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CONTINENTAL AG, DE0005439004

HANNOVER - Beim Autozulieferer und Reifenhersteller Continental visiert dabei überraschend hohe Ertragsziele an - wobei das Reifengeschäft weiter die Renditeperle bei den Hannoveranern sein dürfte.

16.12.2020 - 11:36:26

Conti will mit Wachstum in Autozulieferung aus der Krise - Aktie steigt. Der neue Chef Nikolai Setzer schärft derweil noch einmal den schon von seinem Vorgänger Elmar Degenhart eingeschlagenen Kurs in Richtung Software und Vernetzung.

ID.3 eingebaut werden, bezifferte Conti den Auftragsbestand mehrerer Hersteller auf derzeit rund 4 Milliarden Euro.

Die Unternehmensteile, für die Conti sich Wachstum ausrechnet, könnten auch durch Zukäufe gestärkt werden. Die Bereiche mit dem Fokus auf Wachstum seien "sehr stark technologiegetrieben", sagte Finanzchef Wolfgang Schäfer. "Da werden wir sicher auch zukaufen müssen." Wie viel Geld Conti dafür vorhält, wollte er nicht verraten - allerdings soll das Unternehmen auch nach größeren Zukäufen in der Lage sein, seine Verschuldung im Rahmen der mittelfristigen Ziele zu halten. Der Einstieg in die Fertigung von Batteriezellen ist für Conti nach wie vor kein Thema, wie Setzer sagte.

Das Geschäft mit Reifen und Kunststofftechnik bleibt allerdings laut den Planungen der Gewinnbringer mit erwarteten operativen Margen von 11 bis 14 Prozent. 2019 erzielte Conti hier einen Wert von 12,4 Prozent, in den Jahren davor teils noch höher. Insbesondere in den Wachstumsmärkten Asien und Nordamerika will Continental bei den Reifen seine Marktanteile erhöhen. In Europa sei Conti hier schon stark, könne vor allem in Asien aber noch zulegen, sagte Setzer.

Beim anvisierten Großumbau, der in den kommenden Jahren weltweit bis zu 30 000 Stellen der zuletzt knapp 234 000 im Konzern betreffen dürfte, soll es bleiben. Derzeit hat Conti Probleme, an Einzelstandorten mit der Arbeitnehmerseite entsprechende Vereinbarungen zu schließen. Insbesondere im hessischen Karben und im Reifenwerk in Aachen ist der Widerstand groß. Gewerkschaften werfen Conti vor, profitable Werke zu schließen, um die Arbeit in Niedriglohnländer zu verlagern.

Setzer nannte die eingeleiteten Schritte dagegen "einfach unabdingbar aufgrund der Transformation und aufgrund der Marktgegebenheiten". Auch für ihn seien die Pläne "sehr bitter und schmerzhaft". Es sei Ziel, Lösungen gemeinsam mit den Sozialpartnern zu finden und den Stellenabbau so klein wie möglich zu halten. Conti will durch Umschulung und Weiterqualifizierung betroffene Mitarbeiter möglichst anderweitig einsetzen. Wie viele Stellen am Ende aber übrig bleiben, steht noch nicht fest.

Im derzeit in Deutschland startenden verschärften Lockdown sieht Setzer die Kunden aus der Autoindustrie grundsätzlich weiterproduzieren, abgesehen von den Weihnachtsferien. "Wie das nun in dem Lockdown, der seit heute gilt, weiterläuft, das lässt sich schwer sagen", sagte Setzer. Im Frühjahr hatte auch Conti seine Produktion herunterfahren müssen, weil die Kunden auf der Autobauerseite ihre Fabriken dichtmachten. Zehntausende wurden zur Kurzarbeit angemeldet. Im November seien rund 2000 Mitarbeiter an durchschnittlich 4 Arbeitstagen zur Kurzarbeit gewesen, sagte Setzer.

@ dpa.de

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