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Uber, US90353T1007

HONGKONG - In Hongkong sehen die Macher der chinesischen Video-App Kuaishou dem weltweit größten Technologie-Börsengang seit fast zwei Jahren entgegen.

04.02.2021 - 06:12:25

IPO: Tiktok-Konkurrent Kuaishou geht in Hongkong an die Börse. In der Zeichnungsfrist vor dem ersten Handelstag am Freitag boten Anleger für die ausgegebenen Aktien 5,4 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro). Laut Berechnungen der Finanzagentur Bloomberg ist das mehr als bei jedem anderen Tech-Börsengang seit dem des Fahrdienst-Vermittlers Uber im Mai 2019. Kuaishou erreichte damit vor dem Handelsstart einen Marktwert von rund 60 Milliarden Dollar.

Kuaishou, was wörtlich übersetzt soviel bedeutet wie "schnelle Hand", ist in China der größte Konkurrent der chinesischen Video-App Douyin, die im Westen unter dem Namen Tiktok firmiert.

Über die App, die nach eigenen Angaben über mehr als 300 Millionen aktive Nutzer verfügt, können kurze Videos selbst erstellt und mit anderen Nutzern geteilt werden. Wichtiger für den Erfolg der App ist aber das Live-Streaming. Zu sehen sind etwa Nutzer, die Make-up-Tipps geben, kochen oder tanzen.

Der größte Umsatzbringer von Kuaishou sind digitale Geschenke, die Zuschauer den Machern der Live-Videos senden können. Eine animierte Blume kostet umgerechnet nur wenige Cent. Teurere Geschenke können mitunter mehrere Hundert Euro kosten. Kuaishou und die Anbieter der Videos teilen die Einnahmen auf.

Neben Werbung setzt Kuaishou auch auf einen eigenen Online-Shop, wo Produkte gekauft werden können, die Live-Streamer in ihren Videos anpreisen.

Obwohl das Geschäft von Kuaishou in den letzten Jahren schnell wuchs, hat das Startup mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen. So könnten verschärfte Regeln für Streaming-Dienste in China zu einer Belastung werden. Nur Tage vor dem Börsengang trat zudem die chinesische Urheberrechts-Organisation CAVCA auf den Plan, die Kuaishou beschuldigt, zahlreiche Nutzer hätten Musik-Urheberrechte in ihren Videos verletzt.

Gleichzeitig kämpft Kuaishou mit Marktführer Douyin und anderen Anbietern erbittert um Marktanteile. Das Unternehmen war im Jahr 2019 profitabel, verbuchte laut seinem Börsen-Antrag aber im ersten Halbjahr 2020 einen Verlust von 6,3 Milliarden Yuan (etwa 811 Millionen Euro).

@ dpa.de

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