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HANNOVER - Der in den USA wegen des Abgas-Skandals verurteilte Ex-VW -Ingenieur James Liang ist zurĂŒck in Deutschland und könnte nach EinschĂ€tzung seines Anwalts seine Reststrafe erlassen bekommen.

20.11.2019 - 17:05:24

Verurteilter Volkswagen-Ingenieur Liang zurĂŒck in Deutschland. Wie das niedersĂ€chsische Landeskriminalamt am Mittwoch in Hannover bestĂ€tigte, holten Beamte Liang kĂŒrzlich in New York ab und brachten ihn in die Bundesrepublik. Er war der erste langjĂ€hrige Volkswagen -Mitarbeiter, der aufgrund der Diesel-AffĂ€re in den Vereinigten Staaten zu einer Haftstrafe verurteilt worden war. Zuvor hatten NDR, WDR und "SĂŒddeutsche Zeitung" darĂŒber berichtet.

Nach Liang hatte die US-Justiz auch den ehemaligen VW-Manager Oliver Schmidt ins GefÀngnis geschickt. Dieser war im Dezember 2017 wegen seiner Rolle bei den Abgas-Manipulationen zu sieben Jahren GefÀngnis und 400 000 Dollar verurteilt worden. Im Fall Liangs lautete die Strafe drei Jahre und vier Monate sowie 200 000 Dollar.

Liangs Anwalt Gero von Pelchrzim bestĂ€tigte, dass sein Mandant seit Dienstagmorgen wieder in Deutschland sei. Er warte derzeit darauf, in eine Justizvollzugsanstalt in Niedersachsen verlegt zu werden. "Wir arbeiten daran, dass das letzte Drittel der Haftstrafe ausgesetzt wird", sagte von Pelchrzim. Darauf habe Liang nach der VerbĂŒĂŸung von rund zwei Dritteln einen Anspruch.

Im September 2015 hatte VW nach VorwĂŒrfen der US-Umweltbehörden und Recherchen von Wissenschaftlern eingerĂ€umt, mit einer speziellen Software in großem Stil Diesel-Abgastests manipuliert zu haben. Neben Milliarden an Rechtskosten gab es auch strafrechtliche Ermittlungen in Deutschland, den USA und weiteren LĂ€ndern.

@ dpa.de

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