VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

(Im 1.

09.11.2018 - 09:21:25

WDH/ROUNDUP: Breite Kritik am Diesel-Kompromiss der Autobranche mit Scheuer. Satz des 6.

und Daimler machten rund 30 Prozent der Dieselfahrzeuge in Deutschland aus, der Rest bliebe unberücksichtigt, sagte Dudenhöffer dem "Mannheimer Morgen" (Freitag).

Für den ADAC ist laut Vizepräsident Ulrich Klaus Becker wichtig, "dass für Autofahrer, die sich trotz Umtauschprämien und Rabatten kein neues Auto leisten können, eine technische Nachrüstung weiterhin die Chance bietet, trotz drohender Fahrverbote mobil zu bleiben und den Wertverlust ihrer Dieselautos aufzufangen". Alle Hersteller sollten jetzt solche Angebote machen.

Am Donnerstag hatte ein Gericht auch für Köln und Bonn Sperrungen für ältere Diesel angeordnet. In Hamburg gibt es bereits Einschränkungen. Gerichte hatten Fahrverbote ab 2019 auch für Stuttgart, Berlin oder Frankfurt angeordnet. In vielen Städten werden Schadstoff-Grenzwerte nicht eingehalten, Dieselabgase gelten als ein Hauptverursacher.

Nach dem mit Scheuer erzielten Kompromiss wollen VW, Daimler und BMW ihre Angebote an betroffene Kunden aufstocken. Die drei Unternehmen hätten fahrzeugbezogen bis zu 3000 Euro für "Mobilitätslösungen" in den "Intensivstädten" zugesagt, sagte Scheuer.

Die Hersteller hatten bereits höhere Preisnachlässe auf den Weg gebracht, wenn Kunden ihre alten Diesel in Zahlung geben und einen saubereren Wagen kaufen. Diese Regelung gilt für 15 "Intensivstädte" in Deutschland, in denen Schadstoff-Grenzwerte vor allem durch Dieselabgase besonders stark überschritten werden. Die "Umtauschprämien" laufen je nach Hersteller bis 2019 und 2020.

Diese Umtauschaktionen sollen weiter im Vordergrund stehen, so Scheuer. Nutzen aber betroffene Dieselbesitzer diese Aktionen nicht, sind weitere Maßnahmen geplant. Demnach sind Volkswagen und Daimler bereit, die dann noch verbliebenen älteren Dieselautos in den "Intensivstädten" für bis zu 3000 Euro pro Wagen mit Katalysatoren nachrüsten zu lassen - das sind die Hardware-Nachrüstungen. Bisher hatten VW und Daimler angeboten, 2400 Euro pro Fahrzeug zu zahlen.

Bei Daimler hieß es, die Nachrüstung müsse vom Kraftfahrt-Bundesamt zugelassen werden und nachweislich dazu berechtigen, in bestimmten Städten auch in Straßen mit Fahrverboten einzufahren. VW kündigte an, sich an Hardware-Nachrüstungen zu beteiligen, wenn Kunden dies wünschten. Der Konzern werde sie aber nicht anbieten oder empfehlen.

BMW dagegen lehnt Hardware-Nachrüstungen weiter ab. Der Konzern will betroffene Dieselbesitzer aber nach Auslaufen der "Umtauschprämien" mit 3000 Euro unterstützen - etwa für einen Neukauf.

Es wird davon ausgegangen, dass Hardware-Nachrüstungen nicht vor 2020 verfügbar sind. Vor diesem Hintergrund sagte VDA-Präsident Bernhard Mattes, die drei deutschen Hersteller würden für die Zeit nach 2020 sicherstellen, dass Kunden mit Euro-5-Diesel-Altfahrzeugen durch herstellerspezifische Angebote "mobil bleiben" könnten.

Nach den jüngsten Fahrverboten rechnet die Deutsche Umwelthilfe in weiteren Städten in Nordrhein-Westfalen mit ähnlichen Entscheidungen. In der kommenden Woche befasst sich das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen mit einer Klage zu Essen und Gelsenkirchen.

Das 2017 von der Bundesregierung aufgelegte Sonderprogramm "Saubere Luft" zur Unterstützung von Kommunen mit hohen Schadstoffwerten wird nach einem Medienbericht weiter kaum genutzt. Von der bereitstehenden eine Milliarde Euro sei bisher erst knapp eine Million Euro abgerufen worden, heißt es laut dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

BMW kann Rückstand auf Mercedes im Oktober nicht aufholen. Im Oktober verkaufte der Konzern weltweit 171 131 Autos der Marke BMW und damit 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Dax -Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte. MÜNCHEN - Der Autobauer BMW hinkt bei seiner Stammmarke im Verkauf von Autos dem Rivalen Mercedes-Benz wieder weiter hinterher. (Boerse, 14.11.2018 - 09:45) weiterlesen...

BMW kann Rückstand auf Mercedes im Oktober nicht weiter verkürzen. Im vergangenen Monat verkaufte der Konzern weltweit 171 131 Autos der Marke BMW und damit 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Dax -Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte. MÜNCHEN - Der Autobauer BMW hat den Rückstand seiner Stammmarke im Verkauf von Autos gegenüber dem Rivalen Mercedes-Benz im Oktober nicht weiter verkürzen können. (Boerse, 14.11.2018 - 09:02) weiterlesen...

Einzelhandel wehrt sich gegen drohende Diesel-Fahrverbote. "Fahrverbote müssen ein für alle Mal vom Tisch", sagte der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Sie seien "Gift für den Handel". Hier müsse die Politik handeln. Viele kleine Händler in der Innenstadt kämpften angesichts des boomenden Online-Handels ums Überleben. Fahrverbote würden deren Problem noch verschärfen. Denn es drohe dadurch ein weiterer Attraktivitätsverlust der Innenstädte. BERLIN - Der deutsche Handel wehrt sich gegen die in immer mehr Städten drohenden Diesel-Fahrverbote. (Boerse, 14.11.2018 - 07:07) weiterlesen...

Landgericht Neubrandenburg verkündet Urteile zu Diesel-Affäre. Besitzer von Fahrzeugen mit VW-Dieselmotoren fordern vom Konzern jeweils die Rückabwicklung ihrer Autokäufe. Die Männer aus Neustrelitz und Röbel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) werfen dem Autobauer vor, sie bei Abgaswerten getäuscht zu haben. Die Zivilkammer hatte zuletzt in dem Zusammenhang in zwei Fällen anderen Klägern bereits Recht zugesprochen. NEUBRANDENBURG - Am Landgericht Neubrandenburg werden am Mittwoch (13.00 Uhr) zwei weitere Urteile im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal beim Autobauer Volkswagen (VW ) verkündet. (Boerse, 14.11.2018 - 05:47) weiterlesen...

VW informiert Belegschaft über Pläne für das Werk in Emden. Die Belegschaft des VW -Werkes will erfahren, wie lange es dort noch mit der Produktion von Passat-Limousinen weitergeht. Vorige Woche hatten Medienberichte für Aufsehen gesorgt, wonach die Passat-Modell bis 2022 aus Emden verlegt werden und dort stattdessen Elektro-Kleinwagen vom Band laufen sollen. Die Flaute beim Passat-Absatz hatte in diesem Jahr schon mehrfach zu Kurzarbeit und Schließtagen in dem Werk mit 9000 Beschäftigten geführt. Die Folgen waren auch für Zulieferer spürbar. EMDEN - Der künftige Kurs bei Volkswagen steht im Mittelpunkt von zwei Betriebsversammlungen (9.00 Uhr und 14.00 Uhr) am Mittwoch im ostfriesischen Emden. (Boerse, 14.11.2018 - 05:47) weiterlesen...

Paris verbietet 2019 ältere Diesel in der Stadt - 'Sieg für Bürger'. "Das sind gute Nachrichten für die Gesundheit aller Bewohner", sagte Anne Hidalgo der Zeitung "Le Parisien". Die Entscheidung sei "ein Sieg für die Bürger". Die Stadt hatte am Montag beschlossen, dass Diesel-Fahrzeuge, die vor 2001 registriert wurden, nicht mehr im Großraum Paris fahren dürfen. PARIS - Im Großraum Paris dürfen ab Mitte 2019 keine alten Diesel-Fahrzeuge mehr fahren - die Bürgermeisterin hat dieses Verbot am Dienstag begrüßt. (Boerse, 13.11.2018 - 18:32) weiterlesen...