Transport, Verkehr

HANNOVER / BERLIN - In den Tarifgesprächen für rund 160 000 Beschäftigte der Deutschen Bahn haben die Beteiligten am Samstag einen neuen Einigungsversuch unternommen.

08.12.2018 - 12:01:24

Bahn-Tarifrunde noch ohne Durchbruch. Die ganze Nacht hindurch hatte das Unternehmen mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sowie separat mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) verhandelt. Dabei sei der erhoffte Durchbruch nicht gelungen, hieß es aus beiden Gewerkschaften.

Auf die Lohnsteigerung und die Vertragslaufzeit konnte man sich bislang nicht einigen. Die Bahn habe ein beziffertes Angebot vorgelegt, zu Details äußerten sich die Gewerkschaftssprecher nicht. Sowohl EVG als auch GDL hatten 7,5 Prozent mehr Geld gefordert.

Die Verhandlungen in Hannover laufen seit Donnerstag - sie werden parallel in zwei Hotels geführt, die rund einen Kilometer voneinander entfernt sind. Mit der EVG ist es die vierte, mit der GDL die fünfte Runde in dieser Tarifauseinandersetzung.

Die EVG hatte mit einem Abbruch der Gespräche und "weiterreichenden Aktionen" gedroht, falls in dieser Runde keine Einigung gelingen sollte. Sie vertritt etwa 160 000 Beschäftigte der Deutschen Bahn im Inland. Die kleinere GDL verhandelt für einen Teil davon - rund 36 000 Beschäftigte des Zugpersonals, darunter vor allem Lokführer, Zugbegleiter und Bordgastronomen.

Bahn-Personalvorstand Martin Seiler hatte von Anfang an als Ziel genannt, möglichst mit beiden Gewerkschaften "für gleiche Berufsgruppen auch zu vergleichbaren Ergebnissen zu kommen".

Als schwieriger Punkt galt auch das von der EVG verlangte Wahlmodell für die nächste Lohnerhöhung: Die Arbeitnehmer sollen demnach statt des Geldes auch mehr Urlaub oder eine kürzere Arbeitszeit wählen können. Eine solche Regelung gibt es bereits seit Anfang 2018 für die jüngste Lohnerhöhung. Mit einer Ausweitung des Wahlrechts hätte die Bahn Probleme, weil dies den Personalmangel verschärfen würde.

Vor den Verhandlungen über die Kernforderungen wie Lohnerhöhung, Wahlmodell und Anhebung der betrieblichen Altersvorsorge hatten sich Bahn und EVG in der vorherigen Runde schon auf Mietzuschüsse für Auszubildende, eine Vergütung von Reisezeiten zum Arbeitsplatz, die Verlängerung der Altersteilzeit und beim Komplex Digitalisierung der Arbeitswelt verständigt. Mit der GDL kam eine Teileinigung über die Ruhepausen und Verbesserungen bei den Schichtplänen des Zugpersonals zustande.

@ dpa.de

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