Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

CONTINENTAL AG, DE0005439004

HANNOVER - Die schwächer werdende Autokonjunktur und eine hohe Abschreibung haben den weltweit zweitgrößten Zulieferer Continental im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gedrückt.

12.11.2019 - 09:34:24

Continental schreibt Milliardenverlust - Automärkte unter Druck. Unterm Strich verbuchte der Konzern einen Verlust von fast zwei Milliarden Euro.

Wie das Unternehmen am Dienstag in Hannover mitteilte, lag dies zwar zum Großteil an der Wertminderung von Firmenwerten aus früheren Übernahmen sowie Kosten für ein Umbauprogramm. Diese Faktoren waren bereits vor einigen Wochen bekanntgeworden. Aber auch im laufenden Geschäft sank das bereinigte operative Ergebnis zwischen Juli und September deutlich um ein Fünftel auf noch knapp 615 Millionen Euro. Die Aktie fiel am Dienstag im frühen Handel um 0,72 Prozent.

Angesichts der schwierigen Lage der Autoindustrie sprach Conti-Chef Elmar Degenhart von einer vergleichsweise soliden Entwicklung - "trotz des weiterhin rückläufigen Marktumfeldes". Die Anzeichen deuten allerdings auf eine schwierige Zukunft hin: "In den kommenden fünf Jahren rechnen wir ähnlich wie andere Marktteilnehmer nicht damit, dass sich die weltweite Produktion wesentlich beleben wird", sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. Im dritten Jahresviertel 2019 nahm sie bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 3 Prozent ab.

Der Autozulieferer und Reifenhersteller aus Niedersachsen konnte seinen Umsatz zuletzt zwar insgesamt leicht um 3 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro steigern - aber nur, wenn man den Effekt von Zukäufen und Wechselkursveränderungen mit einrechnet. Aus eigener Kraft gingen Contis Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozent zurück.

"Die aktuelle Situation verlangt von uns, unsere Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu erhöhen", betonte Degenhart. Das kürzlich gestartete Programm "Transformation 2019-2029" baut den Konzern um - weg von Hydraulik und Verbrenner-Technik, hin zu mehr Elektronik, Software und Komponenten für die Elektromobilität. Die Mitarbeiter sollen qualifiziert werden, es dürfte aber auch Stellenstreichungen geben.

Bis 2023 könnte die Neuausrichtung im Unternehmen 15 000 Arbeitsplätze betreffen, 5000 davon in Deutschland. Degenhart hatte gesagt, dass Kündigungen nicht auszuschließen seien - jedoch nur als "allerletztes Mittel". Zugleich entstehen neue Jobs. Ende September beschäftigte Continental in aller Welt mehr als 242 000 Menschen.

Der Wandel in der Autoindustrie schlug sich bereits in einer enormen Wertminderung nieder: Im Oktober musste Conti 2,5 Milliarden Euro an Abschreibungen in die Bücher nehmen, weil übernommene Firmenanteile aus der Zeit vor 2008 nicht so hoch bewertet werden können wie zuerst angenommen. In diesem Klima mag der Vorstand auch die Antriebssparte nicht auf herkömmliche Art an die Börse bringen, der erzielbare Preis ist zu unsicher. Bei der Ausgliederung sollen die eigenen Aktionäre die Papiere des Vitesco genannten Unternehmens ins Depot bekommen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

VIRUS: Bereits jetzt dutzende Prognoseänderungen deutscher Unternehmen. MÜNCHEN - Die Corona-Krise wirft massenhaft die Prognosen börsennotierter Unternehmen um. Seit Jahresbeginn gab es bei den 160 in den Indizes Dax , MDax und SDax notierten Unternehmen bereits 59 Prognoseänderungen, wie der Dienstleister für Finanzkommunikation EQS in München gezählt hat (Stand 1. April, 18.00 Uhr). Ob die einzelnen Änderungen der Ausblicke durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurden, erhob das Unternehmen nicht. Dass mit 51 der allergrößte Teil in der Zeit nach dem 16. Februar erfolgte, als die Krise Fahrt aufnahm, legt allerdings einen Zusammenhang nahe. VIRUS: Bereits jetzt dutzende Prognoseänderungen deutscher Unternehmen (Boerse, 02.04.2020 - 05:24) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: Continental nach Absage an Jahresziele wieder unter Druck FRANKFURT - Die Aktien des Autozulieferers und Reifenherstellers Continental wieder. (Boerse, 01.04.2020 - 11:38) weiterlesen...

Continental kappt Prognose wegen Corona-Krise - Belastung im Quartal. Wegen der Unsicherheit über die Dauer der Beeinträchtigungen von Produktion, Lieferketten und Nachfrage nehme der Vorstand den Ausblick zurück, wie der Dax -Konzern am Mittwoch in Hannover mitteilte. Es sei derzeit auch nicht abzuschätzen, wann ein neuer Ausblick gegeben werden kann. HANNOVER - Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental muss seine knapp vier Wochen alte Jahresprognose wegen der Coronavirus-Pandemie schon wieder einstampfen. (Boerse, 01.04.2020 - 10:01) weiterlesen...

Über 40 Prozent der Conti-Produktion ruhen - 30 000 in Kurzarbeit. Wie das Unternehmen am Mittwoch berichtete, stehen vor allem im Kerngeschäft mit der Autotechnik sowie in der Reifensparte derzeit weltweit mehr als 40 Prozent der Standorte still. In Deutschland sei für etwa die Hälfte der Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet, rund 30 000 Mitarbeiter seien davon betroffen. Der Dax -Konzern aus Hannover will zusätzliche Kosten kappen und Investitionen verschieben. HANNOVER - Beim Autozulieferer Continental haben der Nachfrageeinbruch und die Lieferketten-Probleme wegen der Corona-Krise inzwischen deutliche Einschnitte in der Produktion zur Folge. (Boerse, 01.04.2020 - 09:29) weiterlesen...