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Transport, Verkehr

HANNOVER - Beim Ferienflieger Tuifly sind die Pläne für den Aufbau einer eigenen Langstrecke aus Deutschland ins Stocken geraten.

07.11.2019 - 14:27:38

Streit um Langstreckenpläne von Tuifly - Schlichtungsgespräche laufen. Bei den hierzu laufenden Gesprächen zwischen Management und Belegschaft hake es erheblich, berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" am Donnerstag. Demnach sollen die diskutierten Kostensenkungen und Mehrarbeit, mit denen Investitionen in größere Maschinen ausgeglichen werden könnten, vor allem bei den Piloten der Airline auf große Skepsis stoßen. Das Kabinen- und Bodenpersonal sei dagegen offenbar zu Zugeständnissen bereit, meldete das Blatt.

Ende September sortieren sich große Teile der Tourismusbranche in Europa neu. Die bisher zum Thomas-Cook-Konzern gehörende deutsche Ferienfluggesellschaft Condor erhielt eine staatliche Bürgschaft für einen Überbrückungskredit und soll gerettet werden. Unabhängig davon gibt es aber bereits seit der Pleite von Air Berlin 2017 große Überkapazitäten in der Branche.

Als weltgrößter Reisekonzern hatte Tui kein direktes Interesse an einer Übernahme von Thomas-Cook-Flugzeugen gezeigt. Vorstandschef Fritz Joussen setzt jedoch darauf, dass das Überangebot an Flügen insgesamt bald schrumpft, wie er im Oktober sagte: "Es muss irgendwann eine Marktbereinigung stattfinden. Nach dem Ausscheiden von Air Berlin ist das nicht passiert." Für die eigene Airline Tuifly entstanden so Überlegungen, etwa ein Langstreckennetz aus Deutschland aufzubauen - ähnlich, wie es solche Verbindungen schon für Abflüge aus Skandinavien, den Niederlanden, Großbritannien oder Belgien gibt.

Um dies gegenfinanzieren zu können, gilt eine Senkung der aktuellen Betriebskosten als unumgänglich. Die Tuifly-Piloten sollen laut dem Bericht jedoch zu Schritten wie einer Erhöhung der Arbeitszeit oder anderen Produktivitätsmaßnahmen nur bereit sein, wenn Tuifly sich konkret festlegt, wie viele neue Maschinen angeschafft werden.

Aus dem Konzern hieß es, selbst wenn die Gespräche positiv beendet werden, bedeute dies nicht, dass eine Langstrecke auch automatisch komme. Umgekehrt sei ein solches Projekt aber schwierig umzusetzen, falls die Verhandlungen zu keinem baldigen Ergebnis kommen.

Die Thomas-Cook-Pleite hat auch die Debatte neu belebt, wie Verbraucher besser vor Schäden durch abgesagte Pauschalreisen geschützt werden können. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) sagte der "Bild"-Zeitung (online), man prüfe eine Kombination von Versicherung und Fonds. "In einem solchen System würden sowohl Reiseveranstalter als auch Kunden einen geringen Betrag in einen Fonds einzahlen, der im Insolvenzfall in Anspruch genommen werden kann." Im Fall Thomas Cook zeigt sich, dass viele Passagiere nur einen Teil ihrer Kosten für stornierte Reisen zurückbekommen.

Thomas Cook war nur bis zur gesetzlichen Haftungsobergrenze von 110 Millionen Euro versichert. Die Justizminister der Länder wollten bei ihrer Herbstkonferenz am Donnerstag über eine Erhöhung dieser Grenze sprechen. Bayern hatte hier die Initiative ergriffen. Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) unterstützt das Vorhaben.

@ dpa.de

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