Öl, Gas

(Im ersten Absatz wurde der Wochentag berichtigt.)

11.08.2022 - 12:54:26

WDH: IEA erwartet wegen der Gaskrise stärkeres Wachstum der Ölnachfrage

PARIS - Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Rohöl angehoben. Die im Zuge des Ukraine-Kriegs verursachte Gaskrise mit einem massiven Preisanstieg für Erdgas an den Rohstoffmärkten habe dazu geführt, dass Industrieunternehmen und Kraftwerke ihre Anlagen verstärkt mit Öl betreiben, heißt es in dem am Donnerstag in Paris veröffentlichten Monatsbericht der IEA. In den vergangenen Monaten hat Russland die Gaslieferungen nach Europa drastisch reduziert.

Die Agentur erwartet für das laufende Jahr ein Wachstum der weltweiten Ölnachfrage um 2,1 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag. Das sind 380 000 Barrel pro Tag oder etwa zwei Prozent mehr als in der vorangegangenen Schätzung. Die gesamte Nachfrage dürfte nach Einschätzung der Agentur im laufenden Jahr bei 99,7 Millionen Barrel pro Tag liegen. Im kommenden Jahr dürfte die Nachfrage dann auf täglich 101,8 Millionen Barrel ansteigen.

Die höhere Nachfrage nach Rohöl sei vor allem in den Regionen Europa und Naher Osten zu erwarten, heißt es weiter in dem Monatsbericht des Interessenverbands von westlichen Industriestaaten.

Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, habe sich die russische Ölförderung trotz der Sanktionen von westlichen Staaten stabiler als erwartet gehalten. So sei die Produktion in den vergangenen drei Monaten sogar gestiegen und habe im Juli bei etwa 10,8 Millionen Barrel pro Tag gelegen. Die IEA erklärte den Anstieg mit "robusten Exporten" von russischem Öl nach Asien.

In den kommenden Monaten sei aber durch neue Sanktionen der Europäischen Union (EU) mit einem Rückgang der russischen Ölproduktion zu rechnen. Dies dürfte dazu führen, dass die Fördermenge zu Beginn des kommenden Jahres um etwa 20 Prozent einbrechen könnte.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

EU verurteilt gewaltsame Niederschlagung von Demonstrationen im Iran. "Für die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten ist der weit verbreitete und unverhältnismäßige Einsatz von Gewalt gegen gewaltlose Demonstranten nicht zu rechtfertigen und nicht hinnehmbar", erklärte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Sonntag im Namen der 27 Mitgliedstaaten. BRÜSSEL - Die Europäische Union hat die gewaltsame Niederschlagung regimekritischer Demonstrationen im Iran verurteilt. (Boerse, 25.09.2022 - 19:38) weiterlesen...

Teheran bestellt Botschafter Norwegens und Großbritanniens ein. Der norwegische Botschafter sei am Vortag zum Gespräch im iranischen Außenministerium gewesen, teilte Oslo auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit. Es sei um Twitter-Nachrichten des norwegischen Parlamentspräsidenten Massud Gharechani gegangen. TEHERAN - Im Zusammenhang mit den Protesten im Iran sind die Botschafter Norwegens und Großbritanniens einbestellt worden. (Boerse, 25.09.2022 - 15:25) weiterlesen...

Kretschmann macht Union und SPD für Energiekrise mitverantwortlich. "Jetzt fallen uns die strategischen Fehlentscheidungen der letzten Bundesregierungen auf die Füße", sagte Kretschmann am Samstag beim Parteitag der Südwest-Grünen in Donaueschingen. Sie hätten Deutschland von russischem Öl, Kohle und Gas abhängig gemacht und zugeschaut, wie Gazprom Speicher, Leitungen und Raffinerien aufgekauft haben. "Das war einfach leichtsinnig und naiv." Die großen Koalitionen aus Union und SPD hätten den Ausbau der Erneuerbaren Energien hart ausgebremst. "Dafür bezahlen wir jetzt die Zeche", sagte Kretschmann. DONAUESCHINGEN - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Union und SPD eine Mitverantwortung für die Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs gegeben. (Boerse, 25.09.2022 - 14:42) weiterlesen...

Katar beteiligt Total an weiterem Abschnitt von Flüssiggas-Projekt. Nach der im Juni verkündeten Beteiligung am North Field East (NFE) geht es nun um das North Field South (NFS), teilte Totalenergies am Sonntag mit. PARIS/DOHA - Katar beteiligt den französischen Energiekonzern Totalenergies an einem weiteren Bereich eines Flüssiggas-Projekts, mit dem das arabische Land seine Exportfähigkeit an Flüssiggas (LNG) erheblich steigern will. (Boerse, 25.09.2022 - 14:27) weiterlesen...

VW-Aufsichtsrat Weil rechnet kurzfristig nicht mit E-Fuels bei Autos. Die sogenannten E-Fuels wären interessant, wenn man einen Otto-Motor damit zu bezahlbaren Preisen CO2-neutral nutzen könnte, sagte der SPD-Politiker, der auch im Aufsichtsrat des Volkswagen -Konzerns sitzt, der Deutschen Presse-Agentur. "E-Fuels haben allerdings auch einen entscheidenden Nachteil: Sie sind enorm energieintensiv, und wir benötigen erneuerbare Energien in Deutschland auf absehbare Zeit für andere Zwecke. HANNOVER - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hält E-Fuels für interessant, rechnet in der nächsten Zeit aber nicht mit dem Einsatz synthetischer Kraftstoffe bei Autos. (Boerse, 25.09.2022 - 14:22) weiterlesen...

Monopolkommission: Uniper-Verstaatlichung keine langfristige Lösung. Angesichts der allgemeinen Lage sei die Verstaatlichung zwar "politisch nachvollziehbar", sagte der Vorsitzende der Monopolkommission, Jürgen Kühling, der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe). Doch er warnte davor, dass der Schritt keine langfristige Lösung sein dürfe. "Wir müssen dann wieder zurück zum Wettbewerb kommen. BERLIN - Ein Beratergremium der Bundesregierung sieht in der geplanten Verstaatlichung des Gasimporteurs Uniper auf Dauer eine Gefahr für den Wettbewerb. (Boerse, 23.09.2022 - 20:20) weiterlesen...