Deutschland, Branchen

HANNOVER - In der deutschen Metall- und Elektroindustrie steht eine Tarifeinigung zwischen der IG Metall und den Arbeitgebern zur Verlängerung der Leiharbeit vor der Unterschrift.

19.04.2017 - 18:23:24

Metaller wollen Einigung auf bis zu vierjährige Leiharbeit. Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) über eine entsprechende Grundsatz-Vereinbarung bestätigte der Arbeitgeberverband am Mittwoch. Wird sie in den kommenden Monaten von allen Parteien unterzeichnet, könnten Zeitarbeiter in der Branche künftig bis zu vier Jahre beschäftigt werden - und damit deutlich länger als die seit Anfang April gesetzlich gültige Höchstdauer von 18 Monaten. Die Gewerkschaft sieht die Höchstregelung allerdings eher als Ausnahme.

Das IG-Metall-Vorstandsmitglied Juan-Carlos Rio Antas betonte demnach: "Das ist aber nur möglich, wenn die Arbeitnehmervertreter dem freiwillig zustimmen." Die Arbeitgeber zeigten sich zufrieden mit der Regelung. "Zeitarbeit hilft unseren Unternehmen, flexibel auf Auftragsspitzen reagieren zu können", sagte der Hauptgeschäftsführer von Niedersachsen-Metall, Volker Schmidt, der "HAZ". Er betonte: "Zeitarbeit hilft unseren Unternehmen, flexibel auf Auftragsspitzen reagieren zu können, aber genauso auf gesetzlich geregelte Personalausfälle, wie etwa Elternzeiten." Bundesweit seien weniger als fünf Prozent aller Beschäftigten der Branche Zeitarbeiter.

Hintergrund: Am 1. April war ein neues Gesetz in Kraft getreten, nach dem Leiharbeitnehmer höchstens 18 Monate lang einem anderen Betrieb überlassen werden können. Danach müssen sie übernommen oder abgezogen werden. In Tarifverträgen können Arbeitgeber und Arbeitnehmer entsprechend einer Öffnungsklausel aber sogar darüber hinausgehen - eine entsprechende betriebliche Einigung muss allerdings innerhalb der sechs Monate nach dem 1. April gefunden sein.

"Die Politik hat bei der Leiharbeit zwar bewusst einen eher engen Rahmen gesetzt, den Tarifpartnern aber die Möglichkeit gegeben, eigene Regelungen zu treffen. Das ist jetzt geschehen: Es handelt sich um eine gemeinsam getroffene Entscheidung der Sozialpartner, die die Politik natürlich akzeptiert", sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). Es könne auch durchaus sinnvoll sein, die gesetzliche Frist für die Leiharbeit in Ausnahmefällen und mit Zustimmung des jeweiligen Betriebsrates zu verlängern.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten. Bei der Erstellung der Meldungen wird regelmäßig das Sechs-Augen-Prinzip (Erstellung, Prüfung, zusätzliche Freigabe) angewendet. Jede/r Redakteur/in der dpa-AFX unterzeichnet einen internen Code of Conduct, der spezifische dpa-AFX Regelungen zur Wahrung der publizistischen Unabhängigkeit vorgibt und deren Einhaltung dpa-AFX individuell mit einem externen Audit überprüfen lassen kann. FRANKFURT - Alle Meldungen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX werden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. (Boerse, 20.02.2018 - 04:46) weiterlesen...

Steinhoff erleidet Gerichtsschlappe in Amsterdam im 'Poco'-Fall. Bei dem Streit mit dem früheren Partner OM & MW geht es unter anderem um die korrekte Erfassung der gemeinsam zu je 50 Prozent gehaltenen Möbelhauskette Poco. OM & MW zufolge hatte Steinhoff die Firma vollständig in seiner Bilanz berücksichtigt. Dies wurde nun vom Gericht gerügt. Der Aktienkurs von Steinhoff reagierte im späten Handel zunächst nicht. AMSTERDAM - Die sich ohnehin in schweren Gewässern befindliche Poco-Mutter Steinhoff notierte Unternehmen seine Bilanzen für 2016 korrigierten muss. (Boerse, 19.02.2018 - 21:41) weiterlesen...

dpa-AFX Überblick: Ausgewählte ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 19.02.2018 Merrill Lynch hebt Deutsche Bank auf 'Neutral' - Ziel 15 Euro (Boerse, 19.02.2018 - 21:32) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP: Euro-Finanzminister einigen sich auf Guindos für EZB-Vizeposten. (Im ersten Absatz wurde der Termin für das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs berichtigt.) WDH/ROUNDUP: Euro-Finanzminister einigen sich auf Guindos für EZB-Vizeposten (Wirtschaft, 19.02.2018 - 21:10) weiterlesen...

Börse in Frankfurt - DAX: Schlusskurse im Späthandel am 19.02.2018 um 20:30 Uhr Frankfurt/Main - An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 19.02.2018 um 20:30 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt. (Sonstige, 19.02.2018 - 20:50) weiterlesen...

Schließung von Emder ThyssenKrupp-Standort bis Ende 2020 ausgesetzt. EMDEN - Die Entscheidung über eine Schließung des Standortes Emden von Thyssenkrupp Marine Systems mit 220 Mitarbeitern wird bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt. Das teilte Thyssenkrupp am Montag nach Gesprächen mit der IG Metall und Betriebsräten mit. Mit den Vertretern der Arbeitnehmer solle bewertet werden, welche neuen Chancen sich dadurch ergäben, dass der Überwasserschiffbau als deutsche Schlüsseltechnologie für den neuen Koalitionsvertrag angekündigt worden sei. Schließung von Emder ThyssenKrupp-Standort bis Ende 2020 ausgesetzt (Boerse, 19.02.2018 - 20:04) weiterlesen...