Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Ernährung, Produktion

Hochseefischerei dringt auf schnelles Abkommen mit Großbritannien

05.01.2020 - 14:13:25

Hochseefischerei dringt auf schnelles Abkommen mit Großbritannien. GREIFSWALD - Die deutsche Hochseefischerei dringt auf ein schnelles Fischereiabkommen mit Großbritannien. Nach dem Brexit Ende Januar blieben voraussichtlich nur elf Monate, um ein solches Abkommen auszuarbeiten, sagte der Vorsitzende des Deutschen Hochseefischerei-Verbandes, Uwe Richter, der Deutschen Presse-Agentur. Es beginne dann eine Übergangsphase bis zum Jahresende. "2020 wird sich für die Fischerei nichts ändern", meinte Richter. In dieser Zeit müssten jedoch verschiedene Abkommen vereinbart und ratifiziert werden. "Wir sehen die große Gefahr, dass es doch noch zu einem harten Brexit kommen kann", äußerte Richter. Die EU bereite mit Hochdruck ein Fischereiabkommen vor: "Bis zum 1. Juli soll der Rahmen stehen."

Das Abkommen soll die Bewirtschaftung der gemeinsamen Fischbestände in der Nordsee festschreiben. So müssen Fangquoten für die einzelnen Fischarten für Großbritannien und die EU-Staaten festgelegt werden, ebenso die Zugangsberechtigung für Fischereifahrzeuge. "Wenn das Fischereiabkommen nicht bis Ende 2020 ratifiziert ist, dürfen wir nicht mehr in britische Gewässer fahren", sagte Richter.

Das könnte Deutschland hart treffen. Unter anderem der gesamte Nordseehering, der in Sassnitz auf Rügen bei der Euro-Baltic Fischverarbeitungs GmbH verarbeitet wird, stammt Richter zufolge aus britischen Gewässern. "Das sind circa 40 000 Tonnen", sagte er. Andererseits seien die britischen Fischer auf den europäischen Absatzmarkt angewiesen. "Die Deutsche Hochseefischerei fordert, dass das künftige Fischereiabkommen mit dem Handelsabkommen verknüpft wird und der Zugang Großbritanniens zum europäischen Markt davon abhängig gemacht wird, dass europäische Schiffe weiterhin in britischen Gewässern fischen dürfen."

Im vergangenen Jahr haben die deutschen Hochseefischer nicht die Fangmengen von 2018 erreicht. Das lag unter anderem an der Reduzierung einzelner Quoten, aber auch an einem deutlichen Ausfall bei Fängen des Blauen Wittlings. Im Vorgriff auf die Quotensenkung und die möglichen Brexit-Auswirkungen hatte die Doggerbank Seefischerei GmbH bereits 2018 ein in die Jahre gekommenes Schiff nach Russland verkauft, das nicht mehr ausgelastet gewesen wäre. Personal wurde laut Richter nicht abgebaut. Bei der deutschen Hochseeflotte seien rund 330 Seeleute auf sieben Fang- und Verarbeitungsschiffen beschäftigt.

"Wir sind optimistisch, 2020 die Fahrzeuge das ganze Jahr über einsetzen zu können", sagte Richter. Vier Schiffe fischten in Gewässern Grönlands, Spitzbergens und Norwegens vor allem Kabeljau, Seelachs, Schwarzen Heilbutt und Rotbarsch. Die anderen Fahrzeuge fingen Hering, Makrele, Blauen Wittling und Holzmakrele. Ein Schiff werde für mehrere Monate vor Marokko Sardinen fangen, ein weiteres im Südpazifik Jack Makrelen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

VIRUS/Unilever: Kein Deutscher in italienischer Einrichtung. "Das haben wir sofort überprüft, sagte Unilever-Sprecher Konstantin Bark am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. "Da gab es keine persönlichen Kontakte." Es gebe auch keine Berührungspunkte zwischen der Einrichtung in Casalpusterlengo in der norditalienischen Lombardei und dem deutschen Markt. HAMBURG - In den letzten Wochen ist nach Firmenangaben kein deutscher Unilever-Mitarbeiter in der norditalienischen Forschungs- und Entwicklungseinrichtung gewesen, in der ein am Coronavirus Sars-CoV-2 erkrankter Kollege arbeitet. (Boerse, 23.02.2020 - 14:54) weiterlesen...

Glyphosat-Verbot für private Gärten soll dieses Jahr kommen. "Diese Maßnahme ist ein Bestandteil der systematischen Glyphosat-Minderungsstrategie der Bundesregierung, die insbesondere mit einer Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung umgesetzt werden soll", kündigte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesagrarministerium, Uwe Feiler, auf eine Frage der Grünen-Bundestagsfraktion an. Die Änderungsverordnung befinde sich in der Abstimmung zwischen den zuständigen Ressorts. "Ein Inkrafttreten wird möglichst bald in diesem Jahr angestrebt", heißt es in der Antwort, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. BERLIN - Das von der Bundesregierung seit längerem in Aussicht gestellte Verbot glyphosathaltiger Unkrautvernichtungsmittel für Privatanwender soll in diesem Jahr kommen. (Boerse, 23.02.2020 - 14:35) weiterlesen...

Zero Sugar beflügelt Coca-Cola-Geschäft in Deutschland. Die Nachfrage nach der zuckerfreie Variante des Erfrischungsgetränke-Klassikers sei im vergangenen Jahr erneut im zweistelligen Prozentbereich gewachsen, sagte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Schlechter lief allerdings das Geschäft mit Mineralwasser. BERLIN - Der Erfolg der kalorienfreien Coca-Cola Zero Sugar beflügelt das Geschäft des US-Getränkeriesen in Deutschland. (Boerse, 23.02.2020 - 14:28) weiterlesen...

Heuschreckenplage erreicht Saudi-Arabien und Persischen Golf. Die Schwärme auf der Arabischen Halbinsel hätten die Küste des Persischen Golfs in Kuwait, Bahrain und Katar erreicht, teilte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen am Freitag mit. Auch die südwestliche Küste des Irans sei betroffen. RIAD - Riesige Heuschreckenschwärme sind inzwischen nicht nur in Ost-Afrika, sondern auch auf der Arabischen Halbinsel unterwegs. (Wirtschaft, 21.02.2020 - 18:52) weiterlesen...

Bund und EU bei Dünge-Regeln einig - Ziehen die Länder mit?. BERLIN - Im Streit um zu viel Nitrat im Wasser haben EU-Kommission und Bundesregierung sich auf schärfere Dünge-Vorgaben für deutsche Bauern geeinigt - jetzt sind die Bundesländer gefragt. "Die EU-Kommission wird auf Grundlage der nun vorliegenden Verordnung keine Klage einleiten", teilte ein Sprecher von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Freitag mit. Endgültig abgewendet sind mögliche hohe Strafzahlungen für Deutschland damit aber nicht, denn die Länder müssen der Verordnung am 3. April im Bundesrat zustimmen - und zuletzt gab es noch viel Kritik daran. Umwelt- und Agrarministerium machten klar, dass es wenig Spielraum für Änderungen gebe. Bund und EU bei Dünge-Regeln einig - Ziehen die Länder mit? (Boerse, 21.02.2020 - 18:11) weiterlesen...

WDH/'Traktoren-Rebellion': Bauern-Proteste in Spanien reißen nicht ab (Wirtschaft, 21.02.2020 - 14:01) weiterlesen...