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Adidas, DE000A1EWWW0

HERZOGENAURACH - Der Sportartikelhersteller Adidas hat im ersten Quartal ein kräftiges Wachstum verzeichnet.

07.05.2021 - 12:12:14

Adidas nach starkem Jahresauftakt für Umsatz etwas optimistischer. So stiegen die Erlöse um 20 Prozent auf knapp 5,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Herzogenaurach mitteilte. Währungsbereinigt betrug das Plus 27 Prozent. Dabei profitierte der Konzern von einer starken Entwicklung in China. Auch die Profitabilität verbesserte sich deutlich, nachdem im Vorjahr erstmals die Corona-Pandemie erheblich belastet hatte. So stieg das Betriebsergebnis von 48 Millionen auf 704 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben im fortgeführten Geschäft 502 Millionen Euro hängen, nach 26 Millionen Euro im Vorjahr. In den Zahlen nicht mehr enthalten ist die zum Verkauf stehende US-Tochter Reebok. Die Zahlen lagen über den Erwartungen der Analysten.

Die Aktie beflügelten die Nachrichten dennoch. So lag das Papier gegen Mittag mit rund 7 Prozent im Plus. Allerdings hatte die Aktie in den vergangenen Wochen deutlich an Boden verloren. Der Sportartikelhersteller sei stark ins Jahr gestartet, so Jefferies-Analyst James Grzinic. In den USA seien die Herzogenauracher offenbar wesentlich besser vorangekommen als befürchtet. Die leichte Anhebung des Umsatzziels für dieses Jahr lege zudem nahe, dass die Bedenken über mögliche Schäden für das weitere China-Geschäft angesichts des jüngsten Sanktionsstreits überzogen seien.

Im ersten Quartal übertraf Adidas die Analystenerwartungen deutlich. So stiegen die Erlöse um 20 Prozent auf knapp 5,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in Herzogenaurach mitteilte. Währungsbereinigt betrug das Plus 27 Prozent. Die anhaltenden Lockdowns in Europa und branchenweite Lieferkettenengpässe hätten das währungsbereinigte Umsatzwachstum im Laufe des Quartals im hohen einstelligen Bereich belastet, hieß es. Dabei verzeichnete das direkte Geschäft mit den Konsumenten weitere Zuwächse, die Erlöse daraus stiegen um 31 Prozent und machten mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes aus. Angetrieben wurde die Entwicklung vom Online-Handel, dessen Umsätze um 43 Prozent zulegten.

Der Konzern profitierte von der starken Entwicklung in China. Aber auch in den Regionen Nordamerika und EMEA (Europa, Naher Osten Afrika) lief es besser. Die Profitabilität verbesserte sich deutlich, nachdem im Vorjahr erstmals die Corona-Pandemie erheblich belastet hatte. So stieg das Betriebsergebnis von 48 Millionen Euro im Vorjahr auf 704 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben im fortgeführten Geschäft 502 Millionen Euro hängen, nach 26 Millionen Euro im Vorjahr.

In den Zahlen nicht mehr enthalten ist die zum Verkauf stehende US-Tochter Reebok. Adidas sei mitten im Verkaufsprozess und führe Gespräche mit vielen Interessenten rund um den Globus, sagte Finanzvorstand Harm Ohlmeyer. Dabei seien die interessierten Parteien nicht auf die Branche beschränkt. Einen Abschluss strebt das Management bis Jahresende an.

Adidas zeigte sich nach dem starken Auftaktquartal etwas optimistischer. Der Konzern erwartet nun einen währungsbereinigten Umsatzanstieg im hohen Zehner-Prozentbereich und peilt damit das obere Ende seiner bisherigen Prognose an. Diese hatte bislang im schlechtesten Fall einen Anstieg im mittleren Zehner-Prozentbereich beinhaltet. Für das zweite Quartal sieht Adidas eine deutliche Beschleunigung des Wachstums und erwartet einen währungsbereinigten Umsatzanstieg um etwa 50 Prozent.

Einer der Wachstumtreiber werde weiter China sein, sagte Rorsted. Er räumte zwar ein, dass es im April zu einer "Abschwächung der Erholung" in der Region gekommen sei, erwartet jedoch ein starkes Wachstum für das laufende Jahr. Zuletzt war es in den sozialen Medien in China zu Boykottaufrufen gegen westliche Marken aufgrund von Menschenrechtskritik gekommen - auch gegen Puma, Adidas und Nike. Puma-Chef Björn Gulden hatte dazu bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal gesagt, dass die sich verschlechternden Beziehungen mit China das Geschäft ab März belastet hätten.

Die Ergebnisprognose bekräftigte der Konzern. So belasteten die derzeitigen Logistikprobleme - wie höhere Frachtkosten sowie eine angespannte Lage bei den Frachtkapazitäten. Hinzu kämen höhere Rohstoffpreise. Unter dem Strich kalkuliert das Management im fortgeführten Geschäft daher weiterhin mit einem Anstieg auf 1,25 bis 1,45 Milliarden Euro.

@ dpa.de