EON AG, DE000ENAG999

Hohe Energiepreise belasten Eon - Profitiert im Nicht-Kerngeschäft

10.08.2022 - 13:55:30

ausgegründet.

Auf Konzernebene sank der bereinigte Überschuss um ein Fünftel auf 1,4 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung ging von 38,8 Milliarden Euro zum Jahresende 2021 auf jetzt 37,4 Milliarden zurück. Dieser Zugewinn an finanziellem Spielraum ist laut Eon vor allem das Ergebnis der gestiegenen Zinsen, die zu einer Verringerung der Pensionslasten führen. Außerdem war auch der operative Mittelzufluss im zweiten Quartal wieder positiv.

In seinen Kerngeschäften bestätigte Eon die Jahresprognose. Im Nicht-Kerngeschäft erwartet das Management dank der gestiegenen Energiepreise jetzt 200 Millionen Euro mehr und hob die Spanne für das bereinigte operative Ergebnis auf 0,8 bis 1 Milliarde Euro an. In dem Bereich bündelt Eon den Rückbau der deutschen Kernkraftwerke, die von der Einheit Preussenelektra gesteuert werden, sowie das Erzeugungsgeschäft in der Türkei.

Dabei gab sich das Management am Mittwoch zurückhaltend zur Frage eines Weiterbetriebs seines Atomkraftwerks Isar in Niederbayern, signalisierte aber gleichzeitig Gesprächsbereitschaft. Seit Jahren bereite Eon sich technisch und organisatorisch auf die Stilllegung und den Rückbau der Kernkraftwerke vor. "Sollte die Bundesregierung im Rahmen des laufenden Stresstests zu einer Neubewertung der Lage kommen, dann sind wir zu Gesprächen bereit", sagte Spieker.

Vorstandsvorsitzender Birnbaum betonte, dass die Planung den Stillstand vorsehe: "Wir haben keine Planung für einen Weiterbetrieb in welcher Art auch immer. Wir kennen auch die Randbedingungen eines solchen Weiterbetriebes nicht. Explizit: Wir haben dazu keine Zahlen, wir haben auch keine Rechnungen gemacht."

@ dpa.de