HPE, Jahresplus

HPE: 106 Prozent Jahresplus vor Kursrutsch

06.06.2026 - 14:08:59 | boerse-global.de

Hewlett Packard Enterprise meldet dank KI-Infrastruktur einen Rekordumsatz und hebt die Jahresprognose deutlich an.

HPE: KI-Boom treibt Rekordumsatz und optimistische Prognose
HPE - Ein beschädigter Server-Rack mit einem Riss auf glänzender Oberfläche, umgeben von einem unscharfen Rechenzentrum, symbolisiert einen Kursrutsch. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Hewlett Packard Enterprise hat die Erwartungen übertroffen. Der Technologiekonzern meldete für das zweite Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 10,7 Milliarden Dollar – ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie verdoppelte sich auf 0,79 Dollar. Die Reaktion der Börse fiel dennoch verhalten aus: Der Aktienkurs gab am Freitag um 8,06 Prozent auf 42,54 Euro nach.

Auf Wochensicht notiert die Aktie aber 15,41 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn beträgt der Zuwachs sogar 106 Prozent. Ein klassischer Fall von Gewinnmitnahmen nach einem atemberaubenden Lauf.

KI-Infrastruktur als Turbo

Der Haupttreiber des Wachstums ist das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz. Neue KI-Aufträge in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar gingen im Quartal ein. Der gesamte Auftragsbestand für KI-Systeme stieg auf 5,9 Milliarden Dollar. HPE profitiert dabei von einer Verbreiterung der Nachfrage: Nicht nur große Cloud-Anbieter ordern, sondern auch Unternehmenskunden und staatliche Stellen.

Das Networking-Segment legte um 148 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar zu. Die Übernahme von Juniper Networks im vergangenen Jahr zahlt sich aus und wird intern als „Game-Changer" für die Netzwerksparte bezeichnet. HPE setzt verstärkt auf KI-native Netzwerklösungen für komplexe Hybrid-Umgebungen.

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Prognose deutlich angehoben

Das Management hob die Jahresprognose kräftig an. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet HPE nun ein Umsatzwachstum von 29 bis 33 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 3,35 und 3,45 Dollar liegen. Das Unternehmen erreiche seine längerfristigen Ziele damit zwei Jahre früher als geplant.

Einziger Wermutstropfen: Die Lieferverfügbarkeit von Komponenten bremst das Geschäft. Der Auftragspipeline fehlt es nicht an Interesse – sondern an Bauteilen. Das Management spricht von einer „mehrfachen Überzeichnung" des Auftragsbestands durch die Pipeline.

Parallel dazu hob HPE die Dividende auf 0,1425 Dollar je Aktie an. Zudem wurde Chris Hsu, Partner bei Elliott Investment Management, in den Aufsichtsrat berufen.

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Für das kommende Jahr gibt sich HPE zuversichtlich. Der Ausblick für 2027 sieht ein Umsatzplus von 8 bis 12 Prozent und einen Gewinnanstieg von 12 bis 16 Prozent pro Aktie vor. Die entscheidende Frage bleibt, ob die Lieferketten mithalten können.

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