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Transport, Verkehr

HAMBURG - Zum internationalen "Tag des Seefahrers" (25.06.) haben Reeder, Gewerkschafter und Kirchen an alle Staaten appelliert, den Seeleuten an Bord von Schiffen die Heimreise zu ermöglichen.

24.06.2020 - 15:05:25

Viele Seeleute sitzen weiter fest - Appell an Regierungen. "Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass Crew-Wechsel immer noch nicht in annähernd ausreichendem Maß erlaubt sind", sagte Alfred Hartmann, Präsident des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), in Hamburg. "Wir sind in Sorge um unsere Seeleute, um ihre Gesundheit und um die Sicherheit auf den Schiffen." Nach Schätzung des VDR warten 200 000 Seeleute an Bord auf Ablösung, weitere 200 000 an Land auf ihren Einsatz.

Mehr als 1,2 Millionen Seeleute leisten Dienst auf rund 55 000 Handelsschiffen weltweit. Jeden Monat wechseln rund 200 000 von ihnen und werden durch frische Crews ersetzt. Dieses System ist wegen der Corona-Pandemie seit rund einem Vierteljahr außer Kraft. Viele Häfen lassen die Seeleute nicht von Bord, fordern zunächst eine Quarantäne oder es gibt keine Möglichkeit zur Weiterreise per Flugzeug. Umgekehrt gelingt es auch nicht reibungslos, die Ersatzcrews vor Ort zu bringen. In einigen Häfen in Europa, aber auch in Hongkong und Singapur seien Wechsel wieder möglich. "Aber lassen wir uns nicht täuschen", sagte Hartmann. "Nach wie vor sind geglückte Crew-Wechsel die Ausnahme, bei weitem nicht die Regel."

Neben den humanitären Aspekten könnte die Situation auch wirtschaftliche Probleme nach sich ziehen. "Wenn sich die Situation nicht ändert, werden Logistik-Ketten reißen, weil Schiffe nicht weiterfahren können", sagte Hartmann. "Dann ist auch der Nachschub für uns alle gefährdet." Rund 90 Prozent der weltweit gehandelten Güter werden auf dem Seeweg transportiert.

Das Bündnis "Fair übers Meer!", dem unter anderem Vertreter der Gewerkschaft Verdi und der evangelischen Kirche angehören, machte auf die psychische und physische Belastung der Seeleute aufmerksam. "Zurzeit ist fast nirgendwo auf der Welt Landgang erlaubt, in fast keinem Hafen", sagte Matthias Ristau, Seemannspastor der Nordkirche. "Dies lässt sich nur begrenzt mit der Eindämmung von Covid-19 rechtfertigen." Allen Seeleuten müsse, unabhängig von ihrer Nationalität, Landgang ermöglicht werden. Auch die ärztliche Versorgung in den Häfen müsse abgesichert sein.

Für die Seeleute hatten sich in den vergangenen Wochen unter anderem Papst Franziskus, UN-Generalsekretär António Guterres, die EU-Kommission und die internationale Schifffahrtsorganisation IMO eingesetzt. In Deutschland seien Crew-Wechsel seit einigen Wochen prinzipiell möglich, doch auch auf deutschen Handelsschiffen warten rund 5000 Seeleute auf Ablösung, hieß es vom VDR.

@ dpa.de

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