Transport, Verkehr

HANNOVER - Die NordLB hat die finanziellen Folgelasten der Corona-Krise bis zum Herbst zunächst verringern können und ist auch dank weiterer Einspareffekte wieder in den schwarzen Zahlen.

25.11.2021 - 11:05:30

NordLB verdaut Corona-Lasten besser - Stellenabbau hält an. Für die ersten drei Quartale wies die Bank unterm Strich einen Gewinn von 122 Millionen Euro aus - nach einem Minus von 70 Millionen Euro Ende September 2020. Wie Vorstandschef Thomas Bürkle am Donnerstag in Hannover sagte, war ein Ausbau des Neugeschäfts bei gleichzeitigem Abbau der nötigen Risikovorsorge ein wesentlicher Grund der besseren Entwicklung. Gehe es so weiter wie zuletzt, werde das Institut voraussichtlich auch im Gesamtjahr 2021 profitabel sein.

Bezogen auf die erneut zugespitzte Infektionslage und neue Gefahren für die Wirtschaft warnte Bürkle jedoch, "dass die Pandemie noch immer nicht ausgestanden ist". Schon zum Jahresabschluss 2020 hatte die Landesbank Niedersachsens und Sachsen-Anhalts wieder einen Nettogewinn geschafft, der allerdings nur hauchdünn ausgefallen war.

Nach einer harten Zeit mit aufgeblähter Bilanz und großen Problemen durch faule Schiffskredite hatte die NordLB einen Sparkurs gestartet

- drastischen Stellenabbau inklusive. Sie musste Ende 2019 staatlich

gerettet werden. Eine Zielvorgabe war, die Kosten um 40 Prozent zu drücken, bei parallelen Investitionen in neue IT und digitale Geschäftsprozesse. Ein Teil der Ausgaben für diesen Umbau ist inzwischen verarbeitet, auch die Stellenkürzungen sind abgedeckt. "Die Bank ist deutlich kleiner und effizienter", sagte Bürkle.

Von den einst bis zu 6300 Beschäftigten muss mehr als die Hälfte gehen, was dem Management auch erhebliche Kritik einbrachte. Zurzeit sind laut Vorstand noch rund 4400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Bank, am Ende sollen es 3000 sein. Die NordLB betonte, man nutze dafür nur "freiwillige Maßnahmen" wie Abfindungen und Vorruhestand.

Die Gebühren für Garantien des Landes Niedersachsens im Zusammenhang mit der Rettung schlugen von Januar bis September mit weiteren 68 Millionen Euro zu Buche. Das Ergebnis für die Risikovorsorge drehte vor allem wegen der stabileren Corona-Finanzlage von minus 275 auf plus 42 Millionen Euro. Ihre Darlehen im jetzt wieder anziehenden Geschäft mit Containerschiffen will die Bank bis Ende dieses Jahres fast komplett los sein. Noch umfassen sie gut 300 Millionen Euro.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Urteil: Lkw-Maut verstieß 2010 und 2011 teilweise gegen EU-Recht. Die Erhebung der deutschen Lkw-Maut in den Jahren 2010 und 2011 habe teilweise gegen EU-Recht verstoßen, stellte das Gericht am Dienstag in einem Urteil fest. Bei der Berechnung der Mautsätze seien die Kapitalkosten der Autobahn-Grundstücke fehlerhaft kalkuliert worden. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) muss den klagenden Spediteuren jetzt 565 Euro plus Zinsen erstatten. Eine Revision ließ das Gericht nicht zu. MÜNSTER - In einem Musterverfahren zur Berechnung der Lkw-Maut hat das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (OVG) in Münster zwei polnischen Spediteuren teilweise Recht gegeben. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 18:51) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Goldman hebt Ziel für Hapag-Lloyd auf 120 Euro - 'Sell'. Analyst Patrick Creuset aktualisierte in einer am Dienstag vorliegenden Studie nach den jüngst vorgelegten Quartalszahlen seine Schätzungen. Die Zahlen seien stark gewesen und zudem verwies er auf jüngste Marktdaten zu Frachtraten. NEW YORK - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Hapag-Lloyd von 106 auf 120 Euro angehoben und die Einstufung auf "Sell" belassen. (Boerse, 30.11.2021 - 17:15) weiterlesen...

KORREKTUR/Bahnexperte: Koalitionspläne für die Schiene kein großer Wurf. Absatz, 1. Satz wurde berichtigt: "aus den Bahn-Töchtern für DB Netz und DB Station und Service ein gemeinwohlorientiertes Unternehmen zu machen" (nicht: aus den Bahn-Töchtern für Netz, Bahnhöfe und Energie ein gemeinwohlorientiertes Unternehmen zu machen). (Im 2. (Boerse, 30.11.2021 - 16:55) weiterlesen...

DB Schenker will im großen Stil in E-Lastwagen investieren. Die Tochter der Deutschen Bahn gab am Dienstag in Essen bekannt, dass sie bei dem schwedischen Hersteller Volta Trucks rund 1500 E-Lastwagen vorbestellt hat. Das finanzielle Volumen der Investition wurde nicht mitgeteilt. ESSEN - Mit einer Großinvestition in die Elektromobilität will das Logistikunternehmen DB Schenker auf seinem Klimakurs vorankommen. (Boerse, 30.11.2021 - 14:55) weiterlesen...

Gegen Weihnachtsengpässe: Britische Supermärkte chartern Schiffe. Man reagiere damit sowohl auf den Mangel an Lastwagenfahrern als auch auf Verzögerungen an den Häfen, sagte ein Sprecher der Kette Asda am Dienstag auf dpa-Anfrage. Auch das Unternehmen John Lewis bestätigte, Schiffe gechartert zu haben. Die Güter seien mittlerweile angekommen. LONDON - Um Engpässen an Weihnachten vorzubeugen, haben zwei britische Supermarktketten eigene Schiffe gechartert, um Güter rechtzeitig nach Großbritannien zu bekommen. (Boerse, 30.11.2021 - 14:49) weiterlesen...

Rechnungshof sieht viele Schwachstellen bei Bahn und Bund. Den Bericht hat die Behörde an diesem Dienstag an das Ministerium übergeben. BERLIN/BONN - Abgeordnete in Doppelfunktion als Aufsichtsrat der Bahn und ihrer Töchter, intransparente Gewinnabführung des Konzerns an den Bund oder ein fragwürdiger Einstieg der Bahn-Energie-Tochter in das Privatkundengeschäft: In seinen Bemerkungen zur Schienen- und Straßeninfrastruktur für das Verkehrsministerium bemängelt der Bundesrechnungshof alte und neue Schwachstellen bei der bundeseigenen Deutschen Bahn. (Boerse, 30.11.2021 - 13:15) weiterlesen...