE beim 5G-Ausbau mitmachen. Bei der Zertifizierung durch deutsche Behörden gibt es aber ein Art politisches Veto-Recht. Das wurde in der Telekommunikationsbranche als Unsicherheitsfaktor für die Firmenpläne wahrgenommen.

Vodafone betont, dass die Entscheidung für Ericsson gefallen sei, weil der schwedische Anbieter die beste Leistung biete. Zudem wird darauf verwiesen, dass man schon lange mit Ericsson zusammen arbeite. Dem Vernehmen nach war neben weiteren Herstellern auch das finnische Unternehmen Nokia in der engeren Auswahl.

Beim 5G-Antennennetz von Vodafone wird Technik von Huawei und von Ericsson verbaut. Dieser Teil des Netzes gilt als weniger kritisch, weil Daten hier nur weitergeleitet und nicht verarbeitet werden. Allerdings wird bei 5G die klare örtliche Trennung zwischen Kernnetz und Antennennetz teilweise aufgehoben. Denn beim "Mobile Edge Computing" kommen Mini-Rechner zum Einsatz, die unweit der Antennen hängen, etwa in Fabrikhallen. Dadurch soll Echtzeit-Kommunikation ermöglicht werden: Daten werden nicht mehr in weit entfernte Rechenzentren geleitet, sondern zur Datenverarbeitung vor Ort.

Das ist für "Campusnetze" der Industrie wichtig, die dadurch einen abgeschirmten 5G-Mobilfunk haben. Funktional gehörten solche Minirechner zum Kernnetz, heißt es von Vodafone. Die Vereinbarung mit Ericsson betrifft aber nur das öffentliche Kernnetz, also die Rechenzentren. Ob Vodafone beim "Mobile Edge Computing" ebenfalls auf Huawei verzichtet, ist noch nicht beschlossen: Bisher gebe es das Edge Computing nur auf Projektbasis, in den meisten Fällen werde dabei Technik von Ericsson genutzt, sagt ein Vodafone-Sprecher. In diesem Segment gebe es eine Vielzahl von Anbietern.

Die Wettbewerber haben einen ähnlichen Kurs eingeschlagen. Telefónica mit seiner Marke O2 verbaut Technik von Ericsson im Kernnetz sowie Anlagen von Huawei und Nokia im Antennennetz. Die Deutsche Telekom setzt beim Kernnetz nach eigenen Angaben "auf europäische und amerikanische Hersteller" und beim Antennennetz auf Ericsson und Huawei. Die Wahl der Zulieferer beim Antennennetz begründet ein Telekom-Sprecher damit, dass bei der energiesparenden SRAN-Technologie 5G-Komponenten nur auf 4G-Komponenten desselben Herstellers aufgesetzt werden können.

Als vierter Mobilfunk-Netzbetreiber ist United Internet mit seiner Tochter 1&1 in den Startlöchern. Der "Welt am Sonntag" hatte Konzernchef Ralph Dommermuth unlängst gesagt, dass man das neue Netz ohne chinesische Anbieter plane.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Auch 1&1-Mutter United Internet schraubt Ausblick nach oben - Aktie hoch. Für das laufende Jahr strebt der Vorstand nun einen Erlös von 5,6 Milliarden Euro an, wie das Unternehmen am Mittwochabend in Montabaur mitteilte. Bislang waren 5,5 Milliarden Euro kommuniziert worden. Das operative Ergebnis 2021 soll nun bei 1,25 Milliarden Euro statt 1,22 Milliarden Euro liegen. Darin enthalten seien unverändert Kosten von rund 30 Millionen Euro für den 5G-Netzausbau sowie 40 Millionen Euro für neue Produkte des Internetdienstanbieters Ionos. Die Aktie ging leicht nach oben. MONTABAUR/MAINTAL - Nach der Prognoseerhöhung seiner Tochter 1&1 will auch der Internetkonzern United Internet eine Schippe drauflegen. (Boerse, 05.08.2021 - 20:31) weiterlesen...

United Internet erhöht nach erfolgreichem 1. Halbjahr 2021 die Prognose für das Gesamtjahr United Internet erhöht nach erfolgreichem 1. (Boerse, 04.08.2021 - 20:23) weiterlesen...

Telekomanbieter 1&1 wird optimistischer für 2021 - Aktie geht nach oben. Zuvor hatte das Team um Konzernchef Ralph Dommermuth 20 Millionen Euro weniger in Aussicht gestellt. Auf der Handelsplattform Tradegate ging die Aktie um 2 Prozent nach oben. MONTABAUR/MAINTAL - Ein gutes erstes Halbjahr hat den Telekomanbieter 1&1 am Mittwochabend in Maintal mit. (Boerse, 04.08.2021 - 19:39) weiterlesen...

1&1 will mit Rakuten Open-Ran-Mobilfunknetz aufbauen. Konkret solle Rakuten die aktiven Netzbestandteile installieren und für die Gesamtperformance des Netzes verantwortlich sein. 1&1 bekomme Zugriff auf die Steuerungsplattform. Der Bau des 1&1-Netzes solle im kommenden Quartal beginnen. MAINTAL - Der Telekommunikationsanbieter 1&1 macht Ernst mit dem Aufbau seines 5G-Mobilfunknetzes: Gemeinsam mit dem japanischen Internetunternehmen Rakuten solle das europaweit erste vollständig virtualisierte Mobilfunknetz auf Basis des offenen Standards Open-Ran geschaffen werden, teilte die United-Internet-Tochter am Mittwoch in Maintal mit. (Boerse, 04.08.2021 - 16:51) weiterlesen...