HONG KONG EXCHANGES & CLEARING, HK0388045442

(Im 5.

11.09.2019 - 12:58:25

KORREKTUR/ROUNDUP/Megadeal: Börse Hongkong will Londoner Börsenplatz übernehmen. Absatz, 4.

(LSE) erklärte in einer Stellungnahme, die Pläne prüfen zu wollen. Den Schritt der Börse Hongkong nannte der Börsenbetreiber "unverlangt und vorläufig". Die LSE-Aktie stieg zwischenzeitlich um mehr als 15 Prozent.

Die Transaktion sieht dabei eine kombinierte Zahlung in bar sowie neu zu emittierende HKEX-Aktien vor. Insgesamt entspreche dies einer Prämie von knapp 23 Prozent auf den letzten Börsenkurs von LSE, so die Börse Hongkong. Dabei strebt HKEX eine Fusionsvereinbarung mit der LSE an - behält sich aber auch ein Übernahmeangebot vor. Details wolle man mit dem Management der LSE besprechen.

Der Hongkonger Börsenbetreiber prüft dabei eigenen Angaben zufolge bereits seit Monaten eine solche Transaktion. Eine Übernahme kommt zu einer Zeit, wo die Londoner Börse selbst vor einem Megazukauf steht: Die LSE will den Datenanbieter Refinitiv mit einem Unternehmenswert von 27 Milliarden US-Dollar übernehmen. Die Honkonger Börse erklärte dazu, ihr Angebot sei von der Absage der Refinitiv-Übernahme abhängig. Die LSE teilte mit, an ihren Refinitiv-Plänen festzuhalten und dabei gut voranzukommen.

HKEX hatte 2012 bereits die Londoner Metall Börse für 1,4 Milliarden Pfund übernommen. Auch die LSE war bereits ins Fusionsvorhaben verstrickt: Eine Fusion mit der Deutschen Börse scheiterte vor einigen Jahren.

Ronald Wan, Chef des Investmentberater Partners Capital International in Hongkong, sieht in dem Deal hohe Hürden - insbesondere politischer Natur. Hongkong sei eine Sonderverwaltungszone Chinas. Eine Übernahme der LSE durch HKEX könnte auch als Übernahme durch China gesehen werden. Eine Transaktion sei politisch "super sensibel".

Die britische Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom sagte auf Bloomberg TV, die Regierung werde jedweden Zusammenschluss zwischen den Börsen genau untersuchen. Vor allem würde man sehr genau auf alles schauen, was sicherheitsrelevante Auswirkungen auf Großbritannien haben könnte.

@ dpa.de