Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

HAMBURG / WEDEL - Die Arbeiten zur Elbvertiefung kommen voran.

15.11.2019 - 16:39:24

Elbvertiefung kommt voran - Schiffsbegegnungsbox fast fertig. "Wir sind im Zeitplan", sagte der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt des Bundes, Prof. Hans-Heinrich Witte, am Freitag in Hamburg. Bis Jahresende werde ein fünf Kilometer langer Abschnitt der Begegnungsstrecke für Schiffe auf der Elbe - in Höhe Wedel nahe Hamburg - fertig sein. Anfang nächsten Jahres könne somit ein erster nautischer Nutzen aus der sogenannten Begegnungsbox gezogen werden. "Das gucken wir uns in Ruhe und in Abstimmung mit den Reedern und Lotsen an. Es wird eine Übergangsphase geben", sagte Witte.

Die gesamten Arbeiten zur Elbvertiefung auf einer Länge von 116 Kilometern sollen im Sommer 2021 abgeschlossen sein, bekräftigte Witte. Dabei fallen rund 32 Millionen Kubikmeter Baggergut an. Der Bund trägt Kosten von rund 490 Millionen Euro.

Künftig sollen auf einer Strecke von acht Kilometern große Containerschiffe aneinander vorbeifahren können. Dazu wird die Fahrrinne vertieft und von 320 Meter um 65 Meter verbreitert. Hier könnten Schiffe mit einer addierten Schiffsbreite von 92 Metern "sicher aneinander vorbei fahren oder überholen", teilte die Behörde mit. Die gesamten Arbeiten an der Box sollen bis 2021 fertig sein.

"Lob an die Bundesverwaltung: präzise, fachlich korrekt und schnell", teilte der Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg, Gunther Bonz, mit. "Und was ist mit Hamburg?" Das Vergabeverfahren für die restlichen drei Kilometer, die Hamburg übernehmen muss, liefen noch, sagte Witte.

Damit der gesamte Schifffahrtsweg in beiden Richtungen von großen Schiffen befahren werden kann, ist die Fahrrinne der Unterelbe auch zwischen Wedel und der Störmündung (43 Kilometer) von 300 auf 320 Meter verbreitert worden.

An der Elbmündung bei Brunsbüttel sei ein Warteplatz für Schiffe ebenfalls bereits fertig und werde derzeit abgenommen. Noch im November soll er als Notliegeplatz zur Verfügung stehen - nach Zuweisung durch die Verkehrszentrale. Außerdem können tideabhängige Schiffe dort warten, bis die Niedrigwasserphase in der Elbe vorbei ist.

Der Start für die Baggerarbeiten in der Elbe war nach 17 Jahren Planung und langwierigen juristischen Auseinandersetzungen mit Umweltschützern im Juli erfolgt. Künftig sollen Schiffe mit einem Tiefgang von 13,50 Meter unabhängig von Ebbe und Flut den Hamburger Hafen erreichen oder verlassen können. Auf der Flutwelle darf der zulässige Tiefgang 14,50 Meter betragen. Durch die Elbvertiefung könnten bis zu drei Millionen Container zusätzlich nach Hamburg gelangen, ohne dass die Reedereien mehr Schiffe einsetzen müssten. Denn die größten Exemplare konnten den Hafen nicht voll beladen ansteuern.

Zum Ausgleich für die Elbvertiefung investiert der Bund 75 Millionen Euro in ökologische Ausgleichsmaßnahmen. In vier von fünf Ablagerungsflächen unter Wasser seien Dämme fertiggestellt und würden nun mit Baggergut befüllt, berichtete Projektleiterin Katrin Graeser. Dadurch solle die Wirkung durch die Flussvertiefung, beispielsweise Strömungsänderungen, minimiert werden.

"Es wirkt genauso, wie es soll", sagte Graeser. Der Fluss suche sich keinen neuen Weg. Unter anderem werden auf der Elbinsel Schwarztonnensand Mulden sowie auf Poldern an der Stör Priele angelegt, was bis Jahresende abgeschlossen werden soll. An der Stör solle auch der Schierlingswasserfenchel angesiedelt werden.

Bei den Baggerarbeiten wurde auch ein besonderer Fund gemacht: Ein kleines Festmacherboot namens "Hiev In", das mindestens zwei Jahrzehnte auf Grund gelegen habe, sei geborgen und gereinigt worden, berichtete die Projektleiterin. Es gebe Kontakt zum Hamburger Museumshafen Oevelgönne, der bereits ein Schwesterschiff habe.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Parteitag verkleinert SPD-Vorstand und lehnt kleinere Parteitage ab. Das Gremium soll dann aus nicht mehr als 34 Mitgliedern bestehen, wie der Parteitag am Freitag in Berlin beschloss. Derzeit sind es mehr als 40. Die Delegierten lehnten zugleich die vorgeschlagene Verkleinerung des Parteitags auf 450 Teilnehmer ab. Am Wochenende waren in Berlin rund 600 Delegierte zusammengekommen. BERLIN - Die SPD wird künftig einen kleineren Parteivorstand haben. (Wirtschaft, 06.12.2019 - 22:07) weiterlesen...

Neue SPD-Chefs stellen Koalition infrage - kein sofortiger Ausstieg (durchgehend aktualisiert) (Wirtschaft, 06.12.2019 - 21:36) weiterlesen...

Klingbeil bleibt SPD-Generalsekretär. Der 41-Jährige wurde am Freitag beim Parteitag der Sozialdemokraten mit 79,93 Prozent der Delegiertenstimmen im Amt bestätigt. Der Niedersachse ist seit Ende 2017 Generalsekretär und hat maßgeblich die personelle Neuaufstellung der Partei nach dem Rücktritt der damaligen Partei- und Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles im Juni mitorganisiert. Klingbeil ist ein Anhänger einer Fortführung der großen Koalition. In die Politik kam Klingbeil nach eigener Aussage, weil er sich in seiner Heimat als Jugendlicher einsetzte. BERLIN - Lars Klingbeil bleibt Generalsekretär der SPD. (Wirtschaft, 06.12.2019 - 21:25) weiterlesen...

Regierung setzt neuen Verwalter bei insolventer Alitalia ein. Der Anwalt Giuseppe Leogrande ersetzt die drei staatlichen Kommissare, die Alitalia bislang geführt haben. Der Staat werde Leogrande dabei unterstützen, den endgültigen Neustart der Airline auf den Weg zu bringen, sagte der Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Stefano Patuanelli, am Freitag. ROM - Die italienische Regierung hat bei der angeschlagenen Fluggesellschaft Alitalia einen neuen Insolvenzverwalter eingesetzt. (Boerse, 06.12.2019 - 21:24) weiterlesen...

Saar-SPD-Chefin Rehlinger zur SPD-Vizevorsitzenden gewählt. Die 43-Jährige erhielt beim Parteitag am Freitag in Berlin 74,8 Prozent der Delegiertenstimmen. Rehlinger ist Wirtschafts- und Verkehrsministerin in ihrem Bundesland. Bei der nächsten Landtagswahl wolle sie Ministerpräsidentin werden, betonte die Juristin. Im SPD-Bundesvorstand sitzt sie bereits seit 2017 als Beisitzerin. BERLIN - Die saarländische SPD-Chefin Anke Rehlinger ist zur stellvertretenden Vorsitzenden der Bundes-SPD gewählt worden. (Wirtschaft, 06.12.2019 - 20:27) weiterlesen...

Hamburgs Bürgermeister begrüßt SPD-Verbleib in großer Koalition. "Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Regierungsbeteiligung in Berlin ist wichtig für die Glaubwürdigkeit und den Rückhalt der SPD in der Bevölkerung", erklärte der SPD-Politiker am Freitag. Dies sei zugleich eine entscheidende Voraussetzung für den künftigen Erfolg bei Wahlen im Bund und in den Ländern. HAMBURG/BERLIN - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat den vorläufigen Verbleib der SPD in der großen Koalition begrüßt. (Wirtschaft, 06.12.2019 - 20:27) weiterlesen...