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HERZOGENAURACH - Der Sportartikelhersteller Puma setzt nach Jahren des Umbaus wieder zum Sprung an.

12.02.2018 - 14:13:25

Puma will wieder die Muskeln spielen lassen. Nach Gewinnverdopplung und 4 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr hält Puma-Chef Björn Gulden das Unternehmen inzwischen wieder für stark genug, um bei den wichtigen US-Sportarten mitzumischen. "Wir arbeiten daran, auch in den USA sichtbarer zu werden", sagte Gulden am Montag bei Vorlage der Jahreszahlen in Herzogenaurach. Der Tag, an dem Puma auch Artikel rund um die traditionellen US-Sportarten American Football, Basketball oder Baseball anbieten werde, rücke immer näher.

hatte im Januar seinen Rückzug aus dem Sportbereich angekündigt, um sich stärker dem Luxusgeschäft um Marken wie Gucci oder Brioni widmen zu können. Zuletzt hielten die Franzosen 86 Prozent. Diesen Anteil will Kering nun auf 16 Prozent reduzieren und den Rest an die eigenen Anteilseigner abgeben. Artemis, die Familienholding von Kering-Chef Francois-Henri Pinault, dürfte dann auf 29 Prozent der Anteile kommen. Die Hauptversammlung von Kering muss darüber noch abstimmen.

Versüßt wird Kering der Abschied mit einer üppigen Gewinnausschüttung. Einmalig 12,50 Euro je Aktie soll es geben - in Summe ist das mehr als der Nettogewinn. Im Vorjahr wurden noch regulär 0,75 Euro je Aktie gezahlt. Gulden bezeichnete die Zahlung als fair. In den Jahren, in denen Puma nicht viel Geld erwirtschaftet habe, sei Kering sehr geduldig gewesen. Daher sei es nur angemessen, dass die Aktionäre üppiger bedacht werden, wenn die Dinge wieder besser liefen.

Vor der neuen Unabhängigkeit ist dem Konzernchef nicht bange. Der Druck, das abzuliefern, was man angekündigt habe, sei immer da, sagte er. Am 20. März will Puma erstmals seit vielen Jahren wieder auf einem Investorentag Werbung für sich machen, denn das Interesse auf Investorenseite dürfte nun zunehmen. Durch den Teil-Ausstieg von Kering wird sich der Streubesitz auf 55 Prozent erhöhen. Damit steigen zugleich die Chancen von Puma, aus dem SDax wieder in den MDax zurückzukehren.

@ dpa.de

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