Medien, USA

HANAU - Mit einer weiteren Übernahme in den USA verstärkt der Technologiekonzern Heraeus sein Medizintechnik-Geschäft.

21.12.2021 - 12:06:27

Heraeus stärkt Medizintechnik-Geschäft mit weiterer US-Übernahme. Die US-Firma Norwood Medical, ein Hersteller von medizinischen Instrumenten, Geräten und Komponenten mit mehr als 1100 Mitarbeitern, solle nach dem Zukauf als eigenständiges Unternehmen weitergeführt werden, teilte Heraeus am Dienstag in Hanau mit. Auch das Managementteam des Unternehmens solle beibehalten werden. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Übernahme gilt als eine der größten in der Firmengeschichte.

Norwood Medical mit Sitz in Dayton im US-Bundesstaat Ohio ist den Angaben zufolge auf medizinische Instrumente, Geräte und Komponenten in drei Schlüsselmärkten spezialisiert: minimal-invasive Chirurgie, Orthopädie und robotergestützte Chirurgie. "Mit dem Zugang zu unseren Ressourcen und unserer globalen Reichweite können wir das Wachstum von Norwood Medical beschleunigen und neue Märkte erschließen", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Heraeus Holding, Jan Rinnert.

Von dem Zukauf verspricht sich Heraeus die Ergänzung seines bestehenden Medizintechnik-Portfolios. Dazu gehören zum Beispiel die Auftragsfertigung von medizinischen Komponenten für Implantate oder minimalinvasive Eingriffe, die spezialisierte Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen für lebensrettende Medikamente oder Behandlungen sowie die Entwicklung und Herstellung eines Knochenzements für orthopädische Gelenkersatzoperationen.

Norwood Medical wurde 1927 als Werkzeug- und Formenbauunternehmen gegründet und konzentriert sich seit Anfang der 2000er-Jahre auf die Herstellung und Montage medizinischer Komponenten.

Erst im September hatte Heraeus die Übernahme zweier US-Unternehmen aus dem Medizintechnik-Bereich bekanntgegeben, nämlich der Mo-Sci Corporation sowie ETS Technologies. Der Technologiekonzern mit Sitz in Hanau ist in den Geschäftsfeldern Umwelt, Elektronik, Gesundheit und industrielle Anwendungen aktiv und beschäftigt rund 14 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 40 Ländern. Das Unternehmen ist in Familienbesitz und kam 2020 auf einen Jahresumsatz von rund 31,5 Milliarden Euro.

@ dpa.de

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