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HANNOVER - Große Teile der deutschen Wirtschaft sind davon überzeugt, die Impfaktion gegen das Coronavirus beschleunigen zu können.

18.04.2021 - 16:20:31

Unternehmen wollen Impfaktion in Deutschland beschleunigen. Zahlreiche Unternehmen signalisierten in den vergangenen Tagen ihre Bereitschaft, Mitarbeiter von Betriebsärzten spritzen zu lassen. Noch reicht der Impfstoff dafür aber nicht aus. Mehr als Pilotprojekte sind bisher nicht absehbar - und in den Impfzentren der Konzerne ist Geduld gefragt.

in Leverkusen. "Nach der neuesten Impfverordnung erwarten wir, dass dies in Kürze der Fall sein wird." Das Interesse der Mitarbeiter sei hoch, und das Unternehmen wolle die Impfungen auch gern auf Fremdfirmen an den jeweiligen Standorten sowie auf Familienangehörige ausweiten.

Derartige Angebote aus der Wirtschaft mehren sich. So sind beim Versicherungskonzern Allianz nach Unternehmensgaben 27 Impfstraßen an den 15 größten Standorten vorbereitet. "Wir sind startklar, aber es fehlt noch an den Impfstoffen", sagt ein Sprecher. Im Vorstand gebe es auch die Überlegung, den Familienangehörigen Impfungen anzubieten. Bei der Deutschen Telekom heißt es: "Wir gehen davon aus, dass wir innerhalb von acht Wochen rund 80 Prozent unserer etwa 100 000 Mitarbeitenden in Deutschland impfen können."

Auch der Energiekonzern RWE steht in den Startlöchern. "RWE könnte nächste Woche loslegen - wenn es Impfstoff für die Betriebe gibt", sagte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz der "Rheinischen Post" (Samstag). "Unsere 17 Betriebsärzte stehen bereit, sie könnten 80 bis 100 Mitarbeiter am Tag impfen. Dann wären wir in zwei Wochen mit der Belegschaft durch und würden anschließend anbieten, die Familien der Mitarbeiter zu impfen."

Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp bekräftigt ebenfalls das Interesse, Mitarbeiter durch Betriebsärzte zu impfen. Man wolle aber "nicht in einen Wettbewerb eintreten, um seine Belegschaft schneller zu impfen als andere Menschen". In den USA und Indien habe sich das Unternehmen aber bereits erfolgreich an Impfkampagnen beteiligt, sagt eine Sprecherin.

Der Stahlhersteller Salzgitter rechnet einem Sprecher zufolge damit, dass der erforderliche Impfstoff für eigene Impfungen vermutlich Ende des zweiten Quartals zur Verfügung stehen wird. Der Konzern aus Niedersachsen rechnet auch damit, dass die derzeit noch geltende Priorisierung von bestimmten Gruppen entfällt, sobald genügend Vakzin vorhanden ist. Die neue niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens geht sogar davon aus, dass schon im Mai die ersten betriebsärztlichen Dienste mit dem Impfen in den Unternehmen beginnen könnten.

Noch sind die Impfungen in Unternehmen also auf Pilotvorhaben wie bei BASF oder Volkswagen beschränkt. Als Teil eines Modellprojektes in Rheinland-Pfalz startete der Chemiekonzern in Ludwigshafen vor wenigen Tagen mit rund 400 Impfungen, bei einer derzeitigen maximalen Tageskapazität von 600. Volkswagen hatte bereits am 30. März ein Modellprojekt in Sachsen gestartet und erste Mitarbeiter im Zwickauer Werk mit dem Astrazeneca -Vakzin geimpft. Nach den Querelen um das Präparat setzte der Autobauer die Impfungen wieder aus und spritzt seit ein paar Tagen das Vakzin von Biontech .

Zuletzt kündigte die bayerische Regierung an, Betriebsärzten bald bis zu 50 000 Impfdosen gegen das Coronavirus zur Verfügung stellen zu wollen. "Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, wollen wir möglichst noch im April mit den ersten Modellprojekten beginnen", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Donnerstag. Ausgewählt würden zunächst kleine und mittelständische Unternehmen sowie kleinere Standorte von Großunternehmen in den Hochinzidenzregionen.

Ab diesem Montag müssen Unternehmen entsprechend einer Verordnung zum Arbeitsschutz ihren Beschäftigten, die nicht dauerhaft im Homeoffice arbeiten können, Corona-Tests anbieten. Der Leiter des Instituts für Weltwirtschaft Kiel, Gabriel Felbermayr, sieht die Testpflicht kritisch. "Mit der Angebotspflicht von Tests für Unternehmen lenkt der Staat von seinem eigenen Versagen ab", sagte er dem "Tagesspiegel" (Montag). "Im Kampf gegen die Pandemie ist das nicht der Gamechanger, auf den die Politik hofft." Seiner Ansicht nach wäre es zielführender gewesen, "wenn Coronatests grundsätzlich für jedermann jederzeit kostenlos wären".

@ dpa.de

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